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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Mo 21. Aug 2017, 21:38
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WR: IsiHol(ID: 343865)
WR Profilname: IsiHol
WR ID: 343865

Einsendungstext

Stille. Noch vor fünf Minuten konnte man hier nicht einmal sein eigenes Wort verstehen, aber jetzt ist Stille. Mein Atem ist zuhören, er geht schnell. Zu schnell. Das elende Piepen der Geräte durchbricht die Stille und Sekunden später wird die schneeweiße Tür aufgerissen und zwei Frauen und ein Mann, alle drei komplett in weiß gekleidet, rennen in den Raum. Nur wenige Handgriffe müssen sie erledigen und schon bin ich aus dem Zimmer in den schlichten weißen Flur gebracht. Es fühlt sich an, als würde ich den Gang entlang auf meinem Bett fliegen, die wenigen Bilder, die es "gemütlich" machen sollen nehme ich nur verschwommen wahr. Und da ist er wieder. Der Knall. Er verfolgt mich, jeden Tag, jede Nacht. Der Knall, der Schuss, das Blut. Sie.
Etwas spitzes bohrt sich in meinen Unterarm, eine Spritze, in sekundenschnelle bin ich weg. Sie werden mich wieder notoperieren. Wieder werde ich mit unheimlichen Schmerzen aufwachen, sowohl geistig, als auch körperlich.
Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich mir so sehr gewünscht zu Sterben, wie an dem Tag. Warum hat er nicht mich getroffen? Es wären nur zehn Zentimeter gewesen.


"Sie wird sich erholen müssen. Wir schicken ihr nächste Woche einen Sozialarbeiter. Schönen Tag noch Miss Breakham." Die Stimme ist mir vetraut. Sehr vertraut. Docktor Greecehil. Wie es für ihn wohl ist, wenn er Tag für Tag miterleben muss, wie es hunderten von Menschen so geht wie mir? Ich würde mir selbst die Kugel in den Kopf jagen. Ich würde mir ein Schlafmittel verabreichen.
"Mum?" Flüstere ich. Mehr bekomme ich nicht raus. Meine Rippen tun weh. Höllisch weh. " Katlynn! Na endlich!" Meine Mutter streicht mir behutsam über den Arm.
Seit drei Wochen liege ich nun schon hier. Seit drei Wochen bin ich alleine, ohne sie. Sie ist im Himmel, meine treue Neoma, eine wunderschöne Schäferhündin, Seit drei Wochen lebe ich, obwohl ich es nicht möchte. Vor drei Wochen war ich dem Tod so nah, wie nie zuvor.
Etwas feuchtes streift meinen Arm. Erschrocken zucke ich zusammen. Mein Blick schnellt nach links und ich fange an zu weinen. Das kleine Fellkneul springt auf meinen Schoß und leckt die salzigen Tränen aus meinem Gesicht.
"Lilja!" Sage ich glücklich. Das letzte, was mir von Neoma übergeblieben ist, ist ihr Welpe Lilja. Wir haben sie nach zwei Monaten verkauft, weil wir keine zwei Hunde halten konnten, aber nun ist sie wieder da. Ihre Wärme, sie strahlt fast das Gleiche aus, wie ihre Mutter.
Endlich kann ich wieder leben.

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Islandpferdezucht Blesastaðir
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Günstiger Verkauf
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Islandpferde von einer Reallife Isländerreiterin



Home is where ever I am, when I feel you with me. -Sunrise Avenue, Home-


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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Di 22. Aug 2017, 14:39
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WR: Pferdenaerrin(ID: 327371)
Name, ID: Pferdenaerrin, 327371
Einsendungstext:

