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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Di 27. Jun 2017, 18:34
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Name, WR-ID:Lady und Ich, 309450
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Mein Rücken schmerzt. Ich spüre scherzhafte Borsten über meine Haut streifen. Sie sind hart und ungemütlich und fühlen sich nicht gut an. Ich schnappe nach hinten, nur aus Reflex, da es so weh tut, und schon bekomme ich einen festen Schlag auf die Nase. Ich schlage mit dem Schweif, und schon werde ich angeschrien. Das verstehe ich nicht, es tut doch so weh!
Dann bekomme ich eine kurze Pause. Die Schmerzen lassen nach und ich kann mich entspannen. Doch dann kommt der Sattel. Ich reiße den Kopf hoch, bevor der Sattel überhaupt auf mir liegt, da ich weiß, dass es extrem wehtun wird. Doch schon wird mir sehr stark am Strick gerissen. Und zack, der Sattel liegt oben. Wieder reiße ich den Kopf hoch, aber diesmal bekomme ich einen Schlag auf die Schulter. Der Sattel wird festgezurrt und ich spüre meinen Rücken nicht mehr. Deshalb kann ich mich kurz entspannen, aber das ist nicht von langer Dauer, da meine Reiterin aufsteigt. Vor Schmerzen mache ich einen Satz nach vorne, diesmal bekomme ich einen Schnalzenden Schlag mit der Gerte.
Ich werde nicht aufgewärmt und muss sofort losrennen. Plötzlich höre ich auch schon Anweisungen von einer Frau neben mir. Abspielen sagt sie. Ich habe keine Ahnung was das sein soll, aber schon spüre ich es. Meine Zügel werden nacheinander angezogen: Links Rechts, Links Rechts. Ich hebe meinen Kopf so weit es geht und merke, wie die Schmerzen besser werden. Aber das ist anscheinend falsch und ich bekomme einen Schlag mit der Gerte. Ich senke meinen Kopf und bekomme einen schmerzhaften Stich im Rücken. Ich buckle aus Reflex und schmeiße meine Reiterin ab, da mein Rücken so weh tut...
Könnte ich meiner Reiterin nur sagen, wie sehr mein Rücken schmerzt...

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen):287 Wörter

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Einsendungstext:
Verfasst: Di 27. Jun 2017, 22:14
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WR: Anni Tanni(ID: 343780)
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Zuletzt geändert von Anni Tanni am Mi 5. Jul 2017, 23:00, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Mi 28. Jun 2017, 19:40
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Name, WR-ID: SaKii, 346291
Einsendungstext: Die komischen Tiere in der Dunkelheit

Es ist Abend geworden. Im Himmel sah man die Sterne und den Mond hell aufleuchten.
Es war Zeit zu jagen, Zeit meine Künste unter Beweis zu stellen, Zeit besser zu werden als die anderen Wölfe im Rudel. Es ist Gefährlich alleine zu jagen. Meine Mutter hat mir das als ich noch eine kleine Wölfin wahr. Nur, im alter lernt man auch Regeln irgendwann zu brechen, selbst wenn dein Platz im Rudel gefährdet ist.
Ich schlich mich aus der Höhle, es war kalt, und der Wind stürmte stark.
Mir konnte die Kälte nichts anhaben, mein Fell leuchtete ein schwarz-bläulichen Schimmer aus, weshalb meine Mutter mir den Namen Blue gab. Ja, der Name ist speziell und irgendwie nicht für einen Wolf geeignet. Aber es ist nunmal mein Name und irgendwie bin ich auch stolz drauf.
Ich schlich mich durch die Wälder, ganz leise, damit mich kein Reh hören konnte.
Mit langsamen, aber doch schnelleren Schritten streifte ich durch die Wälder. Der Wind lässt die Blätter zu Boden gleiten und langsam merkte ich, das der Winter wieder da war.
Ich erblickte ein Reh, es war ungefähr 100m von mir entfernt und in der dunkelheit erkannte man mich nicht, was ein Vorteil für mich war.
Ich schlich mich langsam an dem Reh. Eine Pfote, nach der anderen. Kopf geduckt und den Rücken lang gemacht.
Meine eisblauen Augen fixierten das Reh und in meinen Gedanken, zählte ich jeden Meter den ich dem Reh nah war.
" 90 Meter.. 80 Meter.. 70 Meter..". Mein Ziel war es, dass Reh umzulegen. Schrecklicher Ausdruck, aber es war mein Ziel. Es wan noch 50 Meter als ich ein anderen Geruch warnahm. Es roch anders, als die anderen Tiere.
"BAAAM!!!", machte es nur und ich hielt inne. Ich duckte mich un war wie versteinert. Das Reh, was 50 Meter vor mir entfern war lag da, regungslos. "Es wäre eigentlich meine Chance mir das Reh zu schnappen und mit Nachhause zu nehmen", dachte ich mir. Als ich eine Pfote langsam hob, kam mir dieser Geruch entgegen, es waren mehrere, das konnte ich riechen. Und da sah ich diese komischen Tiere in der Dunkelheit. Sie waren groß, größer als ich und konnten auf den Hinterpfoten laufen. Sie sahen wirklich komisch aus und rochen unangenehm. Also schmecken würden sie definitiv nicht! Das war sicher. Dennoch es ärgerte mich, dass diese Tiere mir mein Reh geschnappt haben! Ich wurde langsam wütend und meine Nackenhaare stellten sich auf. "Nein, sowas kannst du nicht auf dich sitzen lassen!", dachte ich mir.
Die Tiere waren 50 Meter von mir entfernt. Ich müsste sie nur verscheuchen und mein Reh schnappen. Das war mein Plan!
Ich ging mit langsamen schritten auf die komischen Tiere auf den Hinterbeinen zu. Ich riss meine Oberlippe nach oben und Fletschte die Zähne. Fing dabei an so Furchteregend und einschüchternd zu klingen wie nie zuvor.
Die zwei Tiere hielten inne. Sie drehten sich nach hinten, nach rechts. Die vereinzelten Büsche waren meine perfekte Tarnung, somit sie mich, wenn sie nach rechts geschaut hätten mich nicht sehen konnten.
Nichtmal 30 Meter war ich mehr von denen entfernt.
Dann; "BAAAAM!!", wieder so ein knall und ich erschrack. Mist! Das Gebüsch war nah an sieh und hörten es im Gebüsch rascheln. "Oh nein, was mache ich jetzt..", dachte ich. In meinen Gedanken versunken, hörte ich diesen knall nicht. Und aufeinmal, brannte meine linke Schulter. Ich konnte nicht mehr stehen und viel um. Als ich meine Augen wieder aufmachte, saß ich in einem Metall Ding und vor mir diese komischen Tiere. "Was mache ich nur hier?!", dachte ich mir. Ich war wütend und verzweifelt. Ich fletschte meine Zähne und knurrte diese Hinterbeinen Tiere an. Doch es kümmert den nicht, sie lachten nur. "Wo zum Teufel war ich?!"...


Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 564

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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Mi 28. Jun 2017, 20:45
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WR: Lacoste(ID: 348068)
Name, WR-ID: Lacoste, 348068
Einsendungstext:
Kommst du wieder?

Voller Energie stand ich an der Haustür und machte mein Herrchen auf mich aufmerksam, indem ich unruhig umher lief und winzelte. Ich hatte starken Bewegungsdrang und außerdem wollte ich mit meinem Herrchen spielen. Doch dieser hatte seit mehreren Tagen viel Stress, sodass ich einfach nur noch Nebensache war. Endlich kam er angelaufen, doch er schaute nachdenklich aus. Hatte ich denn etwas getan? Er packte mich grob am Halsband und verfrachtete mich ins Auto.
Als wir auf einer großen Wiese ankamen, öffnete mein Herrchen den Kofferraum und ich preschte sofort wild los. Man tat das mal wieder gut! Plötzlich pfiff mein Mensch und hielt einen Stock hoch, weshalb ich schnell zu ihm trabte. Doch als ich ankam, sah ich das er traurig war. Ich wollte ihn trösten, doch er warf einfach den Stock einen steilen Hang hinunter. Natürlich rannte ich ihm sofort nach und hatte Müh wieder hoch zu kommen. Dies ging die ganze Zeit so, bis ich voller Erschöpfung unten stand und nicht mehr hoch kam. Ich blickte hoch zu meinem Menschen, doch er stand da nicht mehr. Völlig verwirrt bellte ich nach ihm, nur anstatt ihn zu sehen, hörte ich wie das Auto anging. Panik erfasste mich und ich kämpfte mich den Hang mit letzter Kraft hoch. Oben angekommen, sah ich das Auto schon gar nicht mehr. Mein Herz pochte wild und ich stand wie gelähmt da. Zeit verstrich und ich setzte mich an den Fleck wo das Auto stand. Ich wartete. Auf dich mein geliebtes Herrchen. Immer wieder fragte ich mich: "Kommst du wieder?"


Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 256

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Lass doch was da..:3


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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Do 29. Jun 2017, 22:27
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WR: Lila2014(ID: 253201)
Name, WR-ID:Lila2014, 253201
Einsendungstext: Hier deinen Text einfügen (mit oder ohne Überschrift)
Der goldene Käfig

Meine Box und die Stallgasse davor waren hell erleuchtet vom Tageslicht, das durch ein großes Fenster hereinfiel. Es duftete nach dem Heu, das in dem Heunetz vor meiner Nase hing und nach der gemütlichen Einstreu in den Boxen. Die Pflegerin kam und holte mich aus der Box, putzte mich vorsichtig und sanft, aber gründlich. Ein schönes Leben, würden viele vielleicht sagen, doch nein, das ist es nicht. Ganz sicher nicht. 20 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche nichts anderes als die saubere Gitterstäbe vor meiner Nase oder den Putzplatz des Hofes vor meinem Fenster zu sehen, ist sicher kein schönes Leben. Am Tag für eine Stunde zum Training herausgeholt zu werden, dort Höchstleistungen liefern zu müssen, obwohl es einem in den Beinen und Muskeln juckte einfach nur zu rennen, ist kein schönes Leben. Eine Stunde am Tag draußen am Strick grasen zu dürfen ist da noch das Highlight meines Tagesablaufs. Kein Kontakt zu Artgenossen ist kein schönes Leben. Zu gefährlich, das sagen die Menschen. Es ist also zu gefährlich, mir ein halbwegs artgerechtes Leben zu bieten? Mir das zu gönnen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte? Ja, anscheinend in den Augen der Menschen. Es ist also nicht zu gefährlich, mich immer einzusperren und nur zum Training und für Turniere herauszuholen und immer Höchstleistungen zu fordern, die ich nicht bringen will? Früher oder später ein verbrauchtes Tier zu haben, das für nichts weiter tauglich ist, als den Schlachter oder das Gnadenbrot, das fast niemand bekommt? Wohl nicht, in den Augen der Menschen. Versteht ihr es nicht? Wollt ihr es nicht verstehen? Ich will frei sein. Ich will freiwillig leisten dürfen. Ich will kein ach so tolles Futter. Mir reicht eine schöne Koppel mit Freunden. Aber das ist ja wohl zu viel verlangt. Das einfachste ist den Menschen zu teuer, während das teuerste mir nichts bringt. Ich bin in einem goldenem Käfig und aus diesem werde ich wohl auch bis zu meinem Tod nicht mehr entkommen.

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 324

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Hier geht´s zu meinem Deckthread: viewtopic.php?f=12&t=68152


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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: So 2. Jul 2017, 18:50
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WR: Zar Peter(ID: 321621)
Name, WR-ID: Zar Peter - 321621
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Ein fast verkorkster Tag

Wie ich doch den Sommer hasse. Da brennt einem die Sonne aufs Gefieder, und an Schlafen ist gar nicht zu denken. Diesem Umstand verdanke ich ein übles Malheur, das ganz schön hätte ins Auge gehen können.
Eine Woche ist es jetzt her. Es war heiß, ich kam die ganze Nacht nicht zum Schlafen, und als ob das nicht reichte, nervten mich auch noch die gackernden Hennen, die einfach nicht den Schnabel halten konnten. Es ist manchmal richtig übel, ein Hahn zu sein!
Lange Rede, kurzer Sinn: Es kam, wie es kommen mußte. Der Vortag war so heiß, daß ich, begleitet von dem Gegacker der Hennen, erst weit nach Mitternacht endlich etwas Schlaf fand. Prompt verpennte ich am nächsten Tag und sah mein Schicksal schon besiegelt. „Wenn dieses verdammte Federvieh uns morgen wieder nicht weckt, werde ich es zum Grillhähnchen verarbeiten!“ hatte Bauer Müller noch einen Tag vorher lauthals geflucht.
Ein Blick auf die Sonnenuhr geworfen … Oh Mist! Schon so spät! Panisch huschte mein Blick über den Bauernhof, und ich wagte nicht zu atmen. Sehr zu meiner Erleichterung schlief Hugo, der Hofhund noch, und auch im Hause war es offenbar noch still.
Ich faßte neuen Mut, eilte auf meinen dünnen Beinen vom Misthaufen weg, sortierte unterwegs grob mein Gefieder … und bemerkte, daß Bauer Müller seine Trittleiter draußen vor dem geöffneten Fenster seines Schlafzimmers stehen lassen hatte. Diese Chance mußte ich nutzen. Frohen Mutes erklomm ich selbige und tat meinen Job. Von der Fensterbank aus erklang kurz darauf mein schönstes KIKERIKIIII!
Zwar saßen Bauer Müller und seine Frau Sekundenbruchteile später kerzengerade in ihren Betten, aber hey! Ich hab getan, was ich tun sollte.
DAS ist gerade noch einmal gut gegangen. Puuuh!!


Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 286 Wörter

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Profi-Bereiter - Spezialisierung: Rennen und Distanz
KEIN Beritt in Dressur!!


Ab 10. Dezember 2017 Berittannahmestop!!


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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Mi 5. Jul 2017, 08:01
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Name, WR-ID: warrior horse - 210757
Einsendungstext:

Leise schlich ich mich an meine Beute ran. Mein Schwanz war knapp über dem Waldboden, meine Hinterbeine angespannt für den Sprung.
Die Maus knabberte an einem Samen, ahnte nichts, hatte mir den Rücken zugedreht. Ich machte mich bereit, begab mich in die richtige Stellung und sprang. Um ein Haar verfehlte ich die Maus. Das kleine Tier floh in Richtung eines Busches. Ich rannte ihm hinterher. Der verführerische Geruch stieg in meine Nase. Kurz bevor ich die Maus erwischte schlüpfte sie in ein Loch.
Verärgert setzte ich mich hin und fing an mich zu putzen.
In diesem Moment hörte ich ein Rascheln. Sofort stand ich auf und lauschte. Es war von links gekommen. Vorsichtig drehte ich mich in diese Richtung. „Miau!“ Ein schwarzes Fellknäul sprang hervor und schleuderte mich zu Boden. Mit eingezogenen Krallen wehrte ich mich gegen den Angreifer, seinen Geruch hatte ich sofort erkannt.
Wir rollten uns noch im Laub herum bis die ganze Beute in der näheren Umgebung wusste, dass wir da waren. Danach setzten wir uns auf und glätteten unser Fell. „Wie geht’s dir Abraxas?“ „Gut und dir?“ „Auch gut. Meine Menschen haben mir schon wieder so ein komisches Halsband gekauft. Bin es aber wieder losgeworden. Das Ding vertreibt immer die Beute mit den Geräuschen.“ „Ich versteh dich. Meine haben es zum Glück aufgegeben.“ Ich grinste meinen Bruder an. In der Ferne hörte ich Menschen rufen. „Ich muss los. Bis bald.“ „Bis bald.“ Mein Bruder trabte davon. Er war ein tadelloser Hauskater. Ich selbst blieb noch eine Weile im Wald sitzen.
Erst als die Sonne kurz vorm Untergehen war lief ich selbst nach Hause. Dort angekommen maunzte ich vor der Türe bis man öffnete. Schnell lief ich zu meinem gefüllten Fressnapf. Als dieser leer war legte ich mich in meinen Korb und träumte von einer schönen Jagd.

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 300


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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Mi 5. Jul 2017, 23:00
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WR: Anni Tanni(ID: 343780)
Name, WR-ID:Anni Tanni, 343780
Einsendungstext: Wenn der Mensch zum Freund wird...

Ich stand in meiner finsteren Box. Ungeduldig, tänzelte ich hin und her. Ich spürte die Aufregung und den Wirbel um mich herum. Menschen mit ihrem Ehrgeiz, schlugen auf mich ein, wenn ich nicht das tat, was sie von mir verlangten. Und wieder holten sie mich, wieder würden sie mich schlagen, wenn ich nicht das Richtige tun würde. Unwissend und voller Angst folgte ich ihnen. Außerhalb des Stalles schien die Sonne so hell, dass ich, für einen kurzen Moment wie blind war. Die Männer, die mich angebunden haben redeten hecktisch. Als meine Augen, sich dann langsam an die Helligkeit gewöhnt hatten, bemerkte ich erst, wie viele Menschen, mit ihren nervösen Pferden, um mir herum standen. Die Männer kamen zurück, putzen mich stumpf und grob setzten mir einen Sattel auf, steckten mir kaltes Metall in mein Maul uns schnürrten mich zu. Einer der Männer stieg nun auf und ritt los. Ich kannte ihn nicht, aber dennoch, zerrte er sehr in meinem Maul und gab mir deftige Gertenhiebe auf die Flanken. Er zerrte meinen Kopf bis an die Brust, und ich sah alles verschwommen. Ich stolperte manchmal ausversehen, doch auch dann bestrafte er mich. Jeder Muskel, tat mir unendlich weh. Ich hatte sehr schwere Atemnot. Ich konnte einfach nicht mehr. Und dann, fiel ich zu Boden, und auf einmal wurde alles Schwarz... Als ich wieder zu Bewustsein kam, lag ich in einer großen hellen Box. Ein Mädchen saß neben mir. Zuerst war ich noch etwas skeptisch, und hatte Angst. Doch sie streichelte mir sanft die Nüstern, blickte mir liebevoll in die Augen. Zu diesem Zeitpunkt, hatte ich einen schweren Sehnenriss, und war somit als "Sportgerät" im Turniersport "unbrauchbar". Aber dieses Mädchen zeigte mir, dass reiten auch Spaß machen kann und Vertrauen stärkt. Wir wurden ein unschlagbares Team, und keine Gegenspieler!

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 297 Wörter

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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: So 9. Jul 2017, 23:10
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WR: Katniss(ID: 158402)
Name, WR-ID: Katniss, 158402
Einsendungstext:
Schon seit vielen Jahren bin ich Schulpony. Trotzdem habe ich so jemanden wie dich noch nie gesehen. Du bist schon etwas größer, aber lachst und quietschst noch wie ein kleines Kind. Schon von weitem streckst du mir deine Arme entgegen und winkst aufgeregt. Deine Eltern bringen dich bis an den Rand des Reitplatzes, dann hebt dein Vater dich aus dem komischen Gerät, in dem du gesessen hast. Gut, dass es da stehen bleibt – ich finde es ein bisschen unheimlich mit den zwei großen runden Dingern an der Seite.

Du wirst zu mir getragen und auf meinen Rücken gesetzt. Ich stehe ganz still, denn irgendwie weiß ich, dass ich vorsichtig sein muss mit dir. Einen Sattel trage ich heute nicht, nur eine Decke mit Voltigiergurt. An den Griffen kannst du dich festhalten. Neugierig drehe ich meinen Kopf zu dir. Du strahlst über das ganze Gesicht. Langsam streckst du eine Hand aus und streichelst mich.

Eine ganze Weile stehen wir so da und ich genieße deine sanften Berührungen. Dann sagt meine Besitzerin etwas zu deinem Vater und er legt deine Finger wieder um den Griff. Als ich losgehe, läuft er neben mir und hält dich weiter fest. Ich bin froh darüber, denn du fühlst dich so schwach und unsicher an, dass ich sonst Angst hätte, du könntest herunterfallen. Immer wieder lachst du und brabbelst vor dich hin. Du wirkst richtig glücklich.

Nach einiger Zeit halten wir an. Du streichelst mich noch einmal richtig lang, dann hebt dein Vater dich wieder herunter. Ist es schon vorbei? Sonst dauern die Reitstunden doch immer länger. Schade, denn ich mag dich. Du bist etwas besonderes und ich verspreche dir, dass ich auf dich aufpassen werde, wenn du auf meinem Rücken sitzt. Auf Wiedersehen, kleine Freundin. Hoffentlich kommst du bald wieder.

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 294 Wörter

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Re: [Schreibwettbewerb Juni/Juli] Einmal ein Tier sein
Verfasst: Mo 10. Jul 2017, 13:05
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WR: Pferdenaerrin(ID: 327371)
Name, WR-ID: Pferdenaeerin, 327371
Einsendungstext:

"Es tut mir so leid"

Weißt du noch, als ihr meintetwegen ins Tierheim gekommen seid? Ihr hattet mich in einem Inserat gesehen, euch sofort entschieden, für mich! Einen alten, dicken Kater ohne Papiere, ohne Rasse. Da war ich ganz baff gewesen. Doch mir war alles egal, ich wollte allein sein, niemanden mehr enttäuschen. Ich weiß, ich hätte mich dabei nicht so gegen die Mitnahme sträuben sollen. Ich habe gekratzt, gekämpft. Jeden um mich herum verletzt.

Dabei tat es mir so leid.

Ich habe euch gehasst. Ihr hattet doch keine Ahnung. Eure Geschenke, das Spielzeug, das teure Essen, das alles bedeutete mir nichts. Eure Liebe hingegen. Die war mir neu. Eure Blicke, eure Berührungen – vorsichtig, fragend. Ihr ließt mich in eurem Bett schlafen, habt euch die Zeit für mich genommen. Jeden Morgen, jeden Abend. Ein halbes Jahr. Bis zu dem einen verhängnisvollen Tag.

Weißt du noch, die Nacht, in der ich so still gelegen habe? Du hast gelächelt, im Schlaf, mit traurigen Augen. Ich habe deinen Schmerz gespürt, wollte dich trösten. Doch war selbst dafür leider viel zu schwach.

Es tut mir doch so leid.

An dem Tag bist du früher von der Arbeit nach Hause gekommen, mit laufenden Augen. Ich hatte keinem von euch wehtun wollen. Mein Körper zuckte, mit glasigem Blick. So lange hatte ich es aufgeschoben. Jeden Tag um mein Leben gekämpft. Ihr fuhrt mich in die beste Klinik, habt lange geweint. Ich habe versucht euch zu sagen, ´es tut mir so leid´. Ich hatte es schließlich vor euch schon so lange gewusst.

Alles was ich wollte, war jetzt nur eins: Euch wissen zu lassen, es tat mir doch alles so leid. Ihr gabt mir in diesen Monaten mehr, als die Menschen vor euch in all den Jahren zusammen. Dafür danke ich euch. So sehr.

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 298 Wörter

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