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Welches Wesen soll neu bei uns im Internat aufgenommen werden?
Umfrage endete am Di 15. Aug 2017, 18:48
Wasserwesen (Nixen & Meerjungfrauen/-männer) 0%  0%  [ 0 ]
Geister 28%  28%  [ 5 ]
Halb Engel und Halb Dämonen 67%  67%  [ 12 ]
Shadowhunter 6%  6%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 18
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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 25. Feb 2018, 18:39
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WR: vnterwelt(ID: 321360)
@Indigo, du kannst mich gerne privat ansprechen, wenn du mit meinem Charakter sprechen magst. Meine Figur aber zu Dingen zu "zwingen", die ich gar nicht will, find ich nicht so toll..

Sofia Camarelli

Und ausgerechnet zu meinem ersten Schultag tauchte auch noch ein Vampir auf. Sie war womöglich in meinem Alter, aber das konnte man schwer einschätzen. Meine Mom rollte mit den Augen und ich versuchte, mich nicht komplett aufzuregen. Würde mein Knoblauch sie wohl abschrecken?
Als sie uns aber den Weg weisen wollte, folgten Mom und ich ihr zögernd. Womöglich hatte die junge Vampirin ja doch einen besseren Orientierungssinn..

Als ihr Tierchen aber zum Angriff übergehen wollte, riss der Geduldsfaden meiner Mutter. "Das kann doch nicht dein Ernst sein!", meinte meine Mom sauer und trat einen Schritt auf die Vampirin zu. "Wie kann man denn so unfähig sein, sein Haustier nicht unter Kontrolle zu haben!"
Vorsichtig kam Fleur auf mich zugeflogen und setzte sich ängstlich auf meine Schulter. "Alles wird gut..", murmelte ich ihr zu und streichelte sanft ihr Bäuchlein.

Nur wenige Sekunden später, in der wir Feen unser Leben verteidigen wollten, ertönte eine Stimme und forderte, gefälligst mit dem Unsinn aufzuhören. "Rettung!" Die junge Frau ging die Vampirin an und beschuldigte sie darin, sich nicht im Griff zu haben. Dabei konnte ich ihr nur zustimmen. Diese Schülerin hatte noch einiges zu lernen. Besagte Person ging dann auch ihren Weg, was uns alle aufatmen ließ.
"Vielen Dank!", bekundete ich und reichte der Dame vor mir meinen Hand. Sie war noch gerade zur richtigen Zeit aufgetaucht und dazwischen gegangen..

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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 25. Feb 2018, 19:02
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Sky Black

Nachdem die fremde Vampirin abgezogen war und die Lage sich beruhigt hatte, wandte ich mich zu den beiden Feen um und nickte dann. „Passt so denke ich“, ich hatte vor davon zu laufen, jedoch hatte die junge Fee davor meine Hand gepackt und schüttelte sie freudig über ihre Rettung. “Vielen Dank!“. Ein kleines Lächeln rang ich mir ab, zu mehr war ich nicht instande, vor allem da ich zugegeben langsam etwas durstig wurde. Meinen Hunger hatte ich unter Kontrolle, jedoch war ich wohl über die lange Zeit etwas desozialisiert. „Kein Problem“, meinte ich nachdem sich unsere Hände gelöst hatten und ich zu der, anscheinend ihre Mutter, anderen Fee blickte die genauso glücklich schien. „Kann ich euch helfen? Ihr scheint etwas Orientierungslos und ich hab grad nix zu tun“, bot ich meine Hilfe an und warf einen Blick zum Feenturm der so viel heller schien als meiner. Luke biss gerade freudig in meine Schuhbändel und schien von seiner Umgebung nicht viel mitzubekommen. Trotz seines Aussehen und seiner Verspieltheit war der Jaguar mehr als gefährlich.

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Schreibt/malt doch was schönes :)*Klick*

Me? I“m Mrs. Dean Winchester


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 25. Feb 2018, 19:57

Lucia Arclight

Ich blitzte ab was ich eigentlich am besten konnte.Ich nahm die kleine Karte aus meiner Pullovertasche und folgte der Beschreibung.Manchmal blickte ich auf meine Schulter um nach zu sehen ob der Flughund noch auf ihr saß.Aber meine Gedanken kreisten sich darum was gerade passiert war.Ich hatte es schon am ersten Schultag dazu gebracht mich zu hassen.Normalerweise brauchte ich ne Woche dazu wenigstens hatte ich Filou noch als Freund.Wahrscheinlich würde er auch der einzige bleiben.Kurz wandte ich meinen Blick von der Karte ab und sah viele Fotos von berühmten Magischenwesen.Neben denn ganz berühmten wie Dracula und Merlin der Zauberer hangen noch viele andere Fotos auf den Wänden.Entlich hatten sich auch meine Augen wieder normal gefärbt und ich starrte auf eine Tür mit der Nummer 17.Langsam machte ich sie auf und war von der Einrichtung erstaunt.Das war gegen die Bruchbude von mir und meinem Bruder eine Luxusvilla.Filou sah auch erstaunt aus und setzte sich auf den Schreibtisch.Ich warf meine Tasche am Boden.Und legte mich aufs Bett und nahm die mittelgroße Gitarre raus.Filou starrte mich an und ich sagte:,,Wir suchen uns ein kleines Plätzchen."Und so schnell wir im Zimmer waren waren wir auch wieder draußen.Nach einer Gesuche fand ich eine kleine Gasse und begann zu spielend während Fio dazu tanzte.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mo 26. Feb 2018, 15:35