Ich war aufgeregt. Wir hatten alles für dich vorbereitet. Die Decken zurechtgelegt, frisches Wasser bereit gestellt. In einer kleinen Kiste, stapelten sich die Spielzeuge - Kauknochen, Gummibälle, ein paar Stofftiere. Es würde noch lange dauern, bis du damit spielen könntest. Aber wir wollten vorbereitet gewesen sein. In meinem dicken Wollkragen Pullover stand ich am Fenster und beobachtete die vorbeifahrenden Autos. Draußen wehte ein kalter Wind. Schon lange war es hier nicht mehr so ruhig gewesen. Bestimmt wäre mein Mann aufgeregt durch die ganze Wohnung gelaufen. Er hatte sich doch schon so lange auf dich gefreut, da warst du noch gar nicht geboren gewesen. Ihr hättet euch gut verstanden. Leider stand ich hier alleine, in einer leeren Wohnung, an der dunklen Scheibe. Bangend, hoffend. Die Kälte fraß sich in meine Knochen, legte sich um mein gebrochenes Herz. Drückte zu. Die Erinnerung an die Geschehnisse wurde von den quietschenden Reifen eines Vans verdrängt. Zum ersten Mal seit langem, spürte ich, wie ein Hauch von Wärme durch die Fensterscheibe schlug. Du warst so zerbrechlich. Sie trugen dich in eine Decke eingewickelt, ganz vorsichtig, bis zur meiner Haustür. Abgemagert warst du, ganz erschöpft von der Reise. Obwohl draußen die Sonne schien, war auch dir kalt. Ich spürte, wie mir die Tränen kamen. Hatten wir doch das gleiche Leid erlitten. Sie erklärten mir, wie ich dich zu pflegen hatte. Noch konntest du nicht wieder selber laufen, das Essen fiel dir schwer. Aber ich wusste, dass uns das Schicksal zusammengeführt hatte. Dass du das Licht warst, auf das ich sehnsüchtig gewartet hatte. Die ganzen Tage. Die letzten Jahre. Auf dich, meinen Traumhund.


Wörteranzahl: 266

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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Mi 23. Aug 2017, 21:41
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Name (ID): Alpakaliebe
(344767)

Gesucht und gefunden
Seit einigen Jahren wohnte ich schon hier auf dem „Hof zur alten Mühle“ und lief tagtäglich im Schulbetrieb. Tag ein, tag aus trug ich Reiter unterschiedlichen Alters auf meinem Rücken durch die Bahn und sicher über Sprünge. Ich war ein sehr verlässliches Pony, deswegen war ich bei den Schülern sehr beliebt und musste meist vier, fünf oder manchmal sogar sechs Stunden durch die Halle laufen. Eigentlich störte mich dies nicht, wäre da nicht der schmerzende Sattel auf meinem Rücken. Doch eines Tages änderte sich in meinem Ponyleben alles. Plötzlich kam täglich eine junge Frau zu mir. Sie spritzte mir nach den Reitstunden die Beine ab, bürstete die juckenden Haare aus meinem Fell und spazierte mit mir durch die Gegend. Nie saß der Mensch auf meinem Rücken und dennoch-oder gerade deshalb, spürte ich bald eine tiefe Verbundenheit zu ihr. Einige Monate holte mich die Frau tagtäglich nach den Reitstunden ab, doch dann änderte sich die Situation. Eines Tages kam sie schon früh morgens und hatte einen großen, dunklen Wagen dabei. Ich glaube, die Menschen nennen es „Pferdehänger“. Mit viel Geduld beförderte mich die Frau in diesen Wagen. Ab diesem Ereignis war für mich alles anders. Ich stand plötzlich Tag und Nacht auf einer riesigen Wiese und ab und zu ging die Frau mit mir spazieren. Manchmal fragte ich mich, warum ich plötzlich nicht mehr arbeiten musste und was diese „Pension“ war.


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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Do 24. Aug 2017, 13:21
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WR: funnygirl2410(ID: 339546)
Einsendungstext
Name + ID: funnygirl2410 + 339546

Ich betrat den Stall. Ich fühlte mich schon etwas komisch. Es herrschte großes Treiben, Pferde wurden gesattelt, Boxen ausgemistet und Sättel geputzt. Langsam ging ich voran. Nach vielen Jahren sog ich wieder diesen vertrauten Geruch ein. Ich schaute auf mein Handy, ich war 10 Minuten zu früh, also genug Zeit mich umzusehen. Erstmal wollte ich mir ein paar Pferde ansehen, also suchte ich die Stallgasse, die sehr leicht zu finden war. Ein wenig aufgeregt war ich schon, da ich vor zwei Jahren das letzte Mal geritten bin und nach dem ich heruntergefallen bin immer Angst hatte. Plötzlich hörte ich ein sehr lautes Wiehern, ich folgte dem Geräusch. Neugierig steckten ein paar Pferde die Köpfe aus ihren Boxen. Als ich plötzlich nach links schaute sah ich dich, du hattest so gewiehert. Deine wunderschönen, braunen Augen schauten mich liebevoll an und dein weißes Fell schimmerte leicht. Ich war wie gefesselt, der ganze Trubel um mich verschwand, da waren nur du und ich, mir war sofort klar, ich möchte nur auf dir reiten. Vorsichtig streichelte ich dich und sah wie du es genossen hast. Du hast deine Augen geschlossen und dein Atem ging ruhig. Es kam mir so vor, als würden wir uns ewig kennen. Nach 10 Minuten kam dann auch mein Reitlehrer, ihm war auch sofort klar, dass ich dich reiten wolle. Als ich auf dir saß, habe ich dann endlich wieder meine Liebe zu Pferden gespürt und mich getraut wieder zu galoppieren, es fühlte sich so gut an. Hätte mir jemand gesagt, dass ich jemals wieder galoppieren würde, hätte ich nur gelacht. Danke ,dass du mir meine Angst gekommen hast. Auch nach 3 Jahren, freut es mich immer wieder dich zu sehen und die Zeit mit dir zu genießen.
Ich liebe dich Cheetanah.

