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Welches Wesen soll neu bei uns im Internat aufgenommen werden?
Umfrage endete am Di 15. Aug 2017, 18:48
Wasserwesen (Nixen & Meerjungfrauen/-männer) 0%  0%  [ 0 ]
Geister 28%  28%  [ 5 ]
Halb Engel und Halb Dämonen 67%  67%  [ 12 ]
Shadowhunter 6%  6%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 18
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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 16:50
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Kathlyn Bela Sawyer

Unschlüssig und voller Skepsis betrachtete er mich. 'Prinz Charming hat etwas Warmes anzuziehen, wie sieht es bei dir aus Cinderella? Ich will nicht verantwortlich sein, dass du dann krank wirst. Vielleicht ist langweilig gar nicht so schlecht, da strengen wir uns wenigstens mehr an, dass es abenteuerlicher wird. Vielleicht schaffen wir dir eine ganz neue Dimension von Abenteuern.', hatte er mich gerade wirklich Cinderella genannt? Ich war vieles, aber gewiss keine Prinzessin.
Spöttisch musterte ich ihn. Er hatte Angst um meine Gesundheit? War ich nicht noch vor kurzem noch eine Psychopatin, die dringend Hilfe benötigte? Wieso sollte man sich nun um meine Gesundheit sorgen?
"Ich bin ein Werwolf. Ich friere nie. Und krank werde ich wegen etwas Aktivität draußen sicher auch nicht.", sagte ich beinahe arrogant.
Erneut musterte ich das Bett. Dieses Mal jedoch abfällig.
In diesem Bett wollte ich schlafen und mich nicht mit irgendeinem Idioten herumwälzen...
Ohne das ich noch einen weiteren Schritt tun konnte, trat er auf mich zu, griff mein Gesicht und küsste mich. Küssen konnte er zumindest. Er fuhr durch eine Haare und meinen Rücken hinab.
Schließlich steuerte er mit mir Richtung Bett und konnte nicht anders, als mit meinen Augen zu rollen. Mitten im Kuss schien er zu grinsen und ich spürte seine Hand am Saum meines Oberteils. Ich seufzte in mich hinein und trat näher heran um meine Arme um seinen Hals zu legen und mich der Leidenschaft hinzugeben, doch erstarrte in der Bewegung. Der Schmerz hüllte mich ein und ich wich keuchend zurück. Der Geruch von verbrannter Haut stieg mir in die Nase. Ich taumelte ein paar Schritte, ehe ich zu Boden fiel. Der Schmerz, die Verätzung, die jenem Schmerz gleich kam, waren kaum zu ertragen. Luftlos zog ich das Tshirt etwas hoch und erstarrte erneut, als ich die fleischige Wunde sah, die von einem schwarzen Rand umhüllt war. Die Wunde schlug eitrige Blasen. Beim Anblick dieser Wunde, schmerzte es noch mehr.



Lascar Dakuen Jeru

Sie sah zu mir herauf und lächelte. Mit diesem Lächeln hätte sie Steine schmelzen können. Es wurde immer schwerer für mich in ihrer Gegenwart hart zu bleiben und ihr nicht gänzlich zu verfallen. Es war ein Kampf zwischen dem Was-ich-wollte und dem Was-ich-tun-musste...
Ich sah sie an. Wie konnte man nur so bildhübsch sein und nichts davon ahnen?
'Alles bestens', sagte sie. Ich sah die Strähne, die sich in ihr wundervolles Gesicht geschlichen hatte und hätte sie sie nicht selbst aus ihrem Gesicht verbahnt, hätte ich es wahrscheinlich nicht lassen können, dies selbst zu machen.
'Nicht unbedingt. Vielleicht den hoch angepriesenen Whirlpool begutachten, oder vielleicht doch schon ein paar abfahrten nehmen. Bei Nacht fängt der Spaß doch erst richtig an.', antwortete sie auf meine Frage und grinse mich an. Ich konnte nicht anders, als sie ebenfalls anzulächeln, aber ich wusste, dass es eher ein verträumtes Lächeln war.
'Und du? Lust mitzukommen? Diesmal ohne Bodyguard-Pflichten.', sagte sie amüsiert. Ich sah sie mit großen Augen und wusste nicht recht, was ich antworten sollte.
Sollte ich mich meinem Wollen hingeben, nur um sie noch mehr in Gefahr zu bringen? Konnte ich diese Gefahr auf uns nehmen? Ich sah mich im Raum um. Allerdings, was blieb mir anderes übrig? So konnte ich sie im Auge behalten. Richtig?
"Und du versprichst, dass ich dich nicht schon wieder retten muss?", fragte ich herausfordernd und gleichzeitig amüsiert. Ich lächelte sie an. "Ich würde gern mitkommen.", sagte ich mit warmer Stimme.
'Und das hast du dir auch wirklich gut überlegt?', fragte mich eine müde Stimme. Ich sah Echo an und lächelte.
"So kann ich sie im Auge behalten und sie im Notfall beschützen.",erläuterte ich und versuchte gleichzeitig mich selbst davon zu überzeugen, dass es nicht mehr für mich bedeutete.
'Jaja, rede dir das nur ein.', sagte der Lux. Ich seufzte. Wie recht er doch hatte... Natürlich hatte ich nicht nur ihre Sicherheit im Sinne. Sie war schon lange mehr als nur ein Job für mich. Ich beschützte sie schon lange nicht mehr, weil ich es musste, sondern, weil ich ein persönliches Interesse hatte...
"Die Idee mit dem Whirlpool gefällt mir wirklich gut.", sagte ich beinahe beiläufig und merkte erst später, dass ich mir die Situation nicht wirklich einfacher machte...



Camile Emily Black

Und endlich wurde er zu dem Cassian, den ich immer in ihm gesehen hatte. Langsam legte er auch seine Arme um mich. Ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen und Freudestränen schlichen sich in meine Augen. Doch ich hielt meine Augen geschlossen, so dass sie gar nicht erst entweichen konnten.
Ich für meinen Teil hätte ewig so stehen bleiben können. In seinen Armen füllte ich mich geborgener und sicherer als an sonst einem Ort. Mein Herz schlug schneller. Cassian hatte eine sonderbare Wirkung auf mich. Eine Wirkung, die ich bei keinem anderen beobachten konnte.
Schließlich drückte er mich an sich und mein Herz bekam einige Rhythmusstörungen. Er schien sich für einen Moment völlig fallen zu lassen.
Ich spürte ihn, so nah wie sonst so selten. Ich konnte ihn riechen und ich mochte diesen Geruch in meiner Nase. So hätte es für den Rest meines Lebens sein können. Friedlich und mit ihm.
'Ich soll dir schöne Grüße von meiner Schwester ausrichten.', sagte er nahezu beiläufig und ich hielt inne. Mein Blick wanderte zu ihm hinauf, meine Augen öffneten sich und das Lächeln blieb.
"Wie geht es ihr?", fragte ich und hatte ehrliches Interesse an einer guten Antwort. Ich hatte seine Schwester wirklich ins Herz geschlossen. Sie war so vertrauensvoll, gütig und liebevoll.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mi 7. Mär 2018, 23:59

Lucia Arclight

Nach einer Zeit hörte ich auf Gitarre zu spielen und starrte Löcher in die Luft.,,Was Tony nur grad macht,, dachte ich mir während ich in meiner Gedankenwelt versunken war.Nach einiger Zeit wurde ich von Fio aus dieser Welt zurück ins Leben gerufen.Er knapper an meiner Hand und ich fragte mit einem kleinen Lächeln:,, Was ist den los großer ?" Er zärte mich in die Höhe und ich nahm die Gitarre.Er führte mich zu einem wundervollen See.ICh setzte mich ans Ufer während mein Flughund im Wasser begann herum zu tollen.Es dauerte nicht lang da saß er neben mir und schüttelte sich aus.,,Doch noch zu kalt", flüsterte ich zu dem Geschöpf dass sich zu mir kuschelte und anscheinend einschlief.Ich krammte aus meine Pullover ein Foto von mir und Fio als er ein Jahr bei mir war man konnte ihn kaum wieder erkenne.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Sa 10. Mär 2018, 20:32
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WR: mone(ID: 217867)
Cassian Dawison

Still stand ich da, mit ihrem Geruch in der Nase und ihrem ruhigen Atem in den Ohren. Was wollte ich mehr, als sie bei mir zu haben, in meinen Armen, gesund und glücklich. Ja, gerade war ich mehr als zufrieden, ausgeglichen und einfach nur entspannt. Es war einer der wenigen Momente, wo mein Kopf einfach leer war, keine Sekunde seit sie in meinen Armen lag, hatte er gearbeitet. Nein, ich wollte nicht daran denken welche Auswirkungen es haben sollte, was es eigentlich für ein Chaos auslösen würde. Ich war verlobt, mehr oder weniger freiwillig, meine Taten hier waren verboten und standen keinen Falls unter einem guten Stern. Doch ich wollte nicht denken, zumindest nicht daran.
Mein Kopf senkte sich etwas, so als würde ich zu ihr runter schauen. Was natürlich nur eine Angewohnheit von meinen alten Zeiten war, doch ich hatte mich abgefunden.
Doch nun wurde meine Aufmerksamkeit wieder auf die Fee gezogen. Sie fragte, wie es meiner Schwester ging.. Doch ich antwortete erstmal nicht, zu überrascht war ich ihre wunderschöne, helle Stimme zu hören. Es klang so klar, so wunderschön. Ich war meine Vermutung wohl doch gar nicht zu weit entfernt davon gewesen, dass sie nun ganz normal redete. Sie könnte für mich ewig reden und ich würde ihr immer folgen. Ich wusste nicht, ob mich der Klang ihrer Stimme so faszinierte oder die Tatsache das sie nun redete. Aber ich war hell auf begeistert von ihr zu hören. Obwohl sich wohl für mich nicht viel veränderte, ich würde auch hier stehen, wenn sie immer noch stumm wäre.
"Sehr gut, denke ich mal. Mutter und Delia haben einen kleinen Schneider laden aufgemacht und überhäufen jedem mit bunten Farben." Ein schiefes Lächeln schob sich auf meine Lippen. "Delia hat mir was für dich mitgegeben.

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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Sa 10. Mär 2018, 23:04
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Cole Pêcheur

Sie erwiderte meinen Kuss. Zwar etwas unbeholfen, als wäre es Neuland für sie, aber dennoch gut. Sie trat naher an mich heran und legte mir ihre Arme um den Hals. Wieso hatte ich so lange gewartet, am Ende wollte jeder nur die Leidenschaft und das Glück in seinem Körper spüren, wieso sollte es bei ihr etwas anderes sein?
Trotzdem erstarrte sie irgendwann mitten in der Bewegung, ich wollte ihr gerade einen spöttischen und provokanten Spruch entgegenbringen, als sie anfing zu keuchen. Kein glückliches und erfülltes aufkeuchen, sondern eher ein schmerzverzerrtes und angsterfülltes Keuchen.
Ich schaute sie verwirrt an, bis mir ein eigenartiger Geruch in die Nase stieg. Aber noch ehe ich den Geruch identifizieren konnte, taumelte die Blonde auch schon weg von mir.
Ich atmete hörbar genervt ein und rollte meine Augen. Sie fiel zu Boden und zog ihr Shirt hoch. Wieso hatte sie es nicht schon eher gemacht? Jeder Ausblick war ein guter Ausblick. Aber dann sah ich eine Wunde, nicht alt oder vernarbt, sonder frisch und ätzend. Ich sah ihr in ihr Gesicht, sie verzog es schmerzerfüllt.
Ich presste meine Lippen zusammen. Musste das jetzt ernsthaft sein? Hatte sie wieder irgendwelche Komplexe oder kam ihre psychotische Seite gerade wieder zum Vorschein?
Wieder hatte sie alles zerstört und ich erkannte, dass ich heute leer ausgehen würde.
Ich hockte mich zu ihr hin, blieb aber im gewissen Abstand, da ich sie das letzte Mal erlebt habe.
"Was machst du da? Vielleicht solltest du unter die Dusche gehen und es mit Wasser abspülen." erklärte ich trocken und nickte auf ihre Wunde.
"Du musst aber auch immer alle Aufmerksamkeit auf dich ziehen, oder?" fragte ich zum Teil spaßig, zum Teil aber auch etwas sauer.
Was glaubte sie wer sie ist, der Mittelpunkt jedes Universums?
Ich stand auf schaute auf sie hinab, uneinig was ich tun sollte. Am liebsten wäre ich gegangen, aber ich sah meine Eltern vor mir, wie sie mich schuldbewusst und verletzt ansahen. Sie hätten sicher nichts gesagt, wenn ich sie liegen lassen würde, aber ich kannte ihre Gedanken und ihre Meinung.
Ich bückte mich und nahm sie hoch. Ich schob einen Arm unter ihre Knie und hob mir dem anderen ihren Oberkörper hoch. Sie war leichter als erwartet.
Kurz stand ich unschlüssig da und überlegte wo ich sie hinbringen würde. Bett-Nein, sie würde sonst alles mit ihrer eitrigen Wunde dreckig machen, Sessel- Nein, da lagen meine Sachen. Ich schaute mich noch einmal um und entschied sie erst einmal ins Bad zu bringen. Mein Blick blieb ausdruckslos. Hatte ich Mitgefühl? Nein, ich glaube nicht, ich hatte dieses Gefühl nie verspürt, allein der Gedanke an meine Eltern hatte mich zum Handeln getrieben.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: Mi 14. Mär 2018, 10:36
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Octavia Blair

Ich neigte meinen Kopf ein wenig zur Seite und beobachtete seine Mimik. Er sah mich immer so ernst an. Lascar war wirklich eine Person mit vielen Fassaden. Er ließ aber auch nicht viel durch scheinen. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe. Sein Grinsen spiegelte sich in meinem Gesicht wieder.
‚Mich-retten?‘ floppte es in meinem Kopf auf, als ich seine Antwort auf meine Frage vernahm. Ich rollte verspielt mit meinen Augen. „Du musst wohl eher aufpassen, dass du nicht den Anschluss verlierst.“ Entgegnete ich ihm herausfordernd und richtete mich langsam auf.
Ich stand vom Bett auf und band meine Haare zu einem einfachen Zopf zusammen. Meine Augen fokussierten wieder den hochgewachsenen Vampir, der nur wenige Meter vor mir im Raum stand. Ich verschränkte meine Arme vor dem Oberkörper. Sein letzter Satz ließ mich kurz nachdenken. Vielleicht war ein wenig Entspannung nach der Reise doch fürs Erste die bessere Idee?
Auch wenn ich ihn auf der Piste wahrscheinlich trotzdem ziemlich leicht abschütteln konnte. Denn, ohne mich selbst zu hoch loben zu wollen, im Snowboardfahren war ich wirklich sehr gut. Und das Risiko liebte ich ohnehin. Fast so sehr, wie mich mit anderen zu messen. Ich grinste bei meinen Gedanken. Meine Vorliebe für Risiken kannte der Vampir ja schon. Genauso wie mein Talent, mich selbst in ungünstige Lagen zu bringen.
Ich sah zu dem Vampir hinauf. „Gut, dann gehen wir ins Wasser.“ Antwortete ich ihm. „Ich kann dich auch morgen noch fertig machen.“ Stichelte ich ihn und boxte ihm leicht gegen die Schulter. Ich lief an ihm vorbei zu meinem Koffer und kramte meinen dunkelroten Bikini heraus. Er hatte schon beinahe einen Brombeer-Touch. Je nachdem wie das Licht fiel. Ein sanfter Schimmer überzog den Stoff, jedoch glitzerte er nicht. Lediglich spiegelte sich der Lichtschimmer ein wenig. Das Oberteil war zum Schnüren.
Ich setzte mich mit dem Rücken zu ihm auf das Bett und begann meine Hose auszuziehen. Ich wollte nicht unbedingt in das kleine Bad gehen. Und ich hatte so viel Selbstbewusstsein, dass ich mich auch in Anwesenheit eines männlichen Wesens entkleiden konnte. Abgesehen davon, präsentierte ich ihm ja nicht meine blanke Vorderseite.
So zog ich relativ zügig meine Bikinihose an, und anschließend mein Oberteil. Ich knotete es notdürftig zusammen und nahm anschließend aus dem Bad ein Handtuch bevor ich den Vampir ansah und schief lächelte.
„Ich geh schon mal vor.“ Informierte ich ihn dann über mein Vorhaben, band das Handtuch um meinen Körper und verließ das Zimmer.
Den Wellness Bereich hatte ich schnell gefunden. Ich legte mein Handtuch auf eine der Liegen drinnen und sah durch die Scheibe nach draußen. Der Whirlpool war zum Glück nicht besetzt. Also öffnete ich die gläserne Schiebetür und trat nach draußen in die Kälte. Ich zog meine Arme vor den Oberkörper. Es war wirklich eiskalt. Der Schnee an den Seiten des Holzweges teilte sich in Pfütze, Matsch, Eis und festem Schnee. Dieser Anblick trug sehr zu dem Kältegefühl bei, welches sich gerade durch meinen gesamten Körper bahnte.
Der Whirlpool stand zum Glück nur wenige Meter hinter der Tür, sodass ich schnell in das heiße Wasser gleiten konnte. Ich brummelte erleichtert. Das heiße Wasser ummantelte meinen Körper. So gut konnte sich Wasser also anfühlen.. Ich setzte mich an die Seite. So groß war der Whirlpool ja nun auch nicht. Mehr als 4 Personen sollten schon kritisch werden.
Ich genoss das blubbernde Wasser. Das war wirklich eine gute Entscheidung gewesen.


Sean Scales

Ich hörte das Herz der Fee Schlagen. Es wurde immer schneller. Ich vernahm ihre Impulse. Sie war wirklich nervös. Aber warum? Machte ich ihr wieder Angst? Oder war sie einfach von Grund auf eine nervöse Person? Ich unterdrückte ein Seufzen. Es tat ihr leid. Eigentlich wollte ich ihr kein schlechtes Gewissen machen, sondern ihr zeigen, dass sie mir etwas bedeutete. Ich hatte schon lange niemanden mehr so an mich ran gelassen. Das war vielleicht ein Fehler. Aber Fehler machen konnte ich gut.
Das Problem lag allerdings darin, dass meine Fehler immer ausgenutzt wurden. Größten Teils von meinem Bruder. Oder seinen Anhängern. Ich hätte meine Faust gegen die Wand schlagen können. Doch ich schluckte meine pulsierenden Gefühle herunter. Warum stand er mir bei allen guten Dingen, die mir passieren konnten, im Weg? Er wollte scheinbar nicht, dass ich glücklich war. Mein Leben in den Griff bekam. Oh nein.
Meine Augen legten sich auf die bildhübsche zarte Fee. Ich lächelte betroffen. Auch wenn sie so ängstlich aussah. Was war nur los mit ihr? Wovor hatte sie solche Angst?
Mein Kopf begann etwas weh zu tun. So viele Fragen und auf nichts hatte ich eine Antwort. Es war zum Verzweifeln.
So gern wollte ich sie näher an mich heran lassen. An mich, in mein Leben. Ich spürte wie gut sie mir tat. So ruhig wie bei ihr, war ich schon lange nicht mehr. Jeden Tag fühlte ich, wie ich meinen Dämon in mir besser kontrollieren konnte. Und doch wusste ich, wenn ich sie weiter an mich heranlassen würde, dann würde das irgendwann ihr Leben kosten. Und genau das wollte ich nicht riskieren.
Ich stellte meine fast leere Tasse auf dem Tisch vor dem Sofa ab. Die Aussage der blauhaarigen Dame beruhigte mich in kleinster Weise. ‚Von der Bildfläche verschwinden?‘ Das klang nicht unbedingt nach herzlichem Familienurlaub.
Ich stand auf und stellte mich vor die Fee. Sie hatte ihren Blick zum Boden gerichtet. „Was meinst du damit? Wieso sollst du von der Bildfläche verschwinden?“ ich sah sie besorgt an. Vorsichtig legte ich meine Finger unter ihr Kinn und drückte ihren Kopf sanft nach oben. „Wovor hast du solche Angst?“ fragte ich sie fast selbst schon zögerlich.
Was, wenn sie doch schon etwas von meinem Bruder gehört hatte? Und damit meine ich keinen Klatsch und Tratsch. Ich würde ihm das Herz rausreißen.
Oder war es etwas anderes? Hatte es vielleicht was mit ihrem Buch zu tun? Sie ließ es ja keinen Augenblick aus den Augen. Ich zuckte innerlich mit den Schultern. Die Fragen brannten bereits in meinen Adern. Und Antworten hatte ich keine. Oder nur sporadische Hinweise, die unglaublich viel Platz für Spekulationen übrig ließen.
Die blauhaarige Fee blickte mich mit ihren leuchtenden Augen an. Sie erzählte etwas von einer Bibliothek. Ich runzelte die Stirn. Wenn ihr Tagesziel war, mich in den Wahnsinn zu treiben, war sie wirklich kurz davor dieses zu erreichen.. „Eine Bibliothek?“ purzelte es dann aus mir heraus. Allerdings waren dies eher laute Gedanken als wirklich geplante Worte. „Wo ist die denn?“ hakte ich nach. Vielleicht hatte sie recht. Vielleicht fand ich dort neue Informationen. Ich bezweifelte es zwar ziemlich, aber wenn sie sich schon um mich bemühte.. Und wer weiß? Vielleicht gäbe es ja doch etwas interessantes. Zumal ich wirklich daran glaubte, dass Lucy irgend eine besondere Bibliothek gefunden haben musste. Sonst würde sie mir wohl kaum davon berichten.


Lysander Isac Scales

Frische Luft tat gut. Wer hatte sich den Blödsinn bitte nochmal ausgedacht? Trübes Regenwetter hätte mir jetzt besser gefallen. Schön angepasst an meine Emotionen. Perfekt für Tumblr, Instagram und die ganze andere Social Media Scheiße.
Abgesehen davon, dass ich gerade subjektiv betrachtet wirklich am Tiefpunkt von schlechter Laune angekommen war, wollte ich auch keine Unterhaltungen führen. Doch genau dieser Wunsch wurde mir mal wieder nicht gegönnt. Danke für nichts. Aber mein Verhältnis mit Gott war ja sowieso angekratzt. Vampir und so. Ihr versteht schon.
Meine Augen hoben sich kurz und ich blickte die Gestalt vor mir genervt an. Na super. Wer hätte sich auch sonst getraut mich anzusprechen, außer die kleine Fee. „Denkst du das?“ entgegnete ich ihr. Allerdings wollte ich darauf sicherlich keine Antwort haben. Falls sie überhaupt über etwas nachdenken konnte. Bei Blondinen konnte man sich ja bekanntlich nie so sicher sein.
Ich leckte mir kurz über die Lippen um den Tropfen Blut verschwinden zu lassen, der klein Amber so störte. Sie war wirklich ein gewöhnungsbedürftiges Püppchen. Scheute sich nicht mal Ansatzweise, mir irgendwelche Sachen an den Kopf zu knallen, und Angst schien sie auch nicht zu haben. „Sag mal, fehlen dir eigentlich irgendwelche Synapsen? Oder bist du als Kind zu oft vom Wickeltisch gefallen?“ purzelte es dann aus mir heraus. Irgendeine Erklärung musste das schließlich haben. Vielleicht würde ein Schlag auf den Hinterkopf helfen?
Gut. Das ging auch zu weit. Ich war zwar kein Gentleman, aber unsere kleine Fee hier musste ich ja nicht grundlos schlagen.
Lange still blieb es nicht. War ich heute eigentlich noch nicht genug gestraft worden? Ich rollte mit den Augen. Warum zeigte sie Interesse? Waren wir jetzt so was wie Bonnie und Clyde oder was? Hatte ich etwas nicht mitbekommen?
Ich sah sie mit hochgezogener Augenbraue an, bevor ich meinen Blick wieder abwandte. Eine Weile sagte ich nichts. Was sollte ich darauf schon antworten.
Meine Augen legten sich nach einigen Augenblicken wieder auf die Fee. Wenn es mir am Ende doch nicht mehr passte, was ich ihr erzählt hatte, konnte ich sie schließlich noch manipulieren, sodass sie es vergaß.
„Wenn du es unbedingt wissen willst,“ begann ich zu erzählen, „Ich hab mir nicht unbedingt viele Freunde gemacht über die Jahre hinweg.“ Fügte ich im selben Atemzug hinzu. „Es gibt viele, die mich und meine Familie tot sehen wollen. Das verängstigt mich allerdings reichlich wenig. Die meisten Kreaturen, denen meine Wenigkeit verabscheuen, sind ziemliche Versager. Nicht ernst zu nehmen also.“ Fuhr ich fort. „Es gibt nur wenige, die sich wirklich mit einem Urvampir messen können. Wirklich wenige.“ Erklärte ich der hübschen jungen Dame. „Aber es gibt sie. Und einer dieser unliebsamen Vollpfosten hat herausgefunden wo wir uns aufhalten. Und da mein Bruder so flachköpfig und naiv durch sein Leben irrt, hab ich nun die Aufgabe alleine dafür zu sorgen, dass wir ihn loswerden. Leider verlief unsere Begegnung Gestern..“ ich stoppte kurz um das richtige Wort zu finden,: „überaus taktlos und wenig aufschlussreich.“ Beschrieb ich die Situation dann.
„Reicht dir das als Information oder ist deine unerlässlich störende Neugierde noch nicht genug getränkt?“ hakte ich dann nach und fuhr mir durch die dunkle Haarpracht.
Wow, so ratlos wie gerade jetzt war ich schon lange nicht mehr gewesen. Wieso konnte ich keinen klaren Gedanken fassen? Mein Kopf konnte sich nicht mal ansatzweise strukturieren. Wahrscheinlich konnte ich nicht mal mehr brauchbare Klavierstücke spielen. Wer spielte mir denn so einen Streich?
So konnte ich mir definitiv nichts ausdenken, welche Foltermethode Tajaro am meisten verdient hatte.

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Ich wünsche niemandem etwas schlechtes. Ich wünsche manchen Menschen nur, dass sie sich einmal selbst begegnen.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 18. Mär 2018, 12:36
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Profil
Mercedes Pavaga

* 3 Monate später *
Das Licht fällt durch die zahlreichen bunten Fensterfragmente und tanzt über den steinernen Boden. Ich stütze meine Arm auf der Bank vor mir ab und runzelten verloren die Stirn. Das Licht brach sich in dem Glas und viel bunt über den kalten Boden. Ich mochte Farben. Vorsichtig hielt ich meine Hand in den Lichtstrahl, als könnte die Sonnenstrahlen mich verbrennen. Langsam schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen als das Licht meine weisse Haut berührte. Plötzlich mit einem in der Kapelle schrecklich lautem Knarren zog jemand die Tür auf. Verschreckt wie ein ängstliches Reh zog ich meine Hand zurück und setzte mich aufrecht auf die Bank. Schritte klapperten auf dem Boden und wurden vervielfältigt von den hohen Wänden zurückgeworfen. Ich drehte mich nicht um und blickte starr nach vorne. Mein Blick wanderte über die reichbeschmückte Wände zu dem steinernen Altar. Ein Kreuz hing an der Wand dahinter.
Die Schritte hielten an. Langsam wandte ich mich der Gestalt zu. Ich hatte sie erwartet. Die Ruhe die mich zuvor erfühlte war nun verflogen. Wie ein unangenehmes Kribbeln überkam mich die Nervosität und ich blickte hoch in das Gesicht der zierlichen Figur die mir gegenüber stand. Langsam näherte sich Waheela mir. Ihr Gesicht zierte ein weiches Lächeln. Warm, voller Freundlichkeit. Ich traute ihr nicht. Sie kam mir vor wie eine Schlange. Vielleicht wie die Schlange, das Böse, hier um mich zu verführen, mir den Kopf zu verdrehen. Vielleicht lag dies auch einfach an der Kapelle. An den Bildern an den Wänden und der bedrückenden Stille. Ich war nicht Eva. Dies war keine unbefleckte Empfängnis und Waheela war nicht der Teufel. Sie war nur eine Mutter und schliesslich hatte ich um dieses Treffen gebeten.
Die blauen Augen schienen mich zu durchschauen als sei ich aus ebenso bunten und durchsichtigen Glas wie die Fenster der Kappelle selbst. Sie schienen jede noch so kleine Gedankenregung einzufangen. Ich schlang meine Arme um meinen schlanken Körper. Plötzlich war es kalt geworden. Waheela legte ihre Hand auf meine Schulter und ich senkte verlegen meinen Blick. Dann räusperte ich mich: "Ich..." "Du bist schwanger.", unterbrach mich Waheela und ich blickte auf. Sie lachte leise und meine Stirn legte sich verwirrt in Falten. Woher wusste sie das? Niemand hatte es gemerkt. Nicht einmal er. Nicht einmal Jaromil. Es war nicht als könnte man es sehen, zwar fühlte ich wie mein Körper sich veränderte, doch wirklich sichtbar war nichts davon. Waheela nickte verständnisvoll und ein leichtes Grinsen überflog ihre Züge.

* wenige Stunden später *

Memoira flatterte aufgeregt in der Luft herum. Flog Schleifen und kunstvolle Figur. Schwirrte um meinen Kopf, als wollte sie mich ablenken, doch ich war versunken in meinen Gedanken. Ich sass auf unserem Bett und dachte nach. Seit Wochen dachte ich über nichts anderes nach. Immer die gleichen Gedanken. Das gleiche Dilemma. Wie soll ich es ihm sagen? Soll ich es ihm überhaupt sagen? Die Antwort die ich mir am liebsten geben würde lautete nein. Ich hatte Angst. Wir kannten uns doch kaum ein paar Monate lang.
Ich wollte einfach so tun als sei gar nichts. Aber gleichzeitig war mir klar, dass irgendwann zwangsläufig Frage auftreten würde. Und Jaromil war vieles doch sicher nicht dumm. Er würde eins und eins schon zusammenzählen können. Falls er das nicht längst getan hatte. Die anhaltende Überlkeit und die Trägheit die mich in letzter Zeit überkommen haben sind ihm wohl kaum entgangen.
Waheela war nett gewesen, auch wenn ich ihr immer noch nicht so recht trauen wollte. Ich mochte sie nicht und doch musste ich mir eingestehen, dass es gut getan hatte es ihr zu erzählen. Sie war hoch erfreut gewesen. Irgendwie hatte mich die Unterhaltung mit ihr geholfen und sie verstand meine Zweifel, meine Ängste. Dennoch hatte es mich nicht wirklich weitergebracht. Bald würde Jaromil wieder kommen. Memorial gab ihre verzweifelten Versuch mich zu erheitern auf und liess sich erschöpft auf meiner Hand nieder.

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TirilJaceJaroCedes


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 18. Mär 2018, 13:46
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WR: Milumorle(ID: 341805)
Douglas von Seggern


Ich machte mich mal wieder auf den Weg, meine Runden über den Hof zu ziehen. Meistens tat ich das aus Langeweile oder weil ich über etwas nachdachte. Doch dieses mal war es definitiv die Langeweile die mich packte. Koda war wie immer zu faul gewesen und blieb auf meinem Zimmer, was mich eigentlich nicht wirklich störte. Er war eben ein Dickerchen und er liebte Schlaf. Ich konnte auch ganz gut auf mich selbst aufpassen. Die Frage war nun aber eher was ich machen könnte, ob ich mich den ganzen Tag nur langweilen würde oder ob noch irgendetwas passieren würde. Vielleicht begegnete ich ja jemandem oder ich fand irgendetwas das hier rumlag, damit ich endlich eine Aufgabe hatte um irgendetwas zu tun. Doch solange ich nichts zutun hatte, lief ich einfach nur hier herum. Die Zeit verging eben wirklich sehr langsam wenn man nichts tun konnte, doch was auch immer noch geschehen würde, ich hoffte das es spannend war.

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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 18. Mär 2018, 18:22

Lucia Arclight

Ich blickte in die Ferne und ließ den kühlen Wind über mein Gesicht fahren.Während ich das tat.Haben meine Ohren ein Geräusch war genommen.Es kam näher und ich legte denn Flughund neben mich.Dannch stand ich auf und schlich mich in die Richtung von wo das Geräuch kam.Das Geräusch würde immer lauter und lauter.Ohne noch einmal auf zusehen ging ich zurück nur diesmal bin ich in eine Person geknallt.Wir beide landeten am Boden nur ich kam schneller auf als der Junge also half ich ihn auf.,,Entschuldigung das ich in dich rein gelaufen bin .", sagte ich während ich versuchte mein Gesicht in meiner grauen Mütze zu verstecken.Als ich ihn endlich in die Augen sehen könnte sah ich einen hübschen Jungen.


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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 18. Mär 2018, 19:19
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WR: Milumorle(ID: 341805)
Douglas von Seggern

Noch immer lief ich Planlos auf dem Gelände herum. Meinen Kopf hatte ich zum Boden gerichtet, meine Augen folgten meinen Füßen, welche ich immer wieder voreinander setzte um voran zu kommen. Letztendlich wurde ich mit einem dumpfen aufprall aus meinen Gedanken gerissen. Keine Sekunde später erblickte ich dann auch eine junge Dame, welche mit mir zusammen den Boden umarmt hatte. Entschuldigung das ich in dich rein gelaufen bin , vernahm ich nun auch ihre Stimme. Kurze Zeit später war sie auch schon wieder auf den Beinen und half mir dabei, mich aufzurichten. " Kein Problem.", sagte ich mit einem kurzen lächeln auf den Lippen, ehe ich mir den Staub von meinen Klamotten klopfte. " Alles okay bei dir?", hakte ich noch nach, da solche stürze ja auch anders enden könnten.

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Re: Internat für magische Wesen II
Verfasst: So 18. Mär 2018, 22:18

Lucia Arclight

,,Jup alles noch dran ", antwortete ich auf die Frage die mir der Junge gestellt hat.,,Aber ist bei dir auch alles okay ?", hakte ich nach während ich meine Mütze richtete.,,Oh außerdem ich bin Lucia.", fügte ich noch schnell hinzu.Der Junge schien ziemlich gelangweilt.,,Wer bist eigentlich du oder was bist du ?", fragte ich mit großen Augen.


Zuletzt geändert von Indigo am So 25. Mär 2018, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.

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