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Die letzten Beiträge des Themas - [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg
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  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Wilhelmina Oehne

Nach einem anstrengenden Tag auf dem Gestüt und vielen Threoriestunden, konnte ich endlich in den Stall zu Víra. Ich war sehr froh darüber, denn nirgends war ich lieber als bei meinem Seelenpferd. Kaum war ich an das Gatter zum Aktivstall herangetreten und schon kam die Stute auch schon schnaubend angelaufen. Ich strich der sandbraunen Stute sanft über die dunkle samtige Nase und zog aus meiner Jackentasche ein kleines Stückchen Karotte heraus. Genüßlich zerkaute sie diese. Währendessen kletterte ich durch das Gatter um ihr das schwarze Lederhalfter anzulegen. Ich hatte für heute noch keinen genauen Plan was ich machen wollte, ersteinmal putzen dachte ich und dann würde mir schon etwas einfallen. Wahrscheinlich ersteinmal ein bisschen Bodenarbeit und dann vielleicht noch einen kruzen Ausritt. Ich öffnete das Gatter und führte meine Stute in Richtung Putzplatz.
Verfasst: Do 23. Nov 2017, 19:56
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Charlotte Fiona Bradley

Ich skizzierte also Domis Züge vor und deutete an wo ungefähr helle und dunkle Stellen sein mussten. Als ich damit fertig und halbwegs zufrieden war legte ich die Skizze auf dem Tisch ab und begann mit der eigentlichen Zeichnung. Ich versank komplett darin und nahm irgendwann nur kurz wahr wie die Türe des Aufenthaltsraumes sich öffnete. Ich blickte jedoch nicht auf und hing weiterhin zeichnend und gedankenversunken über meinem Blatt. So hatte ich früher teilweise ganze Tage herumgebracht wenn ich nichts zu tun hatte oder nicht zuhause sein wollte weil dort alles so erdrückend gewirkt hatte. Es war nicht immer einfach den einen Elternteil nicht zu kennen und den anderen dann bei einem Unfall zu verlieren. Wobei eigentlich war das nie einfach. Man liebte seine Eltern ja schließlich. Meinen Vater vermisste ich zwar aber anders als meine Muter. Bei meinem Vater war es nur so, dass ich mich fragte, was er für ein Mensch war. Wie er ging, wie er über uns dachte, was er an unserer Mutter gemocht hatte und was er für ein Weltbild hatte. Es waren so komplett einfache Dinge wie die Frage ob er religiös war oder nicht oder wie er redete, über die Kinder sich keine Gedanken machen sollten. Bei meiner Mutter war es komplett anders. Ich wusste wie sie dachte, redete und wie sie sich bewegte. Bei meiner Mutter war es eher so, dass ich es vermisste, ihre Stimme zu hören und zu sehen wie sie glücklich mit uns am Tisch saß und irgendwelche Spiele spielte. Das war das was ich wirklich vermisste. Aber gut ändern konnte ich es leider auch nicht.
Dann hörte ich plötzlich eine Stimme und blickte auf. Ein etwa relativ kleines, brünettes Mädchen stand da und warf einen Blick auf die Skizze die auf dem Tisch lag. "Danke. Darfst dich gerne hersetzen wenn du magst." meinte ich und deutete mit der Hand in der ich meinen Bleistift hielt in die Richtung des freien Bereichs des Sofas. Das junge Mädchen war mir auf Anhieb sympatisch und über ein wenig Gesellschaft freute ich mich natürlich, schließlich war ich auch deshalb hier. Ich hatte keine Lust alleine in meinem Zimmer zu sitzen, dass es hier jedoch auch so leer war, fand ich eher überraschend von daher kam es mir gerade recht wenn noch jemand dazu kam und ich hier nicht komplett alleine herumsaß. Wobei mir auch das nichts ausgemacht hätte. Ich war manchmal gerne alleine und vorallem wenn ich zeichnete konnte ich es nicht haben wenn jemand nebenher über ernste Themen redete. Normale Gespräche waren natürlich voll in Ordnung aber für ernstere oder wichtige Gespräche war das nichts, da brauchte ich meine Konzentration für etwas anderes, also musste man diese Gespräche mit mir irgendwann anders führen oder hoffen dass ich genügend Konzentration übrig hatte um ein ordentliches Gespräch zu führen.