Wörter (bzw. Zeichen)
Wörter: 292
Zeichen: 1710 (mit Leerzeichen)

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Man kämpft für die Menschen, die einem etwas bedeuten...


Schaut doch mal bei meinen Deckhengsten vorbei


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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Fr 25. Aug 2017, 21:48
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Name: Flutterheart, WR-ID: 351590

Die Luft flimmert vor Hitze, sodass weit entfernte Punkte einem eine spiegelglatte Wasseroberfläche vortäuschen, nur um sich beim Näherkommen in simplen Staub zu verwandeln. Der alte, schwarze Wallach auf dem ich sitze, trottet langsam den durch dornigen Sträuchern führenden Pfad entlang und ich kann es ihm nicht verübeln. Auf einmal bleibt er wie in den Boden gestemmt stehen, weitet die Nüstern und spitzt witternd die Ohren. Ich sehe mich um und vermute einen Gabelbock, wie es sie hier oft gibt, doch dann höre ich es. Ein Stampfen, dann ein Schnauben. Es ist ein Pferd.
Aufgeregt spähe ich durch die Zweige, denn einen wilden Mustang sieht man hier nicht alle Tage. Plötzlich bewegt sich etwas neben mir und als ich herumfahre, sehe ich mich Auge in Auge mit einer flammend fuchsroten Stute die mich genauso anstarrt wie ich sie. Für ein paar Momente scheint die Zeit stillzustehen. Ihre großen, dunklen mustern mich abschätzend und ich hoffe nur die Prüfung, der sie mich unterzieht, zu bestehen. Auch ich lasse meinen Blick über ihr Fell wandern, unter dem stahlharte Muskeln spielen.
Nach einer kleinen Ewigkeit bricht sie den Blickkontakt und der magische Moment vergeht so unerwartet wie er gekommen ist. Mit einem feuerfarbenen Aufblitzen im Grün dreht sich die Stute und verschwindet raschelnd im dichten Gebüsch. Wie hypnotisiert starre ich die Blätter an, die von der Bewegung noch immer zittern.
Dann wende ich meinen Wallach und reite vollkommen in Gedanken versunken zurück. Ich habe so viele Fragen- Gehört die Stute jemanden? Und selbst wenn nicht- werde ich überhaupt jemals die Gelegenheit haben, mich auf ihren Rücken zu schwingen?
Nur einer Sache bin ich mir gewiss: Diese Stute und ich- wir sind füreinander bestimmt. Erst später stelle ich fest, wie schicksalhaft unsere Begegnung tatsächlich war.


Textlänge: 291 Wörter


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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Mo 28. Aug 2017, 14:03
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Ich war aufgeregter denn je, als wir in den groen geräumigen Hof einbogen. nachdem Meine Eltern mir eröffnet hatten, das wir jetzt nach einem Pony für mich suchen würden, hatte ich Tag und Nacht online nach Pferden gesucht.bei den vorherigen pferden hatte ich immer angst bekommen. Doch dann sah ich ihn auf seiner Koppel stehen : Mit hoch erhobenem Schweif spielte er gerade mit seinem Kumpel. Nachdem ich ihn von der koppel geholt hatte, putzte ich ihn erst einmal. liebevoll schleckte er mich ab ud stupste mich abundzu mit seiner nase an.da ich noch ein Blutiger anfänger war, durfte ich mich nur an der Longe auf ihn setzen. er war lieb, vorsichtig und sehr geduldig mit mir. beim trockenführen geschah es dann : Er wollte nicht mehr von mir weg, und ich auch nicht von ihm. Eine Woche darauf zog er in den neuen stall ein. Schon nach kurzer Zeit stand fest, das wir uns gesucht und gefunden hatten, denn wir wurden zu unzertrennlichen Seelenverwandten. Ab diesem Zeitpunkt konnte uns nichts mehr trennen, noch nicht mal sein Temperament. denn die schönste Zeit war fast immer mit ihm. ICH HAB DICH SO LIEB DOLCI

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ZWEI BEINE TRAGEN MEINEN KÖRPER; VIER BEINE TRAGEN MEINE SEELE

EIN PFERD IST EIN HERZ AUS GOLD AUF VIER BEINEN

DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT


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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Di 29. Aug 2017, 22:36
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WR: Sue_and_horses(ID: 86116)
Name + ID: Sue_and_horses ; 86116

Einsendungstext:

Seit Tagen konnte ich nachts kein Auge mehr zu machen. Wochenlang hatte ich sämtliche Reitermagazine und Internetseiten durchforstet, um nach meinem ersten eigenen Pferd zu suchen. Schließlich hatten mir meine Eltern versprochen, mir ein Pferd zu kaufen, sobald ich mit der Schule fertig bin. Wir hatten in der vergangenen Woche schon zwei andere Pferde angeschaut, welche mir jedoch nicht gefallen hatten. Doch Du warst von Anfang an mein Favorit und jetzt sollte ich Dich endlich kennen lernen. Der Besitzer, mit dem wir bereits im Vorfeld Bilder von Dir ausgetauscht hatten, empfing mich freudestrahlend. Er quatschte ein wenig über das Wetter und plötzlich stand ich vor einer Stallbox: Darin stand eine Stute. Nicht besonders hübsch und in meinen Augen viel zu klein für mich. Eigentlich hätte ich direkt wieder umdrehen und ins Auto steigen können. Doch plötzlich merkte ich, dass mich etwas von hinten anstubste und Sekundenbruchteile später hörte ich bereits ein sanftes Wiehern in meinem Nacken. Ich fuhr herum und fing an zu zittern. Der Besitzer trug Sattel, Trense und Putzzeug in den Händen und lachte fröhlich. Dann erklärte er mir, dass die Stute, die ich gerade angeschaut hatte, gar nicht das zum Verkauf stehende Pferd war. Sondern vielmehr das Pferd, welches mich gerade zu Tode erschreckt hatte. Doch ich konnte diesem Pferd nicht böse sein und wurde just in time von dir angestubst. Da wusste ich, dass wir beide zusammen gehören.
- Auch heute 5 Jahre später denke ich gerne an unser Kennenlernen und bin froh darüber, dass ich dich, eine Woche nach dem Probereiten sofort in meinem Stall willkommen heißen durfte.

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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Mi 30. Aug 2017, 17:53
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WR: Esmeralda 3003(ID: 53856)
Name, WR-ID: Esmeralda 3003, 53856

Einsendungstext:

Drei Jahre nachdem unser Hund gestorben war, erzählte mein Onkel, dass seine Hündin geworfen hatte. Da wir es nicht mehr ohne Tier aushielten, stiegen meine Familie und ich ins Auto und fuhren zum Bauernhof meines Onkels. Schon als wir ausstiegen, hörten wir helles Bellen und der erste Blick in den Zwinger, ließ unsere Augen erleuchten. Sieben wunderschöne Welpen tummelten sich darin neben ihrer Mutter, einer hübscher als der andere. Natürlich durfte die Hundefamilie auch raus, damit wir die Kleinen begutachten konnten. Die Welpen tollten munter zwischen unseren Beinen, spielten und rauften und ich war sofort verliebt. Am liebsten hätte ich alle mit nach Hause genommen, jedoch sollte es bei einem Welpen bleiben. Nach kurzer Zeit kristallisierte sich heraus, dass einer der Rüden – ein Schwarzer mit braunen Beinen und Schnauze immer wieder neugierig zu uns kam und uns direkt ins Herz geschlossen hatte. Wir nahmen ihn schließlich mit nach Hause, sollte er unser neues Familienmitglied werden. Ein Name war schnell gefunden – Sam – doch hatten wir die Rechnung ohne unsere Oma gemacht. Da sie eine Katze besaß, war sie dagegen, den Hund zu behalten, wer solle denn den Kater übernehmen, sollte sie irgendwann sterben? Unter Tränen gaben wir den Welpen zurück zu unserem Onkel und es zogen fast zwei Wochen ins Land. Unser Herz hing an ihm, doch wollte meine Oma nichts hören. Eines Freitagnachmittags holte meine Mutter mich von der Schule ab und mein Vater lag im Garten auf dem Boden. Verwundert runzelte ich die Stirn, bis ich ihn schließlich entdeckte – Sam, unseren Welpen! Meine Großmutter hatte doch eingelenkt, hatte meine Mutter ihr die Umstände erzählt, unter denen er gerade lebte. Und wo er landen könnte… Als meine Eltern ihn holten, war nur noch er übrig – ein Zeichen des Schicksals, wenn ich das mal so sagen darf!

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 296 Wörter

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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Do 31. Aug 2017, 14:25
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WR: Frauke(ID: 307958)
Name, WR-ID: Frauke, 307958
Einsendungstext:
Nachdem ich knapp dem Tod entgangen war, kam meine Mutter eine Wochen später in mein Zimmer und zeigte mir eine Anzeige in unserem Blättchen. „4-Jähriger Scheck-Wallach zu verkaufen. Nur Offenstallhaltung, da Kopper“ stand in der Anzeige. Ich sah meine Mutter ein wenig verwundert an. „Ruf an“, meinte sie und hielt mir das Telefon hin. Verwundert rief ich an. Ich unterhielt mich mit deiner Besitzerin und wir telefonierten recht lang. Am Wochenende wollten wir uns treffen. Mein Freund und ich fuhren am besagten Tag zu dir. Im Stall angekommen, hatten sie dich bereits vom Paddock geholt und schon begonnen dich fertig zu machen. „Darf ich helfen?“, fragte ich. Meine Frage wurde bejaht, daher putzte dich, sattelte und trenste dich anschließend. Danach führten wir dich auf den Reitplatz, wo du mir erst einmal vorgeritten wurdest. Währenddessen erzählte mir deine Besitzerin noch etwas über dich.

Ich hörte zu, konnte aber die Augen nicht mehr von dir lassen. „Willst du?“, fragte die junge Dame, die dich vorritt. „Klar, gerne“, antwortete ich. Also ging ich auf den Platz, stieg auf und fühlte mich gleich wohl auf dir. Du schnaubtest und gingst dann los. Es war ein tolles Gefühl. Ich drehte zunächst einige Runden im Schritt auf beiden Händen. „Darf ich ihn auch traben?“, fragte ich vorsichtig. Deine Besitzerin lächelte und nickte. Also gab ich Druck mit den Schenkeln und du trabtest unter mir. Wie typisch für einen Warmblüter hattest du einen recht schwungvollen Trab. Auch der eher ungewollte Galopp mit dir war herrlich. Ich saß strahlend auf dir. Mein Freund redete kurz mit deiner Besitzerin, dann folgte ein Handschlag. In diesem Moment fiel ich dir um den Hals. Denn ab diesem Zeitpunkt warst du mein Luke – mein erstes Pferd, mit dem ich so viel erlebt hatte und den ich nie vergessen werde.

Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 297 Wörter

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Re: [Schreibwettbewerb August] Gesucht und gefunden
Verfasst: Do 31. Aug 2017, 21:49
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WR: Yakaria(ID: 335124)
Yakaria, WR-ID: 335124
Einsendungstext:
Ich weiß noch genau, dass ich damals genervt mit den Kopfhörern in den Ohren auf der Rückbank saß und Nightwish gehört habe, während wir zu der Tierrettungsstation fuhren, um einen der geretteten Hunde zu adoptieren. Meine kleine Schwester freute sich schon tierisch darauf, endlich ein Haustier zu bekommen, ich jedoch eher nicht. Klar, ich wollte auch einen Hund haben, aber einen aus der Tierrettungsstation? Nie im Leben, die waren doch eh alle bekloppt in der Birne.
Zumindest habe ich das immer geglaubt.
Heute, wo ich gerade neben dir und dem Tierarzt stehe und weinend darauf warte, dass die Spritze wirkt und dich von deinem Leid befreit, weiß ich, dass es anders ist. Mittlerweile weiß ich, dass du der beste Freund bist, den ich je hatte, auch wenn ich es in den letzten Jahren nicht einsehen wollte.
Auch nicht, als ich dich damals in dem Zwinger das erste Mal erblickte und wusste, dass du bei uns einziehen würdest, dass ich mir dies wünschte.
Von Anfang an, warst du hauptsächlich auf mich fixiert und hast meine Schwester damit eifersüchtig gemacht. Ich habe es bis heute nicht verstanden, wieso du ausgerechnet mich als dein Herrchen ausgesucht hast, obwohl ich dich oft nicht so behandelt habe, wie es dir gebührte. Anstatt dir zu sagen, wie sehr ich dich liebe – was ich im tiefen inneren meines harten Herzens tat - , zeigte ich dir meistens die kalte Schulter und reagierte immer genervt, wenn ich mit dir Gassi gehen musste. Dabei war das immer eine der schönen Aufgaben gewesen, denn es entspannte mich.
Und dann… wurdest du angefahren, liegst nun hier im Sterben. Während ich warte, dass du den ewigen Schlaf antrittst, streichele ich dich und flüstere dir zu, was ich schon längst hätte sagen sollen. „Ich liebe dich.“ Und dann warst du für immer fort.
Textlänge (Wörter bzw. Zeichen): 300 Wörter, ca. 1500 Zeichen

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