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Die letzten Beiträge des Themas - [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328
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  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Darci Nicolas Will Ranson

Angenommen, das Gelabber der Einwohner hier hätte mich auch nur im Geringsten interessiert. Nur angenommen. Einfach so. Angenommen, mich hätte deren Gelaber interessiert und ich wäre nun auch noch dran gewesen um mir dieses anhören zu können. Nur angenommen, einfach so. Angenommen, ich hätte nun schon mit dem Schlüssel in der Hand zu meinem Bungalow gehen können, sowie es eine Blondine tat, die gerade an mir vorbei stolzierte ohne mich auch nur ein Furzes zu würdigen. Angenommen, nur angenommen. Ja, dann wäre ich nun schon in meinem Bungalow, dürfte mich unter einer noch recht kühlen Bettdecke verkrümeln und nie wieder auftauchen, so als wäre ich vom Erdboden verschluckt worden. So schon und nah mir der Gedanke auch schien, so wurde mir im selben Augenblick auch bewusst, dass dieser Gedanke so weit entfernt war, wie ich von Toni, die nun bestimmt das ganze Haus auf den Kopf stellte. Miria würde dann der wild gewordenen Katze mit zerzausten Haaren und Klamotten hinter her rudern und versuchen, sie in ihre zerkratzten Griffel zu bekommen, so als wäre sie in glitschiger Aal oder ein Blitz. Mal hier, mal da. Komisch, ich konnte mir Toni besser als ein teufelsähnliches Höllenvieh vorstellen, das, wenn es rennt, eine Spur von Feuer und Chaos hinterlässt und als Düsenantrieb Tornados entfacht, als eine brave Stubenkatze, die schnurrend auf irgendeinem Kissen liegt, auf dem sich auch ja kein einziges Haar zieren würde. Ja, Toni das tornadofurzende Höllenvieh.
Ähm.. woran dachte ich eigentlich gerade. Meine Fantasie spielte verrückt und ohne das ich es gemerkt hatte, waren vor meinem Vordermann und mir schon ein paar Meter Abstand. Schnell schloss ich mich wieder an, im Gedanken, nicht noch länger warten zu wollen. Zwar hatte ich kein Problem mit warten, doch bei solch einer Affenhitze wollte ich einfach schnell irgendwo hin, wo man sich abkühlen konnte. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich gerade viel zu viel überflüssige Energie in mir hatte, die nun schnellstens ihren Sinn finden wollte. Doch auch noch Bewegung war mir nicht gerade, ich hätte mich am liebsten einfach hier und jetzt wie ein Klappstuhl zusammengeklappt. Ja, das wäre doch mal eine Idee! Wie schön es wohl sein musste, ein Stuhl zu sein. Ich meine, ja, Menschen setzen sich buchstäblich auf einen drauf und vielleicht auch Menschen, die nicht gerade nach Rosen oder sowas rochen.. Na gut, vielleicht war das Dasein als Stuhl doch nicht so schön, wie ich mir vorerst gedacht hatte. Ich schüttelte leicht den Kopf, ließ die Plagegeister, auch genannt Gedanken, verschwinden und konzentrierte mich lieber darauf, ein paar Sätze bereit zu haben, um das Gespräch möglichst schnell über den Tisch zu bringen. Kurz später hatte ich dann auch meinen Schlüssel. Endlich, sei dazu gesagt. Regen war eingebrochen und die Rezeption war nun menschenleer. Wie viele Jahre waren denn vergangen? Ich hatte meine Brille, kurz bevor ich dran gewesen war, abgenommen, hatte sie an meinen Kragen gesteckt. Yeah, ich hatte einen Ausschnitt, da fehlten ja jetzt nur noch ein, zwei Ballons und die Party konnte steigen. Gott, nein.. Bitte nicht. Meine gute Laune aus dem Winterschlaf zu wecken schien ein hoffnungsloser Fall. Hoffnungslos! Mit einem so fest umschlossenen Schlüssel, dass selbst meine Handfläche anfing zu schwitzen, ging ich nun in Richtung Pfad. Zielstrebig, ja so war mir gerade zu Mute. Der Pfad würde mich direkt zu meinem Bungalow führen. Ja und dann? Was dann? Mein Blick sunk langsam und mit einem frustrierendem Ausdruck im Gesicht zu meinem Koffer. Ja, dann durfte ich mich erstmal ans Auspacken machen. Obwohl.. die paar Tage würde ich auch es dem Koffer leben können. Also konnte ich das schon mal wieder streichen. Ich stieß ein heftigen Seufzer aus und lief weiter. In der einen Hand mein Koffer, in der anderen den verdammten drecks Schlüssel. Der Regen fraß sich durch den Stoff meines T Shirts, so als hätte er die ganze Zeit nur drauf gewartet. Meine Haare, die vorher wie ein alter Teppich zu allen Himmelsrichtungen von meinem Kopf abgestanden hatten, klebten nun in meinem Gesicht. Doch trotz allem war es noch immer warm um mich, die Hitze trieb mich in den Wahnsinn. Darauf konzentriert, auch ja nicht vom Weg abzukommen, schritt ich einfach weiter. Sekunden kamen mir vor wie Stunden. Ich wagte keinen Blick nach vorne, meine Augen hatten den Trampelpfad unter meinen Schuhen fest im Blick. Doch kurz bevor ich noch wie der Polarexpress mit jemanden zusammen gekracht wäre, blieb ich stehen. Mein erster Blick flog über meine Schulter, so wie ein Reflex. Ich war gerade mal 10, 20 gelaufen. Wow Darci, hier eine Medaille for you. Dann schoss mein Blick sofort wieder nach vorne, wo nun mitten auf dem Trampelpfad, Weg ode was auch immer, eine junge Frau, kaum größer als ich, was mich im erstem Moment etwas verwunderte. Naja, eigentlich nicht. Ihre Haare- nein, ihr Zopf,- war bereits durchnässt, so auch ihre Klamotten, wie ich nur kurz zur Geltung nahm. Ich ließ kurz den Griff meines Koffers los und fur mir übers nasse Gesicht. Erst jetzt bemerkte ich, dass die junge Frau nicht stand, sondern ging. Zwar sehr langsam, aber sie ging. Sie schien in Gedanken. Ich ließ sie weiter gehen, hielt zum gefühlt ersten Mal an diesem Tag meinen Mund geschlossen und sah einfach nur dabei zu, wie sie weiter ging. Es zeichnete mir ein Schmunzeln ins Gesicht als ich daran dachte, dass ich sonst auch den Regen zu mögen pflegte. Ja, ich mochte ihn auch, sehr, nur hatte ich ihn noch nie genießen dürfen. So blieb ich einfach stehen und legte meinen Kopf für einen kurzen Augenblick in den Nacken, schloss die Augen und grinste dem Himmel, der plötzlich ganz grau und erzörnt wirkte, entgegen, als wäre die Welt mit dieser Tat wieder in Ordnung. Ja, das dachte ich wohl. Zwar nur kurz, denn gleich darauf sah ich wieder der Frau nach, aber trotzdem. Ich durfte nun der sein, der ich immer sein wollte und niemals sein durfte; Ich durfte mal ich selbst sein.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 19:22
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Fayne Sjöberg

Ich hasste mich dafür, aber ich konnte es im Endeffekt nicht ändern. Schon immer war ich eine verschlossene Person gewesen.
Niemals wollte ich jemanden wieder nah an mich heranlassen, wenn einem einmal so das Herz zersprungen war wollte man genau dies vermeiden. Mason, war für mich damals meine kleine heile Welt gewesen. Ich wusste nicht mehr viel, aber ich wusste, das ich jeden Abend in seinen starken Armen eingeschlafen war. Doch als dann der Abend kam...der Unfall.
Ich fühlte mich hilflos und war es auch. Damals hatten meine Beine versagt. Ich war zusammengebrochen, wachte im Auto von Ryan wieder auf und sah die einzelnen Laternen an mir vorbeiziehen.
Ryan -mein bester Freund in Amerika- musste mich wegzerren und hatte sich anschließend um mich gekümmert. Eine langjährige Freundschaft, die den Verlust einer solchen Person zusammen verkraften musste. Jedoch zog ich wenig später schon um, ließ mein altes Leben zurück und damit auch die ganzen Erinnerungen an meinen verstorbenen Freund.
Wenigstens bekam ich in Deutschland wieder mein Leben auf die Reihe und wurde in der norwegischen Elite aufgenommen, wo ich den Dunkelhaarigen vor mir kennen lernte. Zwar ging ich ihm anfangs nur aus dem Weg, aber dann ließ ich mich doch auf ein Gespräch mit ihm ein. Eigentlich war ich ihm auch dankbar, das er mich damals dort so gut aufgenommen hatte, aber ihm es sagen? Ich war nicht lebensmüde und ließ ihn doch lieber im Dunkeln.
Mein Zeitgefühlt hatte auch ausgesetzt. Es waren nur noch er und ich. Tief atmete ich durch und füllte meinen Brustkorb wieder mit Luft.
Wahrscheinlich war es für mich wieder an der Zeit. Ich musste mich jemanden öffnen und versuchen wieder Gefühle zu zulassen. Obwohl dies mir doch noch sehr schwer für mich war. Seitdem Tot, lief ich vor diesen Konfrontationen immer weg und versuchte dem Mann aus dem Weg zugehen. Gefühle, die ich dann doch mal empfinden könnte versuchte ich bestmöglichst zuunterdrücken.
Jedoch ließ mir Alek keine andere Wahl. Er konfrontierte mich und ließ mir gar nicht erst die Chance ihm aus dem Weg zugehen. Wahrscheinlich weil er selber wusste, das es für uns fast unmöglich war. Entweder erblickte man sich auf dem Anwesen des Internats oder sah sich bei der Elite. Ein Entkommen gab es deshalb nicht mehr für mich.
Nachdem ich seine Nähe gesucht hatte und zu ihm gerutscht war, erschien schon fast ein stolzes Lächeln auf den Lippen des Dunkelhaarigen vor mir. Wie schnell man ihn doch glücklich machen konnte. Durch sein ansteckendes Lächeln, schlich sich ebenso ein zartes Lächeln auf meine vollen Lippen. Der Norweger konnte es einfach. Er schaffte es so leicht meine Laune zu heben, um mich zum Lächeln zubringen und dafür war ich dem gut aussehenden Mann wirklich dankbar.
Langsam entfernte sich seine Hand von meiner Wange, glitt an meinem Arm hinunter und verharrte an meiner Hüfte. Mit einer sanften Bewegung zog der junge Mann mich auch noch die letzten Zentimeter zu sich. Schließlich durchbrach seine Stimme die Stille. Innerlich schüttelte ich nur meinen Kopf über seine Worte, aber gut er hätte schon recht.
„Ja.“ Hauchte ich dem Dunkelhaarigen lediglich entgegen und bemerkte wie sich nochmals meine Mundwinkel nach oben bewegten. Der junge Mann sah mich noch einige Augenblicke an, ehe er sich meinem Gesicht näherte und kurz stoppte.
Er schien verunsichert und zurückhaltend. Eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen, das Alek so eine Seite besaß, aber war es doch ganz gut zu wissen. Für mich persönlich zumindest. Jedoch besiegte der Mann seinen gedanklichen Konflikt und legte seine Lippen auf die meinen. Den Kuss erwiderte ich augenblicklich und bemerkte wie mein Herz einen kleinen Sprung machte.
Meine zierliche Hand legte ich auf seine Wange, ehe sie doch etwas in Richtung seines Nacken wanderte. Meine hellblauen Augen schloss ich und genoss einfach den Moment mit ihm.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 18:09
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Quentin Nicolas Adams

Habe ich es doch gewusst: Rothaarige haben keine Seele. Und wie sagt man immer so – das eine Klischee jagt das Nächste, das Nächste jagt das eine Klischee. Die junge Frau war jung (ja, das Wortspiel oder das Zusammenspiel der Wörter war vielleicht auf die eine Art unklug gewählt worden) und eben nicht mein Kaliber. Nicht das, was mir entsprechen würde.
Kennt ihr noch diese jungen Dinger damals auf dem Schulhof? Es gab und gibt immer eine Gruppe von Jungs, den so genannten Coolen, die von so gut wie allen Weibern vergöttert werden. Selbstverständlich gehörte ich mit zu denen und wahrscheinlich war ich es gewohnt. Freilich wahrscheinlich.
Dass ich nicht der geduldigste und in gewissermaßen auch nicht der feinfühligste Mensch auf diesem irdischen Paradies, das wusste ich doch schon längst. Mich zu charakterisieren geht im Zweifelsfall tatsächlich sehr schnell. Hart, aber fair. So in der Art.
Die Rothaarige: a) nicht mein Kaliber, b) zurückhaltend, c) gegebenenfalls doch mein Typus, wer weiß das schon, nur Jesus, d) zu jung, mit drei oder mehr Ausrufezeichen und zum Abschluss natürlich e) im Grunde genommen irgendwie komisch, siehe: keine Seele.
Meine Augen durchbohrten sie regelrecht. Ich legte den Kopf ein wenig schief, eine einfache Geste der Aufmerksamkeit, die gerade auf ihr lag.
Mit großer Sicherheit war ich ziemlich schlagfertig. Aber wie es immer so ist, die besten Sprüche, mit denen man den Gegenüber schlagen kann, die fallen einem immer erst später ein, wenn der Schlagabtausch ein paar Stunden vorüber ist. Dafür merkt man sich die Sprüche, oder eben auch nicht. An geklautem Text wird viel gekaut.
Sie erwiderte auf meine eine Aussage nichts. Dafür war ich mir aber ziemlich sicher, dass sie diese aufgefasst hatte, und innerlich ging diese garantiert nicht spurlos vorbei.
Dass man Leuten immer die Wörter aus der Nase herausziehen musste, das war ebenfalls nicht mein Ding. Also ganz simpel ausgedrückt: mir passt vieles nicht, aber ich kann mich mit vielem arrangieren.
„Jule... und was haste jetzt davon?“
Was ich davon hatte? War das eine ernstgemeinte Frage?
Sie lehnte sich nach vorne und rückte ihren Stofffetzen zurecht. Meine Finger krallten sich in die Liege, so dass meine Knöchel ein wenig weiß wurden. Meine Augenlider schlossen sich für wenige Sekunden. Geduld. Feinfühligkeit. Bitte. Danke.
„Jule... wie alt bist du, 12? Soll ich dir jetzt 'ne Moralapostel vorlesen? Was erwartest du jetzt von mir, dass ich nun freudig in die Luft springe?“
Mit langsamen Bewegungen stand ich auf. Gewisser Weise war es heute zu viel des guten. Ich sah auf sie hinunter, wie Jule da saß. Die Miene auf meinem Gesicht verzog sich nicht, aber es zauberte mir auch kein Lächeln auf die Mundwinkel.
Mich zog es ins Wasser. Mit einem großen Satz sprang ich ins kühle Nass. Ich blieb relativ lange Unterwasser und als ich wieder die Wasseroberfläche erreicht, strich ich mit einer leichten Bewegung meine Haare nach hinten.
In einem Zug schwamm ich wieder an den Beckenrand und lehnte mich daran an. Zumindest musste ich sie nicht ansehen und wenn, dann eher über die Schulter hinweg – ich denke, dass sagt schon viel über meine Empfindung aus.
„Ist die Lady sich zu fein, die Haare nass zu machen?“, sagte ich und legte meinen Kopf in den Nacken.
Die feine Abkühlung meiner Haut gegenüber war echt gut. Das Wasser hatte eine sehr angenehme und warme Temperatur, dass man es auch länger aushalten konnte.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 18:08
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Alaska Kings
Kleine Wassertropfen prasselten auf die Erde nieder. Schon lange hatten sie mein schwarzes Top und die Jeansshorts durchnässt, die langen Haare klebten mir im Gesicht. Manch einer, der mich so sah, musste mich wohl für verrückt halten. Aber ich genoss es; der Regen spülte all meine dunklen Gedanken mit fort. Einfach so. All diese kleinen schwarzen Monster, die in den letzten Tagen an mir genagt hatten. Sie versickerten im Boden, als wären sie nie da gewesen. Ich fühlte mich frei, konnte endlich wieder durchatmen. Ein tiefer Atemzug nach dem anderen. Unter all den Tropfen fielen meine Tränen nicht auf.
Es war hart für mich gewesen. Der Umzug nach Deutschland, auch wenn es meine Entscheidung war. Auch wenn mich in den ersten Tagen das Hochgefühl gepackt hatte. Ich vermisste meine Heimat.
Und jetzt war ich schon wieder in einem neuen Land: Brasilien. Eine wirkliche Wahl hatte ich nicht gehabt. Es störte mich auch nicht weiter. Herausforderungen waren da, um sich ihnen anzunehmen.
Ich fuhr mir mit der linken Hand durch die nassen Haare, band sie mit etwas Mühe zu einem tiefen Pferdeschwanz zusammen. Mit einer Hand fielen einem selbst Kleinigkeiten doch schwerer. Die kurzen Strähnen hingen mir schnell wieder in der Stirn; typisch.
Ich liebte Brasilien. Die Einheimischen waren so gutmütig und freundlich; die meisten machten wirklich den Eindruck, als könnten sie keiner Fliege etwas zu Leide tun. Die Stadt faszinierte mich, an jeder Ecke gab es für mich etwas neues zu entdecken. Ich hätte wohl Tage damit verbringen können über die Märkte und durch Straßen schlendern. Jedes Mal wurde man auf etwas neues aufmerksam gemacht. Es war einfach unglaublich. In gewisser Hinsicht erinnerte es mich an zu Hause - an Australien -, auch wenn die beiden Ländern alles andere als sich ähnelten, sie waren grundverschieden. Dennoch es fühlte sich doch ein klein wenig nach Heimat an. Eine Tatsache, die mich irgendwie in Geborgenheit hüllte.
Mein Weg führte mich über die kleinen Pfade der Anlage, hier draußen war kaum noch eine Menschenseele, nachdem es angefangen hatte zu regnen. Kein Wunder, nicht viele fanden im Regen so viel Ruhe, wie ich. Gewitter hingegen waren da doch eine andere Geschichte. Aber bloßer Regen, es gab für mich nichts schöneres als an so einem warmen Tag im Regen spazieren zu gehen. Ganz mit mir alleine, nur mit mir selbst. Es ließ einen ein wenig die Sorgen des Lebens vergessen, wenn auch nur für den Moment. Aber das reichte doch schon vollkommen aus oder nicht? Dieser kurze Moment.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 17:46
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Ava Sommerhill

Ich glaube Linus fand es richtig belustigend, als ich mich über dreckige Klamotten beschwerte. Außerdem macht er auf dem Internat eine Ausbildung. "Oh cool, ich besuche bald die 10 Klasse." Ich schwamm nun einige Runden, große Lust habe ich aber keine mehr. Ich würde gerne weiter erkunden. "Linus, hast du Lust etwas die Gegend zu erkunden?". Ein bisschen Gesellschaft schadet ja nie.

--- Annabella folgt ----
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 15:49
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Sofie Katharina Meier

Na toll, jetzt hatte Isa mich allen ernstes gefragt, was ich im Drogeriegeschäft wollte. Ich konnte doch nicht einer mehr oder weniger fremden Person sagen, dass ich eine Waage kaufen möchte. Andererseits, was war schon dabei? Bevor ich weiterdenken konnte, kam es mir schon über die Lippen. "Eine Waage", antwortete ich ihr. In unserer nahen Umgebung befand sich kein Drogeriemarkt, weshalb wir wohl etwas Fußmarsch vor uns hatten. "Willst du ein Taxi und ist es für dich okay, zu Fuß zu gehen?", fragte ich die Blondine. Selbstverständlich würde ich das Taxi bezahlen, schließlich mussten wir wegen mir durch die Gegend ziehen.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 15:43
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Jule Sprengermann

Ich saß da so auf der Liege und sah den Jungen Mann an. Was erwartete er? Ich sah es nicht ein das Gespräch in irgendeinem Sinne aus meinem Interesse weiter zu führen. Hat es dir die Sprache verschlagen meines Anblicks oder ist das die Natur von dir? fragte er dann. Ich rollte mit den Augen, echt jetzt. Musste ich mir wieder so was geben. "Und selbst wenn" murmelte ich und lehnte mich zurück und sah in den Himmel. Schon komisch eigentlich, das dieses Loch hier am Abend mit ein paar Beleuchtungen so schön aussah. Alles nur show und schein. Das hier war ein armes Land und ich da mitten drin. Seiner aussage hin schenkte ich keine Aufmerksamkeit. Ich war ja immerhin nur hier um... wozu eigentlich? Helfen tat ich ja sicher nicht. Ich war also nur hier, ohne wirklichen Grund. Dabei hätte man mich ja auch auf dem Gut lassen können. Oder Zuhause, das was ich vom Gut Iyllenburg bisher gesehen hatte war ja noch ganz ok. Deutlich ärmer als bei uns aber gut. Ich wollte ja dort hin.Also gut, dann mache ich den Anfang: Quentin versuchte er es dann wieder. Ich lehnte mich wieder nach vorne und sah ihn an. "Jule" knapp und einfach. "Und was haste jetzt davon?" fragte ich herablassend und wand den blick wieder ab während ich mir den Kardigen etwas zurecht rückte. Da er mir die Schulter herunter gerutscht war.
Ich würde den Quentin deutlich älter als mich schätzen. Nicht verwunderlich da ich ja auch ziemlich Jung für eine Neuntklässlerin war.

Isanora Themingtenn

sofie wollte also in etwas was hier wie ein DM war. "Ich glaube das haben sie hier nicht aber so was ähnliches bestimmt. Wir sollten denke ich einfach mal auf die Suche gehen" antwortete ich ihr. "Was suchst du denn genau?" hängte ich an. Rein aus neugier was sie überhaupt suchte. Eventuell will ich auch noch in ein Kleidungsgeschäft kam es dann über Sofies Lippen. "Das bekommen wir doch sicher hin" gab ich wieder und lächelte. Ich sah mich schon mal etwas um ob ich eine Drogerie in Sichtweite finden konnte. Aber soweit keine in Sicht, in den ganzen Gassen die ich erkennen konnte würde dann aber doch sicher eine sein.
Verfasst: Mo 25. Jun 2018, 15:33
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Aleksander Mikkelsen
Der Atem der Norwegerin ging unregelmäßig. Er stockte manchmal.
Doch schwieg sie. Wie immer irritierte sie mich. Was sollte ich bloß tun? Sie verdrehte mir den Kopf. Anstatt mir zu Antworten, blieb sie stumm. Kein Wort kam über ihre volle Lippen - im Gegenteil. Ich schien ihr die Sprache verschlagen zu haben. Es fühlte sich fast so an, als hätte sie mich im Regen stehen gelassen. Was erwartete sie denn jetzt von mir? Oder viel mehr, was konnte ich von ihr erwarten?
Es fühlte sich wie Minuten an, die vergingen. Doch je länger ich zu warten schien, desto zurückhaltender wirkte sie. Als wäre ihr die ganze Situation irgendwie unangenehm.
Dabei drängte ich mich ihr nicht auf; nicht so wie beim ersten Mal. Nicht so, wie in besagter Nacht am Weihnachtsball, wo wir ebenso dicht beisammen gewesen waren. Ich spürte ihren Atem auf meiner Haut; provozierend, kitzelnd. Die Blondine fühlte sich in diesem Moment so nah und doch so fern an. Ich konnte sie mit meinen Fingern berühren, aber ob meine Worte sie berührt hatten - für den Moment bezweifelte ich es. Selbst wenn es ihr schwer fiel, wieso ließ sie keine Reaktion ihrerseits zu? Fayne lag einfach nur da und starrte mich an. Es war schwer für mich einfach nur so dazuliegen und nichts zu tun.
Sie ließ sich nicht auf mich ein, aber stieß mich auch nicht von sich. Sie lief nicht weg. Doch was hieß dies jetzt für mich? Fayne machte es mir mal wieder so unglaublich schwer, sie zu verstehen. Und manchmal - so wie jetzt, in diesem Moment - wünschte ich mir, dass sie sich mir ebenso öffnete, wie ich es ihr gegenüber tat. Es gab keinen Grund, irgendetwas vor mir zu verstecken. Ich hätte sie mit jeder Schwäche, mit jedem schwarzen Fleck in ihrer Vergangenheit genommen. Denn es war sie, die ich wollte, mit jedem Päckchen, welches sie zu tragen hatte. Wieso machte sie es mir so schwer?
Und gerade, als ich mich damit irgendwie abfinden wollte, dass Fayne diese Art von Gefühlen zwischen uns nicht zulassen wollte, rutschte sie ein Stück näher an mich heran. Eine kleine Bewegung, doch mit diesem Funkeln, welches in ihren Augen lag, bedeutete es all das, was ich mir ersehnt hatte. Vorsichtig kroch das Lächeln wieder zurück auf meine Lippen. Mir fiel es schwer es im Zaun zu halten, womöglich hätte ich sonst von einem Ohr zum anderen gegrinst. Wie ein kleiner Junge.
Meine Hand wanderte langsam von ihrer Wange über ihren Arm hinab zu ihrer Hüfte, umschloss sie mit einem sanften Griff. Ich musste mich daran erinnern zu atmen, vermutlich hätte ich es sonst vergessen. Mit einem kurzen Ruck zog ich sie das letzte Stück zu mir; hielt sie fest. Ein weiteres Mal würde ich sie nicht gehen lassen. „Hast du es endlich verstanden, du Sturkopf?“, da sie immer noch nicht ein Wort herausgebracht hatte, versuchte ich das Eis zu brechen.
Meine Augen wanderten von den ihren - diesen wunderschönen eisblauen Kristallen - hinunter zu ihren pfirischfarbenen Lippen, die so verlockend waren wie eh und je. Musste ich mich etwa wirklich dazu überwinden? Mir Mut zu sprechen? Unglaublich… Noch nie war es mir so schwergefallen. Meine Zunge fuhr kurz über meine Lippen, bevor ich mich die wenigen Zentimeter, die noch zwischen unseren Gesichtern lagen in ihre Richtung beugte. Ich spürte ihren flachen Atem auf meiner Haut. Einen kurzen Moment hielt ich inne, doch wich die Norwegerin nicht zurück. Und ich überwand mich endlich zu dem, was ich mich unter dem Mistelzweig nicht getraut hatte; was ich mich bei so vielen Möglichkeiten nicht getraut hatte. Ohne es weiter heraus zu zögern lehnte ich mich das letzte Stück nach vorne, nahm mit den meinen Faynes Lippen in Besitz.
Verfasst: So 24. Jun 2018, 22:40
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Sofie Katharina Meier

Isa meinte, sie müsse nirgendwo mehr hin und stellte mir die Gegenfrage. "Naja, ich würde gerne in einen DM oder was vergleichbares", meinte ich. Zum ersten Mal in meinem Leben war mein schiefes Grinsen nicht echt, sondern erzwungen. Ich hoffte inständig, dass es dem blonden Mädchen nicht auffiel. Irgendwie schämte ich mich für meinen Gedankengang, eine Diät zu machen, aber wenn ich so weiterfressen würde, wäre ich wohl bald zu schwer für Holly. "Eventuell will ich auch noch in ein Kleidungsgeschäft", fügte ich hinzu, um nicht allzu komisch zu wirken. Was dachte ich mir eigentlich? Als ob es meine Mitbewohnerin, die ich seit wenigen Stunden kannte, interessieren würde, was ich mit meinem Leben machte.
Verfasst: So 24. Jun 2018, 21:56
  Betreff des Beitrags:  Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Event S.328  Mit Zitat antworten
Fayne Sjöberg

Alek hatte nie ein Geheimnis um sich gemacht. Für mich war er wie ein offenes Buch, aber wahrscheinlich machte er es nur für mich. Zu anderen Leuten war er immer distanzierter gewesen. Er erzählte nicht gern etwas über sich selbst, blieb lieber stumm und horchte den Geschichten der anderen. In dieser Hinsicht glich der Braunhaarige mir ein wenig.
Selbst ich erzählte ungern etwas über mich selber und gab kaum Auskunft über meine Vergangenheit. Lieber dachte ich mir etwas aus, was die Leute ruhig bestimmten und ließ meine Vergangenheit so in der alten Kiste und behielt sie so für mich. Es war einfach besser so. Nicht für die anderen sondern für mich. Niemand ging es etwas an, was ich durchgemacht hatte. Ich wollte kein Mitleid und auch keine lieben Worte. Sie würden mir nichts mehr bringen.
Lediglich würden sie die alten Wunden erneut aufreißen, sie würden in meiner Vergangenheit rumwühlen und genau dies wollte ich vermeiden. Der offizielle Umzugsgrund von Amerika nach Deutschland war ich. Keine Frage. Jedoch hieß es für die anderen nur, dass mein Vater versetzt wurde. Die Firma hatte ihn nach Deutschland geholt und so waren wir ihm gefolgt.
Vielleicht war diese heilere Geschichte auch besser so.
Schließlich durchbrach seine tiefe Stimme die Stille. Ein einziges Wort hallte durch den Raum und ließen das Prasseln des Regens in den Hintergrund. Bei seinen nächsten Worten bemerkte ich selbst, dass mir mein Herz gegen die Brust hämmerte. Am liebsten wäre ich jetzt wieder aufgestanden, gegangen und hätte mich irgendwo auf dem Gelände versteckt. Lieber ging ich diesen Konfrontationen aus dem Weg. Als ich dies dann geschafft hatte, ging ich den Personen aus dem Weg.
Jedoch wusste ich selbst, das es bei Alek unmöglich war. Der junge Mann teilte sich mit mir eine Wohnung und selbst bei den Events der Elite. Der Dunkelhaarige wäre immer da gewesen und ich hätte mich nirgends vor ihm verstecken können.
Anscheinend hatte ich gegen den Norweger dieses Spiel verloren. Eigentlich hatte ich auch gedacht, das sich seine Hand wieder von mir entfernte. Jedoch ließ er sie bei mir, legte sie auf meine Wange und sprach einige weitere Worte aus.
Mein Mund fühlte sich trocken an und ehrlich gesagt wusste ich auch nicht wirklich, was ich sagen sollte. Immer war ich diesen Situationen entkommen, aber hier war ich ausgeliefert.
Tief atmete ich durch und regulierte meinen Herzschlag. Meine Augen verloren sich wieder bei ihm. Was ich machen sollte? Ich wusste es nicht. Selbstverständlich könnte ich ihn wegstoßen, aber ich wollte es in diesem Moment nicht.
Dafür fühlte ich mich grad in seiner Anwesenheit zu wohl, zu sicher und es fühlte sich einfach gut an.
Meine Kehle war zugeschnürt, mein Mund trocken und mir fehlten um ehrlich zu sein wirklich die Worte, die doch sonst immer durch meinen Kopf flogen. Sonst war ich so schlagfertig und wusste immer, was ich zu sagen hatte und wie ich mich verhalten musste. Jetzt jedoch nicht.
Mein Kopf war leer gefegt. Lediglich hielt ich meinen Augenkontakt mit ihm stand, bemerkte wie ich ganz nebenbei seine Nähe suchte und etwas zu ihm rutschte. Nicht viel, aber jedoch ein wenig um dem jungen Mann nur etwas näher zu sein.
Verfasst: So 24. Jun 2018, 21:01


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