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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 21:39
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WR: Panpino(ID: 228956)
Zayn-Cassian King

Eigentlich konnte sie doch meinen, was sie wollte. Ehrlich gesagt konnte sie mir dankbar sein, sollte sich anders verhalten, aber gut wenigstens fing sie langsam an mich zu hassen. Wobei man hier noch nicht wirklich von hassen reden konnte. Jedoch bemerkte ich wie abweisend sie zu mir und ehrlich gesagt erleichterte sie es mir so. Tief atmete ich durch und legte meine hellgrünen Augen auf die kurvige Silhouette vor mir.
Außerdem würde sie dann schneller über mich hinweg kommen, konnte ihren Freundinnen erzählen, wie schlimm ihr Exfreund doch war, wie sie ihn doch verabscheute. Jeder traf irgendwann auf eine Person im Leben, der sie in Trümmern schlug. Möglicherweise war es der Freund oder die Freundin oder eben der Verlust einer geliebten Person. Es war nicht immer ganz einfach -aber wie gesagt- man lernte mit diesen Dingen umzugehen.
Wünschen tat ich ihr es nicht, aber gut sie musste sich damit wohl zufrieden geben. Von mir würde sie kein weiteres Statement kriegen. Keine weitere Erklärung für eine Entscheidung, die ich getroffen hatte. Sie sah nur ihre Seite, verstand meinen Standpunkt nicht, aber dieser ging sie auch nichts an. Klar, war ich mir sicher, dass sie sich damit nicht zufrieden geben wollte, aber Amalia würde sicherlich nicht nochmal nachfragen. In ihre eigene Wunde würde sie kein Salz streuen. Dafür war die Brünette viel zu stolz und dies beachtete ich an ihr. Sie war kein kleines Mädchen, dass jemanden nicht in Ruhe ließ. Diese Frau vor mir nahm es sogar etwas mit stolz, ließ sich nicht von mir aus der Fassung bringen, aber man merkte ihre Verletzbarkeit mir gegenüber.
Schließlich erhob die braunhaarige Frau vor mir ihre Stimme und ich wunderte mich etwas. „Du hast Recht.“ Selbstverständlich war mir klar, dass sie noch nicht fertig war. Irgendein Kommentar würde sicherlich noch auf mich herabprasseln. „Wie konnte mir das bloß entgehen? Deine Haarpracht ist wirklich perfekt. Gibts das Shampoo auch für Frauen?“ Auf diese Worte hin zog ich erstmals eine Augenbraue hoch und stieß mich von der Kücheninsel ab, ehe ich langsam auf Amalia zuging und mit etwas Abstand vor ihr stehen blieb. Meine muskulösen Arme verschränkte ich vor meiner Brust und zog eine Augenbraue hoch. "Es gibt bessere Metaphern um mir zu sagen, dass ich ein Arsch bin." Entgegnete ich der jungen Frau recht kühl und sah zu ihr herunter.
"Falls du es einmal von mir hören möchtest..." Begann ich und sah sie an. Selbstverständlich würde ich ihr nicht die Gründe sagen sondern etwas ganz anderes. "..vielleicht war eine Whatsapp Nachricht nicht meine beste Idee." Fügte ich hinzu und löste meine Arme aus der verschränkten Haltung. "Nicht so die feine Art." Kommentierte ich es noch und schaute erneut in die blauen Augen meiner Exfreundin. Jetzt interessierte mich nur noch ihre folgende Reaktion.
Madame wurde jetzt sogar etwas schnippisch. „Ich wusste gar nicht, dass du zu den Stalkern übergelaufen bist.“ Sicherlich war ich ein Stalker gewesen, lag mit Fernglas im Gebüsch oder versteckte mich in Pflanzen. Wobei diese Sache mit den Pflanzen echt ein wenig zu Klischee war. Meistens kannte man es doch nur aus leeren Drohungen oder gar Filmen. Ich hatte sicherlich besseres in meinem Leben zutun. "Tut mir wirklich sehr leid, wenn ihr direkt neben mir im Stall an mir vorbei geht." Meinte ich und fuhr ihr erstmal über den Mund. Sie sollte sich wirklich sicher sein, dass ich es sicherlich nicht nötig hatte sie zu stalken. Hier auf dem Iyllenburg bekam man sowas schnell mit. Die Gerüchteküche war hier schon sehr präsent. „Was interessiert es dich auch schon? Du bist nicht der Nabel der Welt.“ Was für ein Nabel der Welt? Was redete sie eigentlich? War das hier eine deutsche Redewendung oder was? "Ich kann doch einfach fragen, was ist dabei schon schlimm? Ich habe mich eben nur etwas gewundert, dass sich dein Typ so geändert hat, also das Aussehen." Sagte ich und fuhr mir kurz durch meine braunen Haare. "Falls du mich mit einer anderen Frau sehen würdest....brauchst du nur kurz fragen. Ich habe kein Problem sowas zu sagen, da es mir ehr gesagt schon recht egal ist." Fügte ich hinzu und zuckte mit meinen Schultern. Sie würde mich wahrscheinlich eh nur noch mit der Blondine sehen und da brauchte sie eigentlich schon gar nicht fragen.
Kurz bemerkte ich auch das mein Handy vibriert hatte. Deshalb kramte ich kurz heraus und wollte nachsehen, wer geschrieben hatte. "Sorry." Murmelte ich nur gegenüber Amalia und tippte schnell eine Antwort ein.
Ja, ich schreib dir dann einfach.
Zayn

Ich drückte auf 'Senden' und sperrte mein Handy, ließ es in meiner Hosentasche verschwinden und richtete meine volle Aufmerksamkeit auf Amalia richtete und mein Blick sich in ihren hellen blauen Augen verankerte.

Nicolai-Damon Verusco

Stumm blieb ich stehen, mein Blick war weiterhin auf Nathan gerichtet, aber ich könnte momentan eh nichts machen, da Lorena vor mir stand und ich sie dann wohl wegschieben müsste oder sie einfach tragen müsste. Jedoch hatte ich darauf keine Lust. "Das du dich nochmal prügeln würdest.." Murmelte Lorena vor sich hin und legte ihr Hand an mein Kinn, drehte es nach rechts und links. Kritisch begutachtete sie mein Gesicht und setzte ein gespielt ernstes Gesichtsausdruck auf. "Du siehst viel zu gut aus um dein Gesicht zu riskieren." Fügte sie mit einem Grinsen hinzu und fuhr mit ihrem Zeigenfinger meine Wangenkontour nach. Stumm legte ich meine hellblauen Augen auf die Dunkelhaarige vor mir und sagte erstmals nichts. "Komisch, dass dir soetwas erst jetzt auffällt, aber gut wenigstens habe ich im Gegensatz zu dir etwas zu verlieren."Konterte ich einfach und fasste mir kurz an meine Nase.
Wenig später zog ich meine Hand wieder weg und sah die Blutstropfen. Jedoch was sollte mich schon so ein wenig Blut interessieren?
Genau, ich war schlimmeres gewöhnt, da könnte man sich gern meinen Rücken angucken. Mein Bruder hingegen fand es wohl deutlich interessanter, sich mit dem Fein zu unterhalten, aber gut sollte er auch machen. Auf diese Seite gehörte er ja schließlich hin.
Lorena holte eine Taschentuch aus ihrer Jackentasche und legte dieses an meine Lippen. "Lorena, weisst du was traurig ist?" Fragte ich die junge Frau vor mir und sah zu ihr herunter. Langsam wanderten ihre dunkelbraunen Augen zu mir hoch und sahen mich an, ehe sie nur eine Augenbraue hochzog. Was den?" Hakte sie nach und wartete anscheinend gespannt auf eine Antwort. "Kennst du diese Menschen, die sich in der Anwesenheit ihres Exfreundes oder eben Exfreundin an jemanden ranmachen, nur um seinen eigenen Vorteil auszuschöpfen. Dir steht diese fürsorgliche Art nicht." Beantwortete ich ihre Frage und und setzte ein schiefes Grinsen auf meine Züge. Wenig später konnte ich dann auch schon bemerken, wie es in der Südländerin anfing zu brodeln.
Aralines Entschuldigung nahm ich gar nicht war. Es interessierte mich nicht. Genau wie ihr kurzes 'Danke'. Für mich hatten diese Worte in der Situation keine Bedeutung. Als Nathan nun seine Worte aussprach und dann noch sein wunderschönes Grinsen an mich wendete, ging ich einen Schritt nach vorn. Jedoch schob ich nur einen Meter Lorena vor mir her, die sich aber komplett gegen mich stützte, damit ich auch bloß nicht an ihr vorbei ging. "Hoff einfach, dass du das nächste Mal nicht mit mir alleine bist." Begann ich und sah den Dunkelhaarigen an "Ich versprech dir sogar, dass du dann im Krankenhaus landest." Fügte ich hinzu und setzte ebenfalls mein typisches Grinsen auf.
Auf eine Predigt meines Bruder und auf Annäherungsversuche von Lorena hatte ich keinen Verlangen. Deswegen knüllte ich das Taschentusch zusammen, steckte es in meine Jackentasche und kramte meinen Schlüssel heraus. "Da Aaron jetzt da ist kannst du ja gleich wieder mit zu ihm, ist ja eh deine Vorliebe." Sagte ich zu Lorena, die mich etwas verdattert ansah, ehe ihr Gesichtsausdruck dann doch etwas ins zynische rutschte, aber dies war schließlich nicht mein Problem. Daraufhin ging ich erstmals nochmal zu meinem Bruder und musste ihm noch ein paar Worte sagen. "Und du..kreutzt hier am besten nicht mehr raus. Ich bin alt genug, Aaron. Du brauchst nicht mehr den Aufpasser für deinen kleinen Bruder zu spielen." Entgegnete ich ihm und schnauzte ihn an.
Der Blick meines Bruder festigte sich und er blickte mich starr mit seinen dunkelgrünen Augen an. "Soll ich dich irgendwann im Gefängnis besuchen, Damon? Sonderlich viel hat da jetzt nämlich nicht mehr gefehlt." Purzelte es nur aus ihm heraus und schüttelte langsam seinen Kopf. Ich hingegen wandte mich von ihm ab, ging zu meinem Auto und öffnete die Fahrertür.
"Wenigstens bin ich ein echter Mann." Kommentierte ich nur seine Aussage, setzte ein Grinsen auf und stieg in den Dodge. Anschließend fuhr ich mit ihm auf den Parkplatz. Dort stellte ich ihn ab und verriegelte ihn durch den Schlüssel. Kurz richtete sich noch mein Blick zu meinem Bruder, der auf Araline zu ging und sich wahrscheinlich versichern wollte, ob wirklich alles mit ihr in Ordnung war und selbstverständlich würde er sich für das Verhaltens seines Bruders entschuldigen. In diesem Bereich war er wirklich erprobt.
Anschließend stiegen Aaron, seine Kumpels und Lorena in seinen Wagen und fuhren davon. Tief atmete ich nur durch, ging langsam hoch in die Wohnung und entledigte mich erstmals meine Jacke, meinem Shirt und holte nochmals Luft.
Oberkörperfrei ging ich ins Badezimmer und sah mich im Spiegel an, ob ich irgendwo Blessuren hatte oder etwas anderes.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Di 27. Feb 2018, 22:13
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WR: Isabella_(ID: 152407)
Araline Skyritch

Vollkommen genervt lehnte ich mich gegen die kalte Wand, wo ich bis vor kurzem noch gewaltsam dagegen gedrückt wurde, und stieß einen Seufzer aus. Innerlich war ich kaputt, spürte nur noch diese elende Leere in mir, die sich nach und nach in jede Faser meines Körpers fraß. Hätte ich nie auf diesen Idioten getroffen, dann wäre mein Leben noch in Ordnung und nicht in diesem Haufen Glasscherben zertrümmert wurden. Meine Eltern würden noch am Leben sein, ich wäre bestimmt noch immer mit Damon glücklich und vor allem hätte ich keine Angst ihn ständig anzutreffen. Ich schloss meine Augen, um einfach alles auszublenden, selbst Lorenas falsches Spiel. Ich nahm nicht einmal mehr irgendwelche Worte wahr, als würde ich mich immer tiefer unter einer dicken Decke verstecken. Das beste wäre doch noch immer, wenn ich auch gleich ins Bett gehen würde und für den Rest des Tages nicht mehr rauskam. So richtig depressiv.
Ich schlug die Augen auf, als ein Motorengeräusch ertönte und bemerkte, dass mein Exfreund seinen Wagen zum Parkplatz fuhr. Gleichzeitig kam sein Bruder auf mich zu und stieß mich einfach mal freundlichkeitshalber von der Mauer ab, um ihm zwei, drei Schritte entgegen zu kommen. ,,Alles okay bei dir?“, hakte der junge Mann mit einem vorsichtigen Lächeln nach und betrachtete mich genauer. Wahrscheinlich, um irgendwelche Verletzungen ausschließen zu können. ,,Bis auf die Tatsache, dass er mich seit Monaten verfolgt und er ein winziges Aggressionsproblem hat, ist alles bestens“, beantwortete ich mit einem sarkastischen Tonfall seine Frage und setzte ein gespieltes Lächeln auf. Seine Entschuldigung bezüglich Damons Verhalten wank ich ab, mich sollte es einfach nicht weiter stören.
Als dann auch der Rest verschwunden war, fuhr ich mir tief durchatmend durch die Haare und starrte zum Hauptgebäude. Die Stallburschen würden sich schon um meine Pferde kümmern, also konnte ich meine schlechte Laune ja getrost woanders auslassen; nämlich im Bett und irgendeinem Essen. Oder Schlaf. Einfach den Tag verschlafen. Nein, ich hatte keine großartige Lust mehr dazu noch wach zu bleiben oder sonst wohin zu gehen, denn schlussendlich würde Nathan nie die Nase voll haben. Immerhin konnte er mich jetzt nicht mehr mit diesem dummen Foto nerven. Welch Glück ich doch hatte.
In der Wohnung angekommen, durchquerte ich den Flur und bemerkte, dass die Badtür offenstand. Also war der Herr auch hier. Noch besser. Dann konnten die Spiele ja gleich beginnen. ,,Hey“, begrüßte ich ihn beiläufig, schenkte ihm dennoch keinen weiteren Blick und hing meine Jacke auf. Aus der Jackentasche kramte ich mein Handy hervor, blickte kurz auf das aufleuchtende Display und entschied mich dann doch dafür alle Nachrichten zu ignorieren. Wortlos verstaute ich es daher in meiner Hosentasche, zog mir meine Schuhe aus und ging ins Bad, um dort nach Damon zu schauen - selbstverständlich wie eh und je. ,,Siehst sehr.. interessant aus“, brachte ich mit einer hochgezogenen Augenbraue hervor und musterte im Spiegel sein Gesicht, während ich mich mit der rechten Schulter gegen die Wand lehnte. Noch immer blutete er, wenn auch nicht mehr allzu stark. In diesem Falle hatte es Nathan da viel schlimmer erwischt und das war der einzige Punkt, wo ich zufrieden war. Gut, die ganze Szenarie war definitiv nicht von mir gewollt gewesen, aber ändern konnte man solche Dinge einfach nicht. ,,Brauchst du irgendwas?“, hakte ich dann doch noch nach, denn immerhin gab es in der Wohnung einen Verbandskasten und da würde es bestimmt was geben, falls er irgendwas näher versorgen musste. Ansonsten würden wohl auch Taschentücher reichen, die hier irgendwo rumflogen.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Mi 28. Feb 2018, 00:28
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WR: Panpino(ID: 228956)
Nicolai-Damon Verusco

Stützend legte ich meine Hände auf dem Waschbecken ab. Stumm richtete ich meinen Blick langsam auf und sah nun erstmals das Endergebnis der vorherigen Prügelei. Also ehrlich gesagt hatte mein Gesicht schon bessere Tage gesehen, aber das Leben spielte einem nun nicht immer in die Karten. Kurzerhand legte ich meine rechte Hand auf den eisernen, kalten Wasserhahn. Langsam schon ich den Riegel nach rechts, sodass sich der Hahn öffnete und somit das kühle Wasser herausströmte. Das feine Geräusch des feines Wasser ließ mich kurz durchatmen, ehe ich das Klacken der Tür bemerkte. Also war wohl ein Mitbewohner hier, der sehen konnte wie unwiderstehlich ich heute aussah. Wow, danke Gott. Jedoch stellte sich meine Sorge als nicht nötig heraus, da sich die Person als Araline herausstellte.
Eigentlich hätte ich auch selber darauf kommen müssen, dass sie wahrscheinlich nach mir die Wohnung betreten würde. Jedoch vergaß ich ehrlich gesagt immer, dass sie hier mit mir zusammen in der Wohnung lebte. Ja, es hörte sich möglicherweise komisch an, aber eigentlich hatte ich gedacht, dass ich hier ohne sie seien würde. Trotzdem war sie ebenfalls hierher zurückgekommen und durchkreuzte somit die Pläne für meinen eigentlich Neuanfang. Tief holte ich Luft und beugte mich mit meinem Oberkörper etwas nach vorn. Mit meinem Mund nahm ich etwas Wasser zu mir und spülte dies durch meinen Mundraum, ehe ich das Wasser wieder ausspuckte. Das eben noch so klare helle Wasser hatte sich in meinem Mundraum rot verfärbt. Deswegen wiederholte ich diesen Vorgang einige Male, bis schließlich das eben noch rote Wasser, heller wurde.
Schließlich brach ich es auch wieder ab, da ich wahrscheinlich diesen Geschmack sowieso nicht mehr aus meinem Mund bekam. Zumindest für eine Zeit lang nicht mehr. Es würde mich sicherlich noch den ganzen Tag verfolgen. Schließlich riss mich die kurze Begrüßung von Araline aus meinen Gedanken, aber da die junge Frau nicht ins Badezimmer ging blieb ich erstmals noch stumm. Mit meiner rechten Hand schloss ich den Hahn wieder und das eben noch so beruhigende Wasser hörte auf zu fließen.
Als ich so den kalten Wasserhahn nochmals berührte fühlte es sich für mich selber an als würde mein Körper innerlich Beben. Das Adrenalin schoss wahrscheinlich durch meine Adern und dadurch spürte ich auch diese unwillkürliche Wärme, die meinen Körper umgab. Langsam hob ich meinen Blick und sah mich erstmals direkt im Spiegel an.
Zuerst fiel mein Blick auf meinen Oberkörper, der auch nicht wirklich in Bestform war. Nein, nicht körperlich gesehen. Ich ging immernoch mehrmals in der Woche ins Fitnessstudio. Von diesem Fitnessraum hier im Iyllenburg hielt ich nicht viel. Trotzdem sprach mein stark bemuskelter Oberkörper für mein Training. Meine Tattoos waren auch in den letzten Jahren mehr geworden. Auf der linken Brust der Schriftzug. Das Datum auf meinen Rippen. Das Notenbündel an meinem rechten Unterarm. Auf meinem linken Oberarm thronte die griechische Göttin Athene. Unter ihr befanden sich noch einige Sätze, die mir viel bedeuteten. Letzte Sätze von verstorbenen meiner Familie. Dinge, die nicht einfach so an einem spurlos vorbeigingen. An meinem Gegenstück dem rechten Oberarm war eine Feder, wie auch ein weiterer Schriftzug. Worte die mich für mein Leben geprägt hatten und wahrscheinlich immer weiter begleiten würden.
Einen waisen Rat meines verstorbenen Großvaters, der wohl wahrscheinlich genau wusste, in welchen Stufen mein Leben ablaufen würde. Ich sollte mir treu bleiben, egal was passieren würde, an mich glauben und mich von niemanden abbringen lassen. Jedoch sollte ich niemals vergessen wer ich war, wer meine Familie war und woher ich kam. Für mich ging meine Familie über alles, aber da ich keine Familie mehr besaß. Meinen Bruder zählte ich nicht zu meiner Familie. Er war einfach nur eine Zecke, die mich in meinem Leben begleitete. Jedoch würde ich auch für ihn über Leichen gehen. Familie steht über allem selbst, wenn man den eigenen Bruder hat. In uns floss dasselbe Blut, welches Aaron und mich immer verbinden würde.
Jedoch das wohl auffälligste Tattoo an mir war auf meinem Rücken. Das große Kreuz mit den Flügeln, welches für meine Mutter stand. Sie hatte mich früh im Leben verlassen und durch dieses Tattoo hatte ich sie bei mir. Das Kreuz signalisierte für mich ihren Tod und die Flügel einfach, dass sie in den Himmel aufgestiegen war. Meine Mutter war alles für mich gewesen und würde wohl auch immer alles für mich sein. Obwohl sie nicht da war. Nicht umsonst hatte ich ein Foto von ihr in meinem Portmonee.
Tief atmete ich nochmals durch und sah die einigen blauen Flecke an meiner Brust, die von meinem letzten Sturz von Junks gekommen waren. Ich hatte mich nicht sonderlich verletzt. Es waren nur einige blaue Flecke gewesen. Mehr nicht. Als Araline dann doch ins Bad marschierte drehte ich mich kurz um, sah sie an und blickte daraufhin wieder in den Spiegel. „Vielleicht könntest du dir das mal ansehen. Ist wahrscheinlich vom Schotter oder so aufgeplatzt.“ Entgegnete ich ihr kühl. Ja, der liebe Nathan hatte auf mich eingeschlagen und dadurch war mein Kopf immer wieder auf die kleinen Spitzen Steine des Schotters geprallt. Das Endresultat war dann die kleine offene Wunde an der Seite meines Kopfes.
„Aber hier ist schlechtes Licht.“ Fügte ich nach einer Zeit hinzu und machte dann das Licht aus, schritt aus dem Bad hinaus und ging in das große offene, helle Wohnzimmer, wo ich mich erstmals gegen die Couch lehnte und auf Araline wartete. Ich könnte es mir zwar selber ansehen, aber ich hatte keine Lust etwas zu übersehen und dann schlussendlich doch ins Krankenhaus zu müssen, weil ich einen kleinen Stein übersehen hatte oder sonstiges.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Mi 28. Feb 2018, 01:20
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WR: Isabella_(ID: 152407)
Araline Skyritch

Stumm glitt mein Blick über den durchtrainierten Körper des jungen Mannes. Über die vielen Tattoos, wo ich bis heute deren Bedeutung nicht kannte, da ich nie nachfragte, obwohl es mich interessierte. Vielleicht war einfach nie der richtige Zeitpunkt gekommen oder es war die Angst in mir, dass es zu persönlich war und es insgeheim ein wunder Punkt bei ihm war. Ich wollte ihn nicht verletzen und vor allem wollte ich ihn nicht noch mehr von mir entfernen. So war es doch jetzt schon beinahe unerträglich, dass er dort stand und wir nicht so miteinander umgehen konnten, wie es die letzten Jahre üblich war. Keine sanfte Berührung, nicht mal mehr eine Umarmung kam zustande. Es war, als wären wir uns fremd. Zu fremd für meinen Geschmack und dennoch wollte ich keine einzige, noch so winzige Situation erzwingen. Mir war bewusst, dass es meine Schuld war. Schließlich hatte ich Nathan geglaubt, dem Foto mehr Beachtung geschenkt, als den Worten von Damon. Doch was war das schon für ein Grund? Ich hatte Angst verletzt zu werden, denn zu oft war ich naiv gewesen und gleichzeitig war Damon der erste Mann, welcher solch große, fast schon angsteinflößende Gefühle in mir weckte. Allein sein Lächeln machte mich glücklicher als alles andere. Er war gewiss nicht der Typ Mann, welcher mich mit einem Strauß Rosen überraschte, um mich glücklich zu machen, aber um ehrlich zu sein, hatte es mich nie gestört, dass er nicht so war. Schlussendlich waren es genau diese Charakterzüge, welche ich so liebte..
Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken und mich verwunderte nicht einmal der kühle Tonfall. Seine Wut war berechtigt, ganz gleich, ob sie Nathan oder mir galt. Ich würde nichts dagegen sagen. ,,Klar, kein Problem“, erwiderte ich lediglich und stieß mich von der Wand ab, nachdem er an mir vorbeigegangen war. Er lief bereits vor, während ich einen Abstecher in die Küche machte. Zumindest müsste hier irgendwo ein Medizinkoffer sein, ansonsten musste ich wohl oder übel im Flur nachsehen. Einen Abstecher beim Arzt wollte ich eigentlich vermeiden, denn zumindest von Weitem sah es nicht so aus, als müsste irgendeine Wunde genäht werden. Zu meinem Glück fand ich den besagten Koffer, legte ihn behutsam auf der Arbeitsplatte ab, öffnete den Deckel und holte ein Desinfektionsspray sowie ein paar sterile Tupfer heraus. Die ersten Blicke hatten gereicht, um zumindest festzustellen, dass er nirgends verbunden werden musste, aber man konnte nie wissen, wo überall blutende Flächen zu finden waren. Deshalb beschränkte ich mich nicht unbedingt auf nur zwei Tupfer, sondern nahm einfach einen ganzen Stapel mit. Würde schon nicht schaden. Kurz zuckte ich mit den Schultern, dann lief ich zum Wohnzimmer, wo sich Damon gegen das Sofa gelehnt hatte und bereits auf mich wartete. Das Spray behielt ich einfach mal in der Hand, lediglich die vielen Tupfer platzierte ich vorsichtig auf der Lehne. ,,Zumindest lebst du noch..“, brachte ich heraus und schenkte ihm ein kurzes Lächeln, ehe mein Blick über seine Brust glitt, welche von einigen blauen Flecken geziert war. Fragend hob ich eine Augenbraue und legte den Kopf ein wenig schief. Sie mussten zwar nicht behandelt werden, dennoch sahen solche Flecken nie sonderlich gut aus und vor allem taten sie meistens weh. ,,Was ist passiert?“, hakte ich einfach mal nach und deutete mit dem Zeigefinger auf seine Brust ohne sie zu berühren. Vielleicht war es auch unwichtig und ich brauchte mir keine Sorgen zu machen. Ich hoffte es einfach mal. Allerdings warf ich nun einen Blick auf seinen Kopf, wo ich dunkles Blut schimmern sah. Es blutete nicht mehr wirklich stark aus der Platzwunde, dennoch hatte es ein wenig sein dunkles Haar benetzt. Und da es nur oberflächlich war, würde er auch nicht zum Arzt müssen, denn dafür hatte Nathan ihn einfach nicht stark genug getroffen. Gut, der Schlag hatte für diese wundervolle Platzwunde gereicht, aber es war zum Glück nichts Schlimmeres. ,,Du bist ja Mann genug..“, warf ich mit einem kleinen Grinsen ein und sah zu der kleinen Flasche mit dem Desinfektionsmittel. Es war zwar kein Alkohol drin, aber sicherlich würde es ein kleines bisschen brennen aufgrund der offenen Wunde. Oftmals hatte ich mir als kleines Mädchen die Knie aufgeschlagen und da hatte selbst Wasser gereicht, um mich schmerzvoll aufschreien zu lassen. Es mochte gut sein, dass man sich als Kind zu schnell hineingesteigert hatte, aber für ein wenig Spaß hatte es sich immer wieder gelohnt.
Sorgfältig nahm ich etwas von dem Spray, einen kleinen Stapel Tupfer und versuchte die Kopfwunde so gut wie möglich zu säubern. Ich war zwar nicht unbedingt eine Profiärztin und vor allem hatte ich noch nie jemanden vor mir, den ich verarzten musste, aber ich gab mir Mühe. Meine grauen Augen hafteten förmlich auf dem Blut, welches dank des Sprays aufhörte zu bluten und selbst der kleinste Krümel Dreck hätte jetzt keine Chance mehr. Die benutzten Tupfer hingegen legte ich auf einen Tisch, nachdem ich mich kurz suchend umgesehen hatte, und nahm dann noch drei weitere Tupfer, damit ich auch noch das letzte bisschen Blut wegwischen konnte. ,,Siehst eigentlich ganz akzeptabel aus“, lobte ich mich einfach mal und betrachtete die gereinigte Platzwunde, wobei sich ein zufriedenes Lächeln auf meine Lippen schlich. Dennoch betrachtete ich seinen Kopf noch einmal genauer, um weitere blutige Stellen ausschließen zu können, doch ich fand nichts verstecktes im Haar. Zum Glück. Im Gesicht hatte er lediglich noch ein paar kleine blutige Schrammen und auch, wenn es nichts wildes war, fasste ich vorsichtig mit zwei Fingern an sein Kinn, drehte sein Gesicht langsam nach links und tupfte sanft, dennoch nicht hautzart, da er nicht daran zerbrechen würde, auch das letzte Blut weg. Selbst das Blut, welches von der Platzwunde einen kleinen Weg gesucht hatte zu seinem Kinn. ,,Ich denke, soweit war‘s das.“ Ein sanftes Lächeln umspielte meine Lippen und ja, ich war irgendwo stolz auf mich, dass ich das auf die Reihe bekommen hatte.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Mi 28. Feb 2018, 16:19
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Caleb Paisley

Mit zwei Fingern trommelte ich im Takt zur Musik auf dem Lenkrad herum, die andere hatte ich auf meinem Bein abgelegt, während ich immer mal wieder schaltete um dem Gelände hier zu trotzdem - naja eher gesagt um meine Langeweile zu vertreiben denn selbst im 1. Gang würde der Pick Up keine Probleme haben sich seinen Weg die Landstraßen entlang zu bahnen. An der Kreuzung bremste ich etwas ab bevor ich abbog, damit der Anhänger nicht ins schaukeln geriet. Ich drehte das Lenkrad mit einer Hand, schaltete in der Gerade wieder hoch und blubberte die Straße in Richtung des Gutes weiter. Lange würde es nicht mehr dauernd, den längsten Weg hatte ich bereits hinter mir. Natürlich hätte es schneller gehen können, jedoch würde ich mein geliebtes Auto das ich mir selbst verdient hatte sicherlich nicht in Amerika lassen. Aus dem Radio strömte leise Countrymusik, welche aus dem USB Stick kam welchen ich angeschlossen hatte. Auch wenn ich alles hatte um mich hier in Deutschland wohl zufühlen, war es bisher eher das Gegenteil seit ich am Hafen meinen Wagen abgeholt hatte und die beiden Pferde in den Hänger verfrachtet hatte. Ein paar Stunden fuhr ich nun schon, hatte immer wieder Zwischenstopps gemacht um den beiden eine Pause, etwas Ruhe und etwas Auslauf zu gönnen. Immer wieder zogen die grünen Bäume an mir vorbei, welche ich bei mir nur vom Wald kannte, zudem waren sie bei mir daheim wirklich riesig. Kurz schenkte ich dem Navi meine Aumerksamkeit als es ankündigte dass es nur noch wenige Kilometer bis zu meinem Ziel waren. "Thank God".


Etwas später


Der Asphalt unter den Reifen, machte die ganze Fahrt schon viel angenehmer als ich auf das Gelände des Gutes fuhr, das Navi freudig zur Hölle geschickt hatte. Nachdem ich an dem Tor, welches sich anscheinend von Geisterhand öffnete, vorbeigefahren war führte mich eine hübsch dekorierte Schotterstraße vorbei an Hecken und Blumen in den großen Hof meines neuen Zuhauses. Ich zog zögernd eine Augenbraue hoch, bremste sanft den schwarzen GMC welchen die Leute hier als riesiges Ungetüm bezeichnetet, sah mich dann neugierig um. Kurz hielt ich die Luft an und überdachte nochmals meine Idee hier zu arbeiten, wusste aber das ich mich in jenem Moment entschieden hatte in welchem ich aus dem Flugzeug gestiegen war und meine Hände fest um meine Koffer geschlossen hatte.

Ich legte den Gang ein, ließ die Kupplung kommen und bahnte mir vorsichtig einen Weg zu den Ställen - jedenfalls laut Karte. Praktischer weise gab es davor kleine Parkplätze welche speziell dazu da waren, die Pferde entweder 'abzuladen' oder in den Hänger zu bringen. Da der Wagen wegen seiner Breite gerade noch drauf passte, stellte ich mich noch etwas auf die Straße und stoppte dann ehe ich den Motor abstellte. Nachdem ich den Sicherheitsgurt gelöst hatte massierte ich meine Handgelenke, griff nach dem Schlüssel, Handy und meinem Hut ehe ich die Tür mit einem Finger öffnete und somit frei war aus zusteigen. Die Kälte die mich plötzlich umgab war ich zwar nicht wirklich gewohnt, hatte damit aber schon oft genug meine Erfahrung gemacht weshalb ich darauf mehr als vorbereitet war. Kurz wandte ich mich auf meinen Turnschuhen im Kreis, setzte meinen Cowboyhut auf ehe ich zu dem roten Anhänger mit dem Logo meiner Ranch schlenderte um Blue und Cass in die Freiheit zu entlassen. Vorzugsweise zuerst den Hengst, denn der hatte wohl so etwas wie Platzangst, wenn man es denn so nennen konnte das er sich einfach nicht gerne einsperren ließ. Ich schloss das auf sein Leben auf Weiden und Feldern zurück, