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Farben im Wilden Reiter

Die Farben im Wilden Reiter sowie deren Vererbung folgen der realen Genetik, soweit diese bekannt ist.

Farbkategorien

Wie funktioniert Genetik?

Jedes Pferd hat ein individuelles Set an Genen, welches es nicht sichtbar in sich trägt. Diese Gene bestimmen unter anderem die Farbe (im Wilden Reiter: nur die Farbe, nicht aber die Abzeichen, diese sind zufällig).

Jeder Genwert ist dabei doppelt vertreten, da er von beiden Elternteilen jeweils einmal vererbt wird. Zugleich vererbt jedes Pferd beim Deckvorgang nur einen seiner beiden Genwerte.

Jede Farbe wird durch ein Gen hervorgerufen oder entsteht durch Kombination verschiedener Gene. Jedes einzelne Gen ist dabei doppelt vertreten. Diese zwei gleichen Gene können rezessiv/kleingeschrieben (xx), dominant/großgeschrieben (XX) oder mischerbig/klein- und großgeschrieben (Xx) vorkommen.
Rezessive Gene haben selten eine Auswirkung auf die Fellfarbe und sind gleichzusetzen mit „dieses Gen ist nicht vorhanden / ändert die Fellfarbe nicht“. Dominanze und mischerbig auftretendende Gene zeigen oft dieselbe Auswirkung auf die Fellfarbe; bei manchen Genen ist es ein wichtiger Unterschied, ob ein Gen dominant oder mischerbig auftritt - in der Farbvererbung insbesondere beim Creme-Gen.

Bei der Kreuzung zweier Pferde kann es zu verschiedenen Genkombinationen kommen, die in der folgenden Tabelle dargestellt sind. Als Zeile und Spalte wähle man dabei den Genwert der Mutter und des Vaters, die Reihenfolge ist egal. Bei manchen Kombinationen kann es zufällig zu verschiedenen Genwerten des Fohlens kommen (zum Beispiel: Xx gekreuzt mit Xx).

  XX Xx xx
XX XX (100%) XX (50%) Xx (50%) Xx (100%)
Xx XX (50%) Xx (50%) XX (25%) Xx (50%) xx (25%) Xx (50%) xx (50%)
xx Xx (100%) Xx (50%) xx (50%) xx (100%)

So kommt es je nach Ausgangslage der Vater und Mutter Gene zu verschiedenen möglichen Genkombinationen für das Fohlen, da jedes einzelne Gen von Vater und Mutter kombiniert wird und so 4 mögliche Kombinationen für dieses Gen entstehen. Manche haben hier eine größere Wahrscheinlichkeit zu entstehen als andere, da sie mehrmals bei dem Kombinieren auftauchen.

Die Pferde haben jedoch nicht nur ein einziges Gen, welches doppelt vorhanden ist, sondern etliche. Einige davon sind rezessiv, andere dominant oder mischerbig und so entstehen die unterschiedlichsten Fellfarben der Pferde!

Die verschiedene Gene

Grundfarben

Die Farben Braun, Fuchs und Rappe sind die Grundfarben. Diese drei Farben entstehen durch verschiedene Kombinationen der Gene Extension und Agouti.

AA oder Aa
Agouti vorhanden
aa
Agouti nicht vorhanden
EE oder Ee
Extension vorhanden
Braun: Der Braune entsteht, wenn sowohl das Extension-Gen die Schwarzfärbung verursacht als auch das Agouti-Gen dies auf das Langhaar und ggf. die Beine beschränkt. Rappe: Die Dominanz des Extension-Gens führt zur schwarzen Färbung des Rappen. Zugleich ist das Agouti-Gen rezessiv, welches die schwarze Farbe verdrängen würde.
ee
Extension nicht vorhanden
Fuchs: Das Fehlen des Extension-Gens führt dazu, dass fuchsfarbene Pferde entstehen, welche keine schwarzen Pigmente ausbilden.

Zu diesen Grundfarben gibt es Gene, welche die Pferdefarbe entscheidend verändern. Dies sind:

Kleinere Farbveränderungen

Außerdem gibt es weitere Gene, die die Färbung des Pferdes nur minimal verändern. Diese sind z.B. für die stärkere Rotfärbung des Rotfuchses gegenüber einem normalen Fuchs verantwortlich. Da in diesem Bereich die Genforschung bislang nicht abgeschlossen ist, folgt der Wilde Reiter hier keiner vollkommen realistischen Vererbung. Vielmehr gibt es beim Wilden Reiter 5 Gene in diesem Bereich, nämlich Rot, Gold, Hell, Dunkel sowie Flaxen (helle Haare).

Wie kann man erkennen, welche Gene ein Pferd in sich trägt?

Da im Wilden Reiter einem Pferd nicht anzusehen ist, welche genauen Gene es in sich trägt, kann man nur anhand des Farbnamens und des Stammbaums erahnen, wie die genauen Genwerte aussehen.

Als Beispiel wählen wir einen Braunfalb-Hengst.
Die einzelnen Farben sind in der Hilfe erklärt. So ist etwa beim Braunfalben notiert und auch am Namen zu erkennen, dass es sich um eine Form des Falben handeln. Diese tragen das Falbgen (D) in sich. Außerdem ist dort notiert, dass es sich ohne die Falbfärbung um einen Braunen gehandelt hätte.

Über die Gene des Beispiel-Hengsts können wir also bereits folgern:

  • Er trägt DD oder Dd in sich. Welcher dieser Wert es ist, ist an der Farbe nicht zu erkennen, da sich beide identisch zeigen. (Diese Information ist auch in der Farbinformation zu finden.)
  • Er trägt das Extension-Gen und das Agouti-Gen in sich. (Diese Information ist bei der Farbe braun zu finden.) Bei beiden Genen ist ebenfalls nicht klar, ob diese dominant (EE bzw. AA) oder mischerbig (Ee bzw. Aa) auftreten, da auch hier sich die Farben identisch zeigen.
  • Er trägt etliche Gene nicht in sich, die sich zeigen würden, würde er sie haben. Genauer sind dies das Grey-Gen (abgekürzt: G), das Silver-Gen (abgekürzt: Z) sowie Scheck-Gene (abgekürzt: S). Hier ist also folgender Genwert klar: gg zz ss.

Genauere Informationen, in welcher Kombination die Gene genau vorhanden sind, kann man möglicherweise aus dem Stammbaum des Pferdes gewinnen. Dies jetzt nur beispielhaft an der Frage, ob der Hengst DD oder Dd als Gene in sich trägt:

  • Ist nur ein Elternteil ein Falbe, so kann auch nur ein Elternteil das Dilution-Gen besessen haben. Der Hengst kann kein DD besitzen, da hierfür zwei Falben als Eltern nötig sind. Also muss der Genwert des Hengstes sein: Dd.
  • Ebenso kann man auf Grund seiner schon gezüchteten Fohlen Rückschlüsse ziehen, welche Genkombination der Hengst besitzt. (Anhand der Tabelle ganz oben ersichtlich)
    Kreuzt man den Hengst mit einer Stute, die keine Falbe (dd) ist, und das Fohlen ist ebenfalls keine Falbe (dd), so kann man davon ausgehen, dass der Hengst nur ein Dd besitzt. Besäße er nämlich ein DD und man würde mit einer Stute, die kein Falbe (dd) ist verpaaren, wären jegliche Fohlen immer Falben, ohne Ausnahmen.