Luke Hunter

Ich hatte das glänzende Ding, was sich als Schlüssel heraus gestellt hatte, aufgehoben und versuchte nun das Mädchen mit den blauen Haaren einzuholen. Schlussendlich schaffte ich es ihr ein wenig näher zu kommen und ich sagte ihr etwas lauter, dass sie etwas verloren hatte. Dann fragte sie etwas was ich aufgrund der Entfernung nicht ganz verstanden hatte und dann fragte sie mich was sie denn verloren hätte, nachdem sie sich bedankt hatte. Ich kramte den Schlüssel wieder aus der Jackentasche hervor, in die ich ihn gesteckt hatte, so dass er nicht erneut herunter fallen würde. Mittlerweile war ich direkt neben ihr und reichte ihn ihr. Dann sagte ich "Deinen Schlüssel, hier bitte, den brauchst du ja wahrscheinlich noch." Okay eigentlich war das logisch, ohne Schlüssel fing man mit einer Wohnung wenig an außer man rief den Schlüsseldienst an, der dann wahrscheinlich überteuert war.
Ich blickte den Schecken des Mädchens an. Er trug einen Westernsattel und war ein schönes Warmblut. Zumindest vom Körperbau her. Das Mädchen ritt also Western. Ich hatte das noch nie versucht fand es aber von der Reitweise her recht interessant und spannend. Vielleicht würde ich irgendwann ja nochmal die Chance bekommen das zu versuchen. Lust hatte ich dazu jedenfalls auch wenn es etwas komplett anderes als Dressur war. Aber so ein bisschen Abwechslung musste ja sein und Abwechslung tat ja auch gut. Wahrscheinlich würde ich aber ersteinmal die komplett falschen Hilfen geben und wäre total überfordert mit allem da ja alles anders war als ich es gewohnt war und jahrelang gelernt hatte. Mein Vater hatte immer nur Augen für das Dressurreiten und maximal noch das Springen und alles andere ignorierte er einfach komplett. Ich war mir nicht sicher aber ich glaubte nicht, dass er sich jemals an Western, Vielseitigkeit oder Mehrgang oder so versucht hatte. Klar war z.b. Mehrgang mit Hannoveranern schwer aber auf ein Mehrgangpferd mehr oder weniger wäre es in unserem Stall nun wirklich nicht angekommen. Man hätte ja trotzdem seine reinrassige Hannoveranerzucht fortführen können aber naja, in solchen Punkten waren ich und mein Vater uns eben komplett uneinig.
Verfasst: Mi 22. Nov 2017, 22:45
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Anastasia Marie Equinoßa

Nach dem ich Abi ausgeladen hatte und die Hänger klappe geschlossen hatte führte ich den Schecken Über den Hof. Dabei viel mir ein Junger Mann auf der recht Planlos aussah. "hallo, kann ich dir irgendwie helfen?" fragte ich ihn dann und lächelte ihn freundlich an. Abi hielt auch ganz brav an wofür ihn ihn kurz über den Hals strich. Abi schien ein echt reifes Pferd zu sein. Er wartete anständig streckte dem Jungen mann nicht die Nase entgegen und tänzelte nicht aufgeregt umher. Für viele war dieses verhalten ihres Pferdes wahrscheinlich normal ich hatte halt sonst nur Fly mit der das ja alles unmöglich war. Ich merkte im selben Moment das Abraxis noch die Transportgamaschen trug. Egal, die könnte ich auch gleich in der Box abmachen ihn schien es nicht so wirklich zu stören also war das ja gar kein Problem. Mit Fly währe das hier zu einem Tanz geworden den sie ausführte denn die Schimmelstute konnte Transportgamaschen so gar nicht ab.

Hannah Mallava

Nach einem doch eher ansträngenden Schultag konnte ich mich nicht wirklich motivieren jetzt zu reiten. Jedoch musste ich heute noch zu ihm. Selbst wenn ich ihn nur ein bisschen Longieren würde. So schleppte ich meinen Unmotivierten Körper erst zum Schrank und schmiss eine braune Reithose lange Socken, ein Pullover und eine Jacke auf mein Bett. Kurz später hatte ich mich auch schon umgezogen und band mir meine Haare in einen Ordentlichen Zog zusammen. Nachdem ich mir ein paar Schuhe angezogen hatte verließ ich mein Zimmer auch wieder und lief in Richtung Stall. Dort angekommen hörte ich Ella schon aufgeregt gegen die Boxentür treten. "Ey muss das sein" meinte ich mit einem lachen während ich seine Box öffnete und ihm das Halfter anlegte. Ein paar Minuten später stand er auch schon am Putz platz.
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 21:00
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Leonardo-Milo de Luca

Mit ein paar knappen Worten drückte ich dem Mitarbeiter ein paar Zettel in die Hand, welche der ältere Mann zuerst genau studierte. Genervt und ungeduldig wartete ich darauf, dass er endlich fertig wurde, nickend antwortete und mir schließlich bedeutete, ihm zu folgen.
Ein paar Minuten später standen wir schließlich vor meinem Ziel: meinen beiden Pferden. Heute war der Tag, an dem ich meine Stelle an diesem Reitinternat in Deutschland antreten würde und natürlich kamen die beiden mit mir. Sowohl die Pferde als auch ich waren geflogen, eine so lange Autofahrt von Kalabrien in den Norden Deutschland würde ich mir und den beiden sicherlich nicht antun. Der Weg war viel zu weit, bedeutete zu viel verschwendete Zeit für mich und außerdem würde Fibonacci sicherlich durchdrehen. Der Hengst würde schon nach einigen Stunden den Anhänger komplett demolieren.
Grazie“, entgegnete ich bloß noch dem Mitarbeiter, ehe ich mir die Führstricke der beiden schnappte und sie nach draußen auf den Parkplatz führte, wo bereits ein nagelneuer, tiefschwarzer Maserati plus Anhänger wartete. Fiore trottete wie erwartet relativ ruhig neben mir her, die Stute warf bloß mit hocherhobenem Kopf neugierige Blicke um sich. Fibonacci allerdings sträubte sich gegen den Strick, blieb fast stehen, während er aufgeregt um sich blickte und sich ungefähr in alle Richtungen gleichzeitig drehen musste.
Abbastanza!“, meinte ich streng und ziemlich genervt und irgendwie schafften wir dann noch die wenigen Meter zum Hänger. Fiore band ich kurz an genau dafür vorgerichtete Stangen an - nicht, dass sie es nötig hätte, nur aus Rücksichtnahme auf eventuelle Vorschriften und die anderen Pferde - und Fibonacci bugsierte ich schonmal zum Hänger. Wiehernd riss er seinen Kopf hoch, aber auf ein paar scharfe Worte von mir nahm er ihn wieder runter. Zuerst stemmte er sich gegen meinen Drück auf den Führstrick, was nochmals einen Schwall gereizter, italienischer Worte zur Folge hatte, woraufhin der Hengst schließlich den Hänger betrat. Genervt verließ ich eben jenen wieder und brachte hinter dem Hengst die Sicherungsstange an, ehe ich zuerst mal erleichtert seufzte. Fibonacci konnte wirklich zuweilen sehr anstrengend sein und die neue Umgebung und das andere Klima waren für den Hengst Stress pur. Natürlich merkte man auch Fiore etwas Nervosität an, aber die gelassene und folgsame Stute blieb trotzdem ruhig und brav. Sie ging ohne weitere Probleme in den Hänger, sodass ich die Klappe schließen konnte und endlich hinter dem Steuer Platz nehmen konnte. Fix tippte ich die Adresse in das Navi ein. Die Adresse zum Gut Iyllenburg, vorerst wohl meinem neuen Zuhause und Arbeitsplatz. Meine Mutter war der Ansicht gewesen, Abstand von Italien wäre gut für mich und ich müsse internationale Erfahrungen sammeln, wenn ich tatsächlich weiterhin mit Pferden arbeiten wollte, was meinem Vater jedoch völlig widerstrebte. Ginge es nach ihm, würde ich längst studieren.
Während der Fahrt ließ ich das Fenster offen. Wow, Deutschland war doch schon eine ziemliche Ecke kälter als Italien... aber es hielt sich in Grenzen und vor allen Dingen hasste ich den Geruch neuer Autos über alles. Ich verstand die Menschen nicht, die ihn mochten, für mich stank es einfach total.
Irgendwann verkündete die nervige Navistimme schließlich, ich wäre in 200 Metern da. Ich bog ab auf eine große Einfahrt, wo schon „Gut Iyllenburg“ angeschrieben stand. Die Auffahrt schlängelte sich leicht den Berg hinauf, durch schön angelegte Grünanlagen und mündete schließlich in einem großen Vorplatz. Die großen, etwas älteren (zumindest von außen) Gebäude strahlten irgendwie etwas Schönes, Imposantes aus.
Ich griff schnell nach den weißen Infozetteln, welche ich achtlos auf den Beifahrersitz geschmissen hatte und stieg schließlich aus dem Auto aus. Da ich keine Ahnung hatte, was ich zuerst machen musste und wohin ich sollte, faltete ich die Zettel eben außeinander und überflog schnell die Informationen, die mir jedoch nicht allzu viel weiterhalfen, da einfach kein Plan darauf stand. Es sei denn, ich hätte den Zettel verloren... woran ich mich aber auch nicht erinnern konnte. Na, sonderlich gut fing das ja schonmal nicht an...

Amalia Joy Eaton

Das letzte Schuljahr. Endlich. Und noch besser, ich hatte alle Arbeiten, die mir für diese Woche bekannt waren, gerade mit Mathe abgeschlossen. So warf ich den Stift achtlos in das kleine, lederne Federmäppchen und klappte Bücher und Ordner zu, sodass sie gleich im Schrank verschwinden konnten.
Ich war keine Streberin, das nicht. Natürlich konnte ich nicht bestreiten, dass meine Noten in aller Regel ziemlich tadellos waren, allerdings lag das bestimmt nicht an übermäßig viel Arbeit und Ehrgeiz. Da ich, vor allem in Frankreich, nie wirklich viele Freunde gehabt hatte, hatte ich mir teilweise durch Bücher ein recht breites Allgemeinwissen angeeignet und, bedingt durch meine gute Auffassungsgabe, konnte ich mir Unterrichtsinhalte problemlos merken. Mehrere Sprachen zu sprechen war auch ziemlich hilfreich, so konnte man sich des Öfteren etwas herleiten. Es war also eher ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, welche dafür sorgten, dass ich nie extrem viel lernen musste. So blieben mir immerhin genug Zeit für Freunde, Sheila und Étoile, und natürlich das Training, was mir alles sowieso wichtiger war als die Schule. Ich würde eh etwas mit Pferden machen und somit nach meinem Abi eine Ausbildung - am liebsten natürlich auf dem Gut. Dafür brauchte ich das Abitur nicht mal, aber mein Vater bestand darauf. Und da er nicht gerade der umgänglichste war, zumindest was mich anbelangte, und er außerdem nie mit mir diskutieren konnte, da er ja keine Zeit für mich hatte, beugte ich mich dem eben. Außerdem fand ich es nicht schlimm, eher sogar ganz gut. Ich hasste die Schule schließlich nicht und „was man hat, hat man“, wie die Deutschen zu sagen pflegen.
Kurzerhand beschloss ich, noch einen kurzen Abstecher in die Mensa zu machen. Bevor ich ging, schnappte ich mir noch schnell ein Buch und verließ dann den Raum. Die Mensa war wie leergefegt. Gut, Abendessen war vorbei und ein beliebter Aufenthaltsraum war die Mensa eben auch nicht. Apropos Aufenthaltsraum... den betrat ich auch nicht allzu häufig. Schulterzuckend holte ich mir einen Apfel und machte mich so ausgestattet auf den Weg zu besagtem Raum. Doch dort angekommen, musste ich feststellen, dass sich auch hier nicht allzu viele aufhielten. Ich entdeckte bloß eine Brünette, welche offensichtlich zeichnete. Auf sie hielt ich einfach spontan mal zu und warf einen Blick auf die Skizze auf dem Tisch. „Wow, das sieht ziemlich gut aus“, meinte ich sogleich begeistert. Ich konnte sowas von überhaupt nicht zeichnen, war eher musikalisch veranlagt. Aber das Pferd sah ziemlich gut und vor allem realitätsgetreu aus. Wenn ich sowas versuchte, kam eher eine verkrüppelte Kartoffel mit Beinen und Kopf heraus...
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 18:45
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Riley Evelyn Carter

Laut gab er mir mit mehreren knackenden Knochen zu verstehen, dass er nun wieder eingerenkt war. Ich hob meine Hände in Richtung meines Kopfes. Meine Augen brannten wie Feuer und mein Kopf dröhnte. Ich rubbelte mir kräftig über das Gesicht, während ich Can schon leicht in die Seite druckste, woraufhin sich der launische Hengst in Bewegung saß. Es brauchte einen kurzen Augenblick, bis ich mich wieder seinen Takt anpasste. Mit der einen Hand hielt ich die Zügel wieder in der Hand, mit der anderen schob ich mir zumindest einen kleinen Teil meiner Haare auf meinen Kopf, auf dem sie hinab fielen und mir nun wieder zottelig im Gesicht lagen. Ich blies sie kurzzeitig in die Höhe und sah nun wieder auf die Bahn vor uns. Doch plötzlich hörte ich ein immer näher kommendes Pferd hinter mir. Etwas zu ruckartig drehte ich mich auf dem Sattel um und musste mich am Cantle festhalten, ehe ich mich dann nach hinten umsah. Ein Mann, welcher mit einem schwarzen Pferd auf mich zu kam, schien auch mich gesehen zu haben. Einen Grund mir näher zu kommen, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mit einem klacken meiner Zunge blieb Can stehen und zerrte sogleich an den Zügeln, welche ich unbewusst etwas kürzer genommen hatte, um sich selbst strecken zu können. Ich versuchte den Worten des jungen Mannes zuzuhören, doch durch die Ferne und das Dröhnen in meinem Kopf, welches sich doch schnell wieder legte, konnte ich sie erst nicht entziffern."Hey, warte mal. Du hast da was verloren." Ich ertappte mich selbst dabei, wie ich unauffällig seine Mundbewegung nach ahmte, um mir den Sinn seiner Worte wirklich sicher zu sein."Was?" antwortete ich ihm, verbesserte mich jedoch sofort, da ich ihn ja verstanden hatte."Ich..ähh..Danke.äh..Was hab ich denn verloren?" Stotterte ich mir zurecht und knifflig meine Augen zu Schlitzen zusammen, um ihn auf die Entfernung, welche zwar immer kleiner würde, auch erkennen zu können.
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 17:52
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Anastasia Marie Equinoßa

Der Halloween ritt war nun bereits vorbei und der ach so ansträngende Alltag hatte schon wieder begonnen. Doch die letzten Tage war ich doch recht aufgeregt gewesen. Ich hatte mir ein neues Pferd gekauft. Glücklicherweise hatte ich heute weniger Unterricht als die letzten Tage und konnte mich gleich auf den Weg machen Abraxis abzuholen. Ich rannte schon fast in die Wg hinein und achtete nicht einmal darauf ob irgendwer da war, in meinem Zimmer zog ich mir dann Reitklamotten an. Danach packte ich alle wichtigen Sachen ein und zog mir dann Turnschuhe an. Nach einem kurzen Spiegel und Zeit check machte ich mich dann auf den Weg zu meinem Auto.
Zwei Stunden später
Mittlerweile war ich auf dem Rückweg zum Internat, glücklicherweise verhielt sich der Schecke im Anhänger sehr ruhig. Ihn hätte ich vor ein paar tagen beim Halloween ritt gebraucht. Denn was ich bisher von ihm gesehen hatte war ausschließlich Positiv. Auf dem Parkplatz angekommen stieg ich aus und öffnete erst meinen Kofferraum um eine Möhre für Abi zu holen.
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 16:24
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Luke Hunter

Ich ritt entspannt auf den einsamen Weg und genoss diese Ruhe. Es war selten, dass ich ausreiten ging und es war verdammt entspannend, wie ich jetzt wieder feststellen musste. Ich sollte das viel öfter tun. Meine Gedanken schweiften ab und Little schritt mit großen Schritten über den Weg während ich über alles mögliche nachdachte. Meine Gedanken waren, wie immer sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, wie immer und ich ließ meinen Gedanken einfach ihren Lauf und genoss es regelrecht so alleine zu reiten und nachzudenken. Einige Blätter fielen herab als ein kleiner Windstoß aufkam. Es wurde so langsam Winter und das war schön so. Ich mochte den Herbst und auch den Winter wobei es eigentlich recht kalt war, aber das machte mir kaum etwas aus. Das einzige was mir wirklich störte war, dass es sehr früh dunkel wurde und man neben Lernen und Ausbildung noch irgendwie Zeit finden musste seine Pferde zu bewegen, wenn man nicht unbedingt in der Halle reiten wollte. Ich ritt um eine Ecke und sah, neben ihrem Pferd zur nächsten Ecke lief. Ich sah ihr kurz zu und bemerkte dann, dass etwas auf dem Boden lag. Ich sah nicht genau was es war, aber es konnte nur ein Schlüssel oder Schmuckstück gewesen sein so wie es von hier aus aussah. Ich ritt zu dem glänzenden Punkt der auf dem Boden lag und sah hinunter. Wie vermutet war es tatsächlich ein Schlüssel. Zum Glück war mir so etwas nie passiert, dafür war ich echt dankbar. Das einzige was ich oft verloren hatte war einmal meine Busfahrkarte aber die konnte man ja zum Glück nachkaufen von daher war das kein Problem. Wenn man einen Schlüssel verlor sah das hingegen schon ganz anders aus. Da musste man das komplette Schloss ersetzen und wenn man sich damit nicht genug beeilte konnte einfach irgendwer in die Wohnung wenn man wusste zu welcher Tür der Schlüssel gehörte. Noch dazu war es ein relativ großes Problem wenn man keinen Ersatzschlüssel hatte. Immerhin kam man dann nicht einmal mehr in seine Wohnung hinein und das war schon eher suboptimal. Ich blickte das Mädchen vor mir an. Sie war zu weit weg, als dass ich nach ihr rufen konnte, dass hätte sie sicherlich nicht gehört. Ich hielt also Hope an und hob den Schlüssel vom Boden auf. Dann steckte ich ihn in die Jackentasche und verschloss diese so dass er nicht erneut heraus fallen konnte. Dann stieg ich wieder auf Little auf und trabte sie an um das Mädchen einzuholen und ihr den Schlüssel zurück zu geben. Als ich etwas näher gekommen war rief ich dem Mädchen zu "Hey, warte mal." Sie schien mich nicht zu hören und so legte ich meine Beine noch etwas fester an das den Bauch des Pferdes, so dass die Stute schneller trabte. Das Mädchen hielt an, um wieder auf ihr aufzusteigen und ich war schließlich endlich knapp hinter ihr. "Hey, warte mal. Du hast da was verloren." sagte ich erneut relativ laut, so dass sie es hören würde.
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 15:47
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Riley Evelyn Carter

Kurz hatte ich mich noch einmal umgesehen, doch abgesehen von der langen Strecke war hier keine Menschenseele außer mir. Langsam ließ ich meinen Rücken auf dem Sattel nieder. Meinen Kopf ließ ich einfach auf den Hintern von Zorro fallen. Kurz über Schweifrübe lag er nun. Ich genoss es einfach mal, so alleine und für sich. Die kleinen Schmerzen an meiner Wirbelsäule, welche nun mal kommen, wenn man sich volle Pulle mit den Rücken auf den Sattel legt, blendete ich aus und starrte in den Himmel über mir. Zorro würde einfach weiter gehen, da war ich mir sicher. Ich befestigte die Zügel etwas am Horn, doch sie waren trotzdem noch lang genug, dass Zorro ruhig seinen Hals ausstrecken konnte. Ich ließ von ihnen ab und legte meine Arme zusammengefaltet auf meinen Bauch. Mit leiser, zarghafter Stimme schloss ich meine Augen leicht und passte mich nun vollkommen dem andauernden Takt an."Birds flying high.. You know how I feel. Sun in the sky.. You know how I feel. Breeze drifting on by.. You know how I feel.." Kurz verschmolz ich mit dem Augenblick. Alles war still, jeder Herzschlag und Atemzug war zu hören. Doch auf einmal schien alles zusammen zubrechen. Im Bruchteil einer Sekunde öffneten sich meine Augen automatisch, denn der angenehme Takt, welchem ich nachgegangen war, stoppte ruckartig. Ich konnte spüren, wie mich eine kraftvolle Bewegung aus dem Sattel schoss. Ich sah wie vorher den Himmel. Es schien, als wäre ich auf direktestem Weg, die Wolken anfassen zu können. Alles kam mir wie in Zeitlupe vor. Ich flog durch die Lüfte, und knallte knapp neben Can auf festem Boden wieder auf. Direkt wieder auf mein Steißbein. Ich sah schwarz vor Verwirrung und konnte kurz nichts anderes als mein Schädel Dröhnen verstehen. Ich keuchte schmerzerfüllt auf. Die eine Hand schoss an die Stirn, die andere an den Rücken. Ich verzog mein Gesicht und blinzelte wild, um wieder etwas erkennen zu können. Der schwarze Schleier schien sich so langsam wieder zu legen, weswegen ich es auch schaffte, mich mithilfe der Zügel, welche neben mir baumelten, hochzuziehen. Ich dachte an nichts und selbst der Schmerz an meinem Rücken, welcher sowieso nur vom Schock kam, legte sich, als ich halbwegs ernst wieder neben Can stand. Er schien sich zu freuen das ich ihm wieder Aufmerksamkeit schenkte. Mit arrogantem Ausdruck in den Augen, welchen ich einfach abgrundtief hasste, sah er mich an. Wenn er sprechen könnte, hätte er mich jetzt zu 100% ausgelacht. Ich hätte drauf werfen können. Ich verfinsterte mich schlagartig und sah ihn so scharf durch meine nun zerzausten, blauen Haare an, dass ich ihm am liebsten eine geschallert hätte. Doch er wollte nur, dass ich mich aufrege, weswegen ich mich von ihm anwandte und mich wieder umsah. Wir standen am Ende einer Kurve."Habe ich eine halbe Runde lang geschlafen?" Fassungslos kratzte ich meinen Kopf und sah verwirrt die Strecke entlang, die Can wohl alleine bestritten hatte. Doch mehr als eine Augenbraue hochzuziehen fiel mir darauf auch nicht ein. Ich stämmte mich wie ein Gollum den Sattel hoch und versuchte meinen Rücken noch etwas weiter wieder einzurenken.
Verfasst: Di 21. Nov 2017, 01:12
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Luke Hunter

Hope schritt mit ihren schönen, großen Schritten über den Platz und streckte ihren Kopf nach unten. Der Halloweenausritt hatte sich dem Ende geneigt und so ging jeder wieder seinem Alltag nach. Wobei ich nach diesem Ausritt beschlossen hatte, wieder öfter ins Gelände zu gehen. Aber jetzt war erst einmal das Training an der Reihe. Die nächsten Wochenenden waren wieder Turnierwochenenden, so dass ich jetzt fleißig trainieren musste. Für heute war mein Plan die Kür zu wiederholen und zu verfeinern, die ich am nächsten Wochenende vorstellen würde. Falls Lektionen gar nicht klappten würde ich die noch einmal einzeln angehen, aber ich rechnete damit dass es im Großen und Ganzen schon recht ordentlich war. Wenn ich damit fertig war, würde ich mit der kleinen Stute noch eine kleine Runde ins Gelände gehen. Es war einer der letzten schönen Herbsttage und die musste ich wenigstens vor dem Winter noch ein wenig nutzen, um mein Vorhaben, dass ich mehr ausritt, nicht direkt am Anfang zu vergessen. Und wenn ich damit fertig war, würde ich mich meinem Lernzeug widmen. Das machte sich ja leider auch nicht von alleine und die Ausbildung war zwar schon im 2. Jahr aber das machte die Sache nicht gerade einfacher. Der einzige Vorteil den ich hatte, waren die Vorkenntnisse, die ich zum Glück schon mitbrachte. Viele Dinge wusste ich und musste sie einfach nur noch einmal wiederholen, ohne sie wirklich lernen zu müssen, was die Sache wesentlich einfacher machte.
Hope riss mich mit ihrem Schnauben aus den Gedanken, so dass ich die kleine Stute am Hals tätschelte und sie dann in einem ruhigen Trab ihre Runden zog. Smokey lag brav am Rand und döste, während ich meine Zügel ein wenig mehr aufnahm und erst einmal mit einigen einfacheren Lektionen begann. Nachdem die Stute ordentlich warm geritten war begann ich meine Kür zu reiten, was an manchen Stellen tatsächlich schon sehr gut funktionierte, aber an anderen Stellen gab es Dinge, mit denen ich nicht ganz so zufrieden war und die unbedingt nocheinmal verbessert werden mussten. Ich arbeitete also vereinzelt an diesen Dingen bevor ich der Stute erst einmal eine kleine Schrittpause gönnte. Schließlich konnte ich keine halbe Stunde am Stück die anstrengendsten Lektionen von ihr verlangen. Ich wollte das alles schön aufeinander aufbauen und lieber öfter statt anstrengender zu trainieren. Das brachte meiner Meinung nach gar nichts und zum Glück kannte ich auch niemanden der seine Pferde so auf Turniere vorbereitete. Was ich machte war, an den schwierigen Lektionen oft aber nicht lange zu arbeiten, alles andere war meiner Meinung nach sinnlos und soweit ich das beurteilen konnte hatte diese Methode durchaus eine sehr hohe Erfolgsrate. Hope sollte zwar gut vorbereitet sein für die Turniere, aber es gab Dinge die deutlich darüber standen. Ihre und meine Gesundheit zum Beispiel. Dass es ihr gut ging war sowieso die oberste Priorität, und daran konnte man auch nichts ändern. Nachdem sich die Stute für ein paar Minuten entspannt hatte begann ich wieder einige schwierigere Lektionen zu reiten, bis diese mehr oder weniger gut klappten und ließ sie dann die Zügel aus der Hand kauen. Das genügte für heute ersteinmal. Diese Dinge würde ich dann morgen weiter trainieren und bis zum Turnier war es ja auch noch ein wenig Zeit. Für jemanden der sich kaum mit dem Profisport auskannte sah das vermutlich sowieso alles gleich aus aber wenn man Erfahrung hatte, dann erkannte man deutliche Unterschiede, die am Anfang noch sehr unscheinbar schienen. Aber genau auf diese Unterschiede achteten eben die Richter und somit kam man nicht darum herum sich auch in den kleinsten Kleinigkeiten zu bessern und ein kleiner Perfektionist zu werden, bis alles perfekt aussah und klappte. Vielleicht war ich in diesen Wahn auch schon mit hinein gerutscht? Keine Ahnung.
Ich hörte auf mir Gedanken zu machen und ritt aus dem Viereck. Im hinausgehen sagte ich nur kurz "Smokey, komm." und lächelte den kleinen Husky an der wenige Augenblicke freundlich wedelnd neben meinem Pferd herlief. Ich ließ die Zügel lang und ritt in Richtung Koppeln, auf die Strecke die durch den Wald führte und dann an der Rennbahn zurück wieder zum Hof. Diese Runde war wirklich nicht lang und dauerte nur knapp 15 Minuten, so dass sie perfekt zum Abreiten war und auch gerne von den Rennreitern genutzt wurde. Die Anzahl an Jockeys hielt sich hier allerdings in Grenzen, so dass die Strecke nicht allzu oft in Benutzung war.
Verfasst: Mo 20. Nov 2017, 23:37
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg  Mit Zitat antworten
Sky Black

Mehr als belustigt nahm ich wahr wie Dean mich erst überrascht anblickte, in der nächsten Sekunde sichtlich zufrieden schien und sich selbst etwas zu Essen aus dem Korb klaubte. "Ah, eine Frau mit Stil und Geschmack". Meine Augenbrauen zogen sich kurz zusammen ehe ich kicherte. „Danke für das Kompliment, geb ich gerne zurück“, antwortete ich nachdem das Kichern verebbt war und ich einen erfrischenden Schluck des Bieres genommen hatte. Nochmals wiederholte er seine Aussage und warf dann das andere Essen das ich dankend abgelehnt hatte leicht angewidert wie einen Basketball zielsicher in den Korb den er sogleich verschloss. So blieb er auch wie unsere Teller unberührt. Er prostete mir grinsend zu, also tat ich es ihm gleich während ich ihn weiter beobachtete und musste zugeben das er wirklich gut aussah - vor allem wenn er grinste und seinen grünen Augen vor Freude aufleuchteten. Ich fasste schneller zu ihm Vertrauen als ich es wollte.

"Sag mal, wie bist du zu Third und zum Gut gekommen?". Seine nächste Frage jedoch traf mich dann doch unerwartet und ich legte nach einem weiteren Bissen das Sandwich aus der Hand an welchem ich mich gerade fast verschluckt hatte. Mein Blick richtete sich auf ihn und ich neigte den Kopf leicht zur Seite. Dean‘s Blick verriet das er die Frage aus reiner Interesse gestellt hatte, doch nahm ich sie im ersten Moment tatsächlich und unnötiger Weise als Angriff an. „Third und ich haben wohl durch das Schicksal odersowas zusammen gefunden. Meine Großeltern haben ein Gestüt auf dem ich beinahe jeden Tag verbracht hab, und irgendwann war er auch da“, ich deutete auf den Hengst der seine Ohren immer wieder in meine Richtung zeigen ließ. „Ein kleines Fohlen das kaum laufen konnte und einen Freund brauchte, und da ich meinen besten Freund erst verloren hatte und Third seine Mutter übernahmen wir je die Rolle des anderen. Aber ganz so einfach war es doch nicht, der Stallbursche hat ihn geschlagen - bis wir es herausgefunden haben. Seitdem lässt er sich von keiner Menschenseele mehr anfassen, kämpft darum das man ihm sich nicht nähert, er würde alles dafür tun seine Privatsphäre zu behalten“, bei dem Wort Privatsphäre malte ich zwei Gänsefüßchen in die Luft um es zu unterstreichen. „Inzwischen darf ich ihn zwar anfassen und ich glaube in gewisser Weise traut er mir sogar aber naja, das ist leider nicht immer so. Selbst mich schubst er von sich“, ich hob die Bierflasche mit einem Blick zu Dean an meine Mund und nahm einen kräftigen Schluck, fixierte ihn weiterhin als das Gefäß auf dem Boden stand. „Aber ich würde ihn nie eintauschen, selbst wenn er mich irgendwann hassen sollte und mich gar nicht mehr an sich ranlässt. Außer ihm hab ich niemanden“, kurz flog mein Blick zu dem dunkelbraunen der mich anblickte so als hätte er die Bedeutung meiner Worte verstanden, ehe er weitergraste und meine Augen zurück zu Dean gingen. „Und das Gut nutze ich als Gelegenheit für einen Ortswechsel und um mal was anderes zu arbeiten. Wie sieht es bei dir aus?“, ich nutzte die Gelegenheit des schnellen Themenwechsels da ich mehr gesagt hatte als ich wollte und biss in mein Sandwich um deutlich zu machen das ich nichts mehr sagen würde.
Verfasst: Mo 20. Nov 2017, 21:39


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