@ behindmirrors: Angenommen. Sehr schöne Anmeldung. Viel Spaß in unserem Internat.
Linus und Malli


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mo 26. Feb 2018, 17:05
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Lascar Dakuen Jeru

'Jaa.', kam es vom Zimmerinneren und ich musste mir ein Lachen verkneifen. Ich war zwar ein Vampir und wirklich zu beinahe allem in Stande, aber durch Wände oder durch Türen, konnte ich nach wie vor nicht wandern. Also stand ich, mit breitem Grinsen vor der Tür und wartete, bis Tavia mir endlich die Tür öffnete.
Unrhythmische Schritte stolperten beinahe zur Tür und ich erwartete schon, dass sie gegen die Tür fiel. Doch die Tür wurde beinahe schwungvoll aufgerissen und ihre grünen Augen suchten meinen Blick. Der Blick, der gerade noch Mord gegangen hätte, klärte auf und sie schien tatsächlich erfreut mich zu sehen.
Ein Lächeln legte sich auf ihre roten, weichen Lippen. 'Ja bitte?', erklang ihre weiche Stimme. Einer meiner Mundwinkel hob sich und mein Blick wurde ungewollt weicher. Doch dies hielt nicht lange. Ich musste aufpassen, was ich ihr zeigte. Ich fuhr meine Schutzschilder hoch und ließ sie nichts von mir wirklich sehen.
'Komm rein.', sagte sie, als hätte sie mich davon wirklich abhalten können. Sie wand sich ab und ich kam nicht umhin meinen Blick über ihren gesamten Körper zu legen, als in den Raum hinein trat.
Ich folgte ihr und konnte den Blick nicht von ihrer grazilen Gestalt wenden. Ihr Körper war die reinste Verführung.
Sie legte sich aufs Bett, was ihren Körper nicht weniger betonte und sah mich mit ihren großen grünen Augen an.
'Gut angekommen?', fragte sie. Ich zwang mich, meinen Blick von ihr zu wenden und meine Tasche abzulegen.
"Ja. Alles gut. Und du?", fragte ich und wand meinen Blick wieder zu ihr. Ich hörte ihren Herzschlag, sah ihre grünen Augen, ihre roten, weichen Lippen und ihren wunderschönen Körper. Ich lächelte sie an.
"Hast du für heute noch etwas geplant?", fragte ich beinahe hoffnungsvoll und hätte mich dafür am liebsten selbst geohrfeigt.
Doch ich kam um meine Gedanken nicht umher...
Kurze Zeit hatte ich, und das leider immer mal wieder, hatte ich Hoffnung. Hoffnung, dass alles gut werden würde. Das ich irgendwann ein normales Leben haben könnte. Mit einer Gefährtin an meiner Seite. Vielleicht war diese sogar Padme...
Doch die Realität sah anders aus. Ich hatte meinen Auftrag und ich hatte meine Eltern oder eher meine Rache.
Und ich wusste auch nicht, wie Padme fühlte. Aber selbst, wenn... Zwischen uns durfte nichts sein. Sie hasste Vampire... Und ich war in Vampir.
Wir passten einfach nicht zusammen.



Kathln Bela Sawyer

'Brauchst du denn Hilfe bei deinem Shirt?', fragte er und ich musste an mich halten. Ich grinste ihn verführerisch an, während er den Kopf schief legte und mich musterte.
Ob ich ihm gefiel?
Doch so schnell wie der Gedanke kam, schob ich ihn beiseite. Das war nicht wichtig. Ich fühlte mich nicht zu ihm hingezogen, aber er war der erste Mensch, denn ich seit vielen Jahren so nah an mich heran ließ. Natürlich konnte er das nicht zu wissen. Aber das verlangen begehrt zu werden, kam in diesem Moment zum ersten Mal in meinem Leben auf. Vorher war da nie viel Raum um diesem Gefühl Platz zu geben. Angst und Wut hatten mich beherrscht. Doch diese Gefühle warne mit einem Mal weit nach hinten gerutscht. Warum? Das wusste ich selbst nicht.
Ob eine solch spärlich bekleidete Situation immer ein solches Maß an Verwirrung mit sich brachte?
Es war keine verliebte Verwirrtheit. Verliebt war ich noch nie und ich war mir auch nicht sicher, ob ich dazu überhaupt im Stande war.
Es war eher, als würde einem das Trommelfell platzen. Man wusste nicht mehr, wo oben und wo unten war. Ich mochte dieses Gefühl nicht.
'Ich glaube ein Kleidungsstück gegen ein anderes ist schon fair.', riss mich seine Stimme aus meinen Gedanken. Ich betrachtete ihn und musste automatisch Grinsen. Er wusste, wie man spielte. Er hatte lediglich seinen Mantel abgelegt. Mit einem Mal war der Abstand zwischen uns wieder geringer und er betrachtete mich erneut. Ich wusste, dass er mir nur zu gerne aus meinem Shirt und der darunter liegenden Hose geholfen hätte, aber ich war nicht wirklich bereit mich vor ihm zu entblößen, geschweige denn ihm das zu geben, was er sich gerade zu sehr wünschte. In seinen Augen konnte man in diesem Moment nicht nur das Wort lesen, nein. Hinter diesem Wort spielte sich bereits der Film ab, der in seinem kleinen, dummen, zerbrechlichem Köpfchen laufen musste. Wie wir uns beide im Bett herumwälzten. Glaubte er wirklich, dass ich so frei war?
Ich sah mich gespielt suchend um. Gelangweilt sah ich zum Bett. Ich seufzte leicht und sah ihn wieder hungrig an. Meine Augen blitzen. Doch nicht vor Verlangen, wie er vielleicht dachte, sondern vom Reiz etwas unanständiges zu tun.
"Das Bett finde ich ziemlich langweilig.", sagte ich und schmiegte mich an ihn. "Wollen wir uns nicht etwas aufregenderes suchen?", fragte ich und glitt über sein Oberteil. Vielleicht würde ihm ja klar werden, dass es mich gerade wirklich störte....


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mo 26. Feb 2018, 19:32
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Cole Pêcheur

Ich sah wie sie meine Augen taxierte, als würde sie aus ihnen lesen können. Sicher waren all meine oberflächlichen Wünsche herauszulesen, aber mehr war auch nicht nötig. Sie waren kalt, starr und 'tot'. Hingegen machte es mir nichts aus, dass sie sah, was mein nächster Gedanke war. Wäre es nicht einfacher so auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen? Aber eigentlich war es mir egal. Wegen ihr hatte ich meine braunhaarige Franzosin gehen lassen müssen.
Die Blonde sah sich in sich suchend um, egal was sie denken mochte, aber sie war aufreizend. Ganz im Gegenteil zu ihrem Blick. Er wirkte gelangweilt, fast schon genervt. Kurz darauf seufzte sie und ich dachte schon, ich hätte etwas falsch gemacht-was gar nicht möglich sein konnte-. Aber dann sah sie mich auch schon wieder hungrig an. Nicht wie ihr Wolf, sondern eine Frau die begehrt werden wollte. Eine Frau die sich verwöhnen lassen wollte, sich wünschte wie eine Prinzessin behandelt zu werden und auf Händen getragen wurde. Ich gestand mir ein, ihr das Gefühl des Begehrens zu zeigen. Mein Blick glitt ihren Körper hinab und ich schob eine Strähne hinter ihr Ohr. Ihre Haare waren weich und so zart, wie alles an ihr-außer ihrem Geist-.
Ihre Augen blitzten auf, sie schaute, als hätte sie einen schmutzigen Gedanken. Gott war sie heiß, wenn sie so auf mich hinauf sh.
"Das Bett finde ich ziemlich langweilig." erklärte sie mir und kam mir noch näher. Meine Augenbrauen hoben sich und ich grinste sie wissend und verführerisch an. Ihr Spiel kam an ihre Grenzen, aber meine waren noch lange nicht erreicht. "Wollen wir uns nicht etwas aufregenderes suchen?" fragte sie und fuhr mir mit ihren feinen Händen über den Oberkörper.
Ich schaute sie schief an und verbarg nichts. Ich schüttelte meinen Kopf auf ihre stumme Aufforderung. "Es muss schon gerecht bleiben, eins gegen eins." und fuhr mit meinen Fingern an den Saum ihres Shirts und ließ meine Finger kreisen. Immerhin wollte ich ihr noch die Möglichkeit geben sich doch anders zu entscheiden, auch wenn ich es ungern tat.
"Ich müsste mich noch duschen..." und grinste sie unverhohlen an.
Wer spielte mit wem?
Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für eine Kostprobe und zog mein Shirt aus. Außerdem wurde es heiß in dem Raum. An wem das lag wollte ich nicht zu sagen wagen. "Vielleicht ist der Gemeinschaftsraum auch leer, die Sofas sahen sehr bequem aus." ich ließ eine kurze Pause und sah auf ihre nackten Beine hinunter. "Wenn du willst kann ich dich auch hinbringen, nicht dass der Boden zu kalt ist." und strich meine Hand ihren Arm entlang.
Wieso redeten wir eigentlich so viel? Es war vollkommen unpraktisch und würde irgendwann auch ihren Reiz verlieren, obwohl es ihr zu gefallen schien.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 00:14

Cailin

Ich war nun schon seit Stunden ohne Pause unterwegs. Der Gedanke daran für eine noch unbestimmte Zeit wieder an einem festen Ort zu leben, hinterließ ein seltsames Gefühl in meinem Magen, dass ich nicht richtig fassen konnte. Ich war nun schon so viele Jahrzehnte unterwegs. Zog von einem Ort zum nächsten und war nirgendwo auch nur einen Monat lang verweilt. Ich vermisste nichts bei dieser Lebensart, ich war daran gewöhnt so zu Leben und mir machte dieses Leben Spaß. Ich vermisste mein Zuhause, den kleinen Hain inmitten der Highlands, ich vermisste es jede Sekunde, seit ich gegangen war. Ein anderes Zuhause konnte ich mir nicht vorstellen und solange ich unterwegs war, gab es zumindest keinen anderen Ort, den ich hätte Zuhause nennen können. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, bei dem Gedanken daran, wieder für eine längere Zeit an einem Ort zu Leben. Dass der Schatten dem Internat gegenüber den Widerwillen hatte, den ich bei dem Gedanken eines neuem Zuhause empfand, half mir auch nicht. Seine negativen Gefühle verstärkten meine eigenen noch. Dass ich dennoch auf dem Weg war, lag ganz an meiner Vernunft, meiner Neugier und purer Willenskraft. Genau deswegen machte ich auch keine Pause, je früher ich ankam desto besser war es. Zumindest hoffte ich, dass es besser werden würde, sobald ich angekommen war. Mein Blick huschte zur Tankanzeige, okay eine kurze Tankpause. Ohne würde ich es vermutlich grade noch zum Internat schaffen, aber von dort aus keinesfalls mehr bis zur nächsten Tankstelle. Ich hatte die Honda Rebel noch nicht lange. Alle 10-15 Jahre wechselte ich zu einem neueren, leistungsstärkeren Motorrad, mit weniger Verbrauch. Dabei blieb ich jedoch immer dem Look der Oldtimer treu. In matt grau lackiert, mit dem typisch hohen Lenker und rundem Frontlicht, erweckt die Maschine den Eindruck aus den 50/60er Jahren zu stammen, dabei steckt ein moderner Motor unter der Verkleidung und ich war immer noch überrascht darüber, wie wenig Sprit die Maschine schluckte. Jetzt kam ich um den Tankstop so kurz vor meinem Ziel nicht mehr herum, ich hatte dem Balken auf der linken Seite der kleinen runden Anzeige, zu lange zu wenig Beachtung geschenkt. Bei dem nächsten Schild, dass auf eine Tankstelle hinwies bog ich ab und fuhr auf einen winzigen Rasthof mit zwei Tanksäulen. Der Bezinpreis war mir so gleich, wie die vielen bunten Werbungen, für dieses und jenes Angebot, die die Säulen und Wände der Tankstelle förmlich pflasterten. Als ich abstieg und den Helm vom Kopf nahm pfiff eine LKW Fahrer, der mit seinem Truck am Rande des Rastplatzes stand. Abschätzig blickte ich zu dem Mittvierziger, der mit seinem Bierbauch und der Halbglatze fast schon zu gut sämtliche Klischees erfüllte. Ich entschied mich dazu, dass es das beste wäre ihn zu ignorieren, ganz gleich ob er nun wegen mir oder wegen des Motorrads gepfiffen hatte. Leider schien er meine Ignoranz nicht wahrzunehmen. Ich stand mit dem Rücken zu ihm und sah zu den sich drehenden und in die Höhe schnellenden Zahlen auf der Tanksäule, als ich die Drohung des Schattens verspürte, der sich schützend, wenn auch unsichtbar, wie ein Schild hinter mich begeben hatte.
Es war schon seltsam, dass erste Mal, das er mich ohne meine Aufforderung geschützt hatte, war im zweiten Weltkrieg gewesen. Ich war so beschäftigt damit gewesen über Leichen hinweg zu dem Soldaten zu kommen, der vor Schmerzen so stark schrie, dass man ihn über mehrere hundert Meter hinweg noch hören musste. Ich bemerkte die Soldaten hinter der Mauer aus Sandsäcken, mit dem Maschinengewehr nicht, als sie den Verletzten und mich ins Visier nahmen. Ich beugte mich gerade über den Verletzten, als sie schossen. Ich wäre eigentlich tot gewesen, noch bevor ich mich hätte umdrehen können und damit wäre der Schatten frei gewesen. Zu meiner Verblüffung legte der Schatten sich um mich wie ein schützender Mantel, sodass die Kugeln abprallten, ich am Leben und der Schatten an mich gebunden blieb.
Im übertragenen Sinne hatte ich, durch dieses mir unerklärliche Verhalten des Schattens, Augen im Hinterkopf. „Was auch immer du vorhast, lass es bleiben.“, begann ich sowohl an den Mann als auch an der Schatten gerichtet. Für den Schatten war mein Wort unumstößlich, zum Glück sonst hätte es wohl einigen Menschen bereits das Leben gekostet. Während das große, schwarze Wesen wieder in meinem Schatten verschwand, sah ich über die Schulter zu dem Kerl, der bei meinen Worten wie angewurzelt stehen geblieben war. „Ich habe weder ein Interesse daran mich weiter zu unterhalten, noch länger an diesem Ort zu bleiben als notwendig.“, mit diesen Worten hängte ich den Schlauch zurück und ging zu dem schäbig anmutendem Tankstellenhäuschen um zu bezahlen. Ich wartete weder auf eine Reaktion, noch sah ich mich noch mal nach ihm um. Als ich zurück kam, war er verschwunden und so stieg ich auf und fuhr den Rest des Weges, zu dem Schloss mit seinen vier Türmen.
Der knirschende Kies, als ich auf den Parkplatz fuhr, war fast schon verräterisch laut in der Stille, die mich ansonsten umgab. Gemütlich rollte ich auf den nächst gelegenen Parkplatz, stieg mit Schwung ab und legte den Helm auf der Sitzfläche ab. Der Inhalt des schwarzen Backpackerrucksacks, den ich auf dem Rücken trug, und der zwei braunen Satteltaschen aus Fettleder, die in etwa die Größe von zwei kleinen Koffern hatten, waren alles was ich besaß. Wenn man ständig unterwegs war, konnte sich nicht viel ansammeln. Man lebte mit dem, was man wirklich benötigte und schleppte keinen unnötigen Ballast mit sich rum. Mit dem Motorrad konnte ich ohnehin nicht viel mitnehmen. Lustigerweise besaß ich immer noch mehr, als ich in meinem Zuhause besessen hatte. Ich machte die Taschen los und legte sie mir über den linken Arm, ehe ich mir den Helm in die linke Hand gab. Die rechte brauchte ich für den Zettel, der in einer der Taschen meiner Motorradjacke steckte. Da ich nicht gewusst hatte, wann ich ankommen würde, hatte mir die Internatsleitung meine Zimmernummer bereits übers Telefon mitgeteilt und exakt diese stand auf einem kleinen zerknitterten Zettel, den ich in eine der vier Jackentaschen gestopft hatte. Das unterschwellige Grummeln in meinem Kopf, dass der Schatten dauerhaft von sich gab, seit das Haupttor in Sichtweite gewesen war, wurde lauter als ich auf den Haupteingang zuging. Ich verdrehte die Augen, Auch das wird mich nicht daran hindern, da hinein zu gehen. Also lass es bleiben., dabei stieß ich auf etwas in meiner Brusttasche, das sich sehr nach Papier anfühlte. Mit Mittel und Zeigefinger zog ich den kleinen Zettel umständlich aus der Tasche und versuchte im Halbdunkeln zu entziffern, ob und was darauf geschrieben stand. Entnervt schob ich den Zettel dahin zurück wo her herkam. Eine Notiz stand darauf, aber die falsche, also die nächste Tasche. Auch in den beiden anderen äußeren Taschen, fand ich die entsprechende Notiz nicht. Bei meinem Glück hatte ich sie vermutlich verloren. Zuletzt blieb mir nur die Suche in der Innentasche. Völlig zerknüllt und kaum noch lesbar, doch die Nummer meines Zimmers stand auf dem kleinen Kaugummipapier, dass ich aus der untersten Ecke, der letzten Tasche zog. Ein weiterer Vorteil, wenn man nur wenige Dinge besaß, das Chaos wurde niemals so groß, dass man die Dinge nicht mehr wiederfand. Als der unterschwellige Widerwillen des Dämons noch nicht aufgehört hatte, als ich die Treppen zum Eingang hinauf ging, riss mir der Geduldsfaden, Entweder du schweigst jetzt oder aber ich missbrauche dich als Packesel., augenblicklich herrschte wieder angenehme Stille in meinem Kopf. In mich hinein lachend betrat ich letztendlich die Eingangshalle.
Ich seufzte, der Wald um das Schloss herum, in dem ich im Vorbeifahren bereits das ein oder andere Antlitz eines Geisterwesens erblickt hatte, wirkte auf mich wesentlich einladender als die Halle. Es hatte seine Vorteile so abseits der Zivilisation aufzuwachsen, wie ich es war, in Momenten wie diesen hatte es aber auch Nachteile. Ohne mich groß umzusehen lief ich geradewegs der Wegbeschreibung in Gedanken folgend an der Mensa vorbei in die hintere rechte Ecke, zum Eingang des Magierturms. Während ich dem Verlauf der Treppe hinauf folgte, ließ ich meine Finger über den rauen Stein der gemauerten Wand gleiten. Tür für Tür sah ich mir die kleinen Schildchen neben den Türrahmen an, ehe ich die richtige Nummer fand. Damit begann die nächste Suche, diesmal nach dem Schlüssel, der mich per Kurier vor etwa zwei Wochen mitten in Moldawien erreicht hatte. Den hatte ich sinnvollerweise nicht in die Jacke gestopft hatte. Die Satteltaschen und den Helm an die Tür gelehnt, begann ich die kleinen Fächer des Rucksacks zu durchsuchen. Bereits innerlich meine chaotische Art verfluchend, fiel mir wieder ein, dass ich den Schlüssel bereits an den Ring mit dem Motorradschlüssel und dem kleinem hölzernen Anhänger hing. Ich hatte ihn bewusst daran befestigt, damit ich nicht suchen musste. Naja, so viel dazu. Den Schlüsselbund aus der Jackentasche ziehend, schulterte ich erst den Rucksack und hob dann die Taschen und den Helm wieder auf. Mit leisen Schritten betrat ich den dunklen Raum, das Licht des Mondes reichte vollkommen um das zu sehen, was ich sehen musste. Ich ließ die Taschen, den Helm und den Rucksack auf einen Haufen in eine Ecke fallen, ehe ich mich selbst auf das zu weiche Bett fallen ließ.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 13:36
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Sean Scales

Ich hatte meinen Blick nicht von der jungen Fee entfernt. Meine Gedanken wollten sich beinahe wieder verabschieden, wenn mich ihre Augen noch weiter in ihren Bann zogen. So viele offene Fragen breiteten sich in meinem Gehirn aus. So viele Fragen, keine Antwort. Einiges betraf sie. Wo war sie gewesen? Warum hatte sie mir nicht wenigstens einen Zettel hinterlassen?
Ich hatte sie mehrfach versucht anzurufen, bis ich es aufgegeben habe. Wobei aufgeben das falsche Wort war. Selbst die Schulleitung hatte ich versucht zu fragen, doch Auskunft wollten sie mir nicht geben. Ich unterdrückte ein seuftzen als ich sie ihre neuen Sachen einräumen sah.
„Ich hoffe das du Recht behältst.“ Entgegnete ich ihr, als sie mir den richtigen Kräutertee reichte. Ich goss das brühend heiße Wasser in die Tasse bevor ich mich an die Theke lehnte. Ein klarer Kopf hörte sich gerade nach mehr Luxurität an, als ich mir vorstellen konnte.
‚Bei meiner Großmutter‘ antwortete sie mir knapp. Sie redete nicht gern über ihre Großmutter. Das hatte ich schon bemerkt. Wenn es um ihr Buch ging oder ihre Familie redete sie entweder gar nicht oder flüchtete sich mit schnellen Worten und Themenwechseln. Kein gerade unauffälliges Verhalten. Schließlich geriet sie immer gleich in Schockstarre wenn man nur ein Wort darüber verlor.
Sie sah mich mit ihren unschuldigen Augen an. Ich seuftzte leise.
Ich drückte mich langsam von der Theke weg und machte einen Schritt auf sie zu. Ich hatte mir wirklich Sorgen gemacht. Ich sponn bereits so weit, dass ich Silas oder Kuro für ihr Verschwinden verantwortlich gemacht hätte. Nur schien dem ja nicht so zu sein.
Ich nahm sie vorsichtig in den Arm. Schon lange hatte ich das bei niemandem mehr getan. Durch meinen Bruder wollte ich eigentlich niemanden in irgendeiner Hinsicht an mich heran lassen. Doch sie..? Ich konnte es nicht so richtig erklären. Aber bei ihr fühlte ich mich wohl. Ich musste mich nicht verstellen, hatte gelernt noch etwas sensibler mit meiner Vampir Gestalt umzugehen und so meine Selbstdisziplin wieder aufgefrischt.
Sie war mir einfach wichtig geworden. Deswegen machte ich mir auch Sorgen, wenn ich nichts von ihr hörte. „Ich hab mir Sorgen gemacht.“ Murmelte ich dann. Ich wusste nicht, ob ich es wirklich aussprechen sollte. Doch wollte ich auch ehrlich zu ihr sein.
Ich ließ sie wieder los. Wollte sie schließlich nicht zu sehr bedrängen. „Schon ok, mach erst mal eine Pause.“ Entgegnete ich ihr auf ihre Frage und nahm meinen Tee in die Hand.
Ich lief ein paar Schritte und setzte mich dann auf das große Sofa. „Wieso warst du denn weg?“ hakte ich dann vorsichtig nach. „Du kannst mir auch eine Geschichte erzählen.“ Fügte ich im selben Atemzug hinzu. Es war ja immerhin ihre Entscheidung, ob sie mir die Wahrheit sagen würde oder nicht. Hellsehen konnte ich ja nun auch nicht.

Isac Scales

Ich keuchte. Mein Herz pumpe, meine Muskeln brannten. Ich biss meine Zähne zusammen. Mein Körper wollte es beenden. Doch ich nicht. Ich wollte meine Grenzen überschreiten. Den Strich einfach ignorieren. Ihn neu ansetzen. Besser werden. Stärker werden. Meine Macht vergrößern, wenn man es so ausdrücken wollte.
Ich schlug weiter auf den Trainingsdummi ein, wechselte zwischen ein paar Kampfformen und baute zwischen drin ein paar Work Out Übungen ein, um jede meiner Muskelgruppen zu fordern.
Meine Gedanken waren klar. Klar wie schon lange nicht mehr. Allein auf eine Sache fixiert. Den Schutz meiner Familie. Zumindest von dem Teil, der davon noch übrig war.
Ein letzter Schlag. Am liebsten hätte ich geschrien. Doch nicht vor Schmerz. Nicht vor Erschöpfung. Oh nein.
Vor Wut. Vor Hass. Ich hätte am liebsten jemandem das Genick gebrochen.
Ich atmete tief durch. Ich musste mich abreagieren. Dringend.
Ich verließ den Trainingsraum und eilte in mein Zimmer. Ich beachtete niemanden auf meinem Weg. Dafür hatte ich keine Zeit. Mein Kopf konnte gerade nichts anderes aufnehmen als die Begegnung mit Tajaro.
Ich schnappte mir eine Jacke, knallte die Zimmertür hinter mir zu und stürmte beinahe aus dem Schlossgebäude.
Dass ich dabei einige „Mitwesen“ aus dem Weg schubsen musste, belastete mein Gewissen nicht wirklich. Wenn ich denn überhaupt noch eins hatte.
Draußen angekommen setzte ich meine Vampirgeschwindigkeit ein, um schnellstmöglich in den nahegelegenen Park zu kommen. Meine Wut musste raus. Und am besten ging das nun mal, wenn ich mich an einer süßlichen Blutbank bedienen konnte.
Ich stand abseits in der Nähe des Brunnens und beobachtete die Umgebung. Meine Augen hatten sich bereits blutrot verfärbt.
Nichts würde mich von meinem Trip runter bringen. Nichts konnte mich gerade beruhigen. Ich hatte meinen Schalter umgelegt. Gefühle aus, Urinstinkt an. Nichts weite interessierte mich jetzt.
Ich machte eine zarte Brünette aus. Mitte 20, zierliche Gestalt. Ziemlich gut geformter Körper. Praller Hintern, nicht zu viel Dekolleté…eigentlich genau mein Typ.
Ich grinste in mich hinein. Sofort stand ich vor ihr. Sie schreckte zusammen. Doch bevor sie auch nur einen Ton zwischen ihren purpurroten Lippen hervor bringen konnte, zog ich sie in meine Manipulation. „Schweig still, kleines.“ Sie nickte. Ich zog sie mit mir, presste sie abseits hinter einen Baum und hatte sogleich schon meine Zähne in ihre Halsschlagader gerammt. Sie regte sich nicht. Kein Muchs, kein Wehren. Oh wie süß diese Fähigkeit doch war. Dieses Gefühl der Kontrolle… die ganze Macht über jemand anderen zu haben. Es erfüllte mich immer wieder mit unsäglicher Euphorie. Worte beschrieben nur schwer, was ich fühlte.
Ich legte meinen Kopf kurz in den Nacken und grinste. Ob ich meinen Durst beherrschte? Nun. Eigentlich hatte ich nicht wirklich Hunger. Mir ging es nur darum, meinen Frust abzuwerfen. Und so, klappte dies am besten.

Nach einer Weile ließ ich den bewusstlosen Körper der attraktiven Frau auf den Boden sinken. Schade eigentlich. Wenn ich nicht so Emotionsgestört gewesen wäre, hätte sie sicherlich auch eine nette Figur in meinem Bett gemacht.
Ich zuckte mit den Schultern und wandte mich ab. Meine Vampirgelüste hatten sich durch die neuen Blutnährstoffe etwas beruhigt. Doch meine Gedanken kreisten immer noch wild durcheinander im Nirgendwo herum. Ich musste sie endlich sortieren. Doch wie? Ich wusste gerade keinen Anhaltspunkt.
Genervt von mir selbst ließ ich mich an einer Bank nahe des großen Sees nieder und prustete leise. Wo sollte das denn Enden? Oder besser.. Wie?
Ich musste das beenden. Ein für alle mal. So konnte das ja nicht weiter gehen. Ätzende Geschichte. Eigentlich nicht so meins..

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Ich wünsche niemandem etwas schlechtes. Ich wünsche manchen Menschen nur, dass sie sich einmal selbst begegnen.


Zuletzt geändert von Little Linus am Do 1. Mär 2018, 07:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 17:59

Cailin

Mein erster Tag im Internat neigte sich dem Abend zu. Fast eine Stunde hatte es heute früh gedauert, bis ich die junge Hexe losgeworden war, die mich bereits im Sekretariat erwartet hatte. Ja, sie hatte nur nett sein wollen und hatte letztendlich genau das gemacht, was man ihr aufgetragen hatte, die Neue einmal durch das Schloss geschleift. Dabei hatte ich das Sekretariat eigentlich nur aufsuchen wollen, um meine Ankunft zu melden und mir meinen Stundenplan abzuholen. Der Gedanke wieder unterrichtet zu werden und das ein oder andere neue zu lernen, hatte mich mit Vorfreude erfüllt, jetzt war dieser Gedanken an den Unterricht mit dem an die Hexe verbunden, was sämtliche Vorfreude gnadenlos erstickte. Wie oft ich mir selbst vorgebetet hatte, ihr das Mindestmaß an Höflichkeit weiter zukommen zu lassen, obwohl sie meine Meinung dazu, nämlich das ich weder einen Rundgang noch einen Ansprechpartner brauchte, ignoriert hatte. Ich war über ein Jahrhundert alt, ich brauchte niemanden, der mich bei der Hand nahm. Selbst jetzt noch knirschte ich mit den Zähnen, als ich an diesen Morgen dachte. Umso erfreulicher war die Information gewesen, dass ich so gut wie keinen Unterricht mit ihr gemeinsam hatte. Ich hatte mir nicht einmal ihren Namen gemerkt.
Zum Mittag hin hatte ich mich nach draußen verzogen. Es war so kalt an diesem Tag, dass die wenigsten wohl freiwillig raus gingen. Also für mich das perfekte Wetter um die Ruhe zu genießen, die die Kälte mit sich brachte. Wegen der Kälte trug ich unter der kakigrünen Motorradjacke aus Wildleder eine dicke graue Wolljacke, die einen hohen Stehkragen hatte, der mir bis unters Kinn reichte und so lange Ärmel, dass sie mir bis zu den Fingerknöcheln reichten. So sah man nur an den Fingern der linken Hand, die feinen dunklen Ranken, die von der Verbindung zwischen dem Dämon und mir zeugten. Ich war lange ziellos über das Gelände des Internats gezogen, bis ich an einen See geraten war. Die Oberfläche war angefroren und reflektierte das Licht der Sonne wie ein Spiegel. Ich suchte mir einen Baum am Ufer, der so stand, dass mir den gesamten Nachmittag die Sonne ins Gesicht scheinen würde, wenn ich ihn als Rückenlehne nutzte. Eine ganze Weile hatte ich nur da gesessen und mit geschlossenen Augen gespürt, wie sich die Wärme der Sonnenstrahlen, mit dem bissigen Wind ein Duell auf meiner Haut lieferten. Allerdings steckte es mir zu tief in den Knochen, immer etwas zu tun zu haben und so holte ich bald schon ein kleines Klappmesser aus meiner Jackentasche, suchte mir einen Ast und begann kleine Talismane zu schnitzen, die dem Anhänger an meinem Schlüsselbund sehr ähnlich waren. Mit dem Schnitzen hatte ich irgendwann mal angefangen und es beibehalten. Es ließ sich überall machen und die Talismane ließen sich gut verschenken. Der Schatten war noch immer absolut missgelaunt und verbarg sich dauerhaft in meinem eigenen Schatten. Er hatte sich kein einziges Mal gerührt und das schon den gesamten Tag. Ich vergaß über die Schnitzerei gebeugt völlig die Zeit. Meine Haare lagen in einem lose geflochtenem Zopf über meiner Schulter, wobei sich im laufe des Tages einige Strähnen gelöst hatten und im Licht der Abendsonne glänzten wie Pech. So saß ich noch immer im Schneidersitz zwischen den Wurzeln des Baumes und war beinahe mit dem zweiten Glücksbringer fertig.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 20:04
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Derek Hale

Ich wanderte gerade am Gelände des Internats entlang nachdem es mich heute Mittag etwas in die Stadt gezogen hatte. Doch mehr als einen Kaffee hatte ich mir nicht gegönnt und war nun beim See angekommen, einer der Orte an welchem ich die meiste Zeit verbrachte. Sia lief wortlos neben mit her, leistete mir einfach stumm Gesellschaft. Trotz der Kälte um mich herum, war mir warm weshalb ich nur eine leichte Jacke trug. Auch wenn das manchem merkwürdig vorkam, aber immerhin war ich kein Vampir der sich wahrscheinlich nackt bei den Temperaturen pudelwohl fühlen würde. So war ich doch recht erstaunt am ansonsten menschen leerem See plötzlich eine junge Frau anzutreffen, welche ein dünnes Stück Holz zwischen ihren Fingern hielt und konzentriert mit ihrem Messer darauf einging. Ich verlangsamte meine Schritte und ließ mich an meinem üblichem Platz, welcher etwas weiter unten am Ufer war, nieder um das Mondlicht auf dem Wasser - naja eher Eis - zu beobachten. Irgendwie mochte ich es hier, irgendwie war die Umgebung hier einfach - naja irgendwie mystisch. So kitschig das auch klang. Aber meine Einsamkeit war etwas, mit welcher ich mich schon eine Weile abgefunden hatte. Als ich mich kurz umsah, bemerkte ich das Sia verschwunden war, nicht einmal ihre Schritte in der Ferne waren zu hören so weit war sie weg. Ich streckte meine Beine aus und fuhr mir dann mit einer Hand durch die Haare. Meine letzte Verwandlung war doch eine Weile her, das letzte Mal joggen war ich vor einer Woche. Abwesend spielte ich mit dem Anhänger an meinem Armband welcher schon etwas abgerieben war, da er schon ziemlich alt war. Ein kleiner Seufzer entfuhr mir und ich zuckte hoch als eine Fledermaus lautlos über mich hinweg zog. Was das Wolfsgehör nicht alles vernahm, genauso wie der spezielle Geruch der jungen Frau hinter mir, sie roch nicht nach einer Fee und nach einem Vampir schon gar nicht, aber auch nicht wirklich nach einer Magierin. Trotzdem kam mir ihr Auftreten bekannt vor, so als hätte ich jemanden wie sie schon einst getroffen.

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Me? I“m Mrs. Dean Winchester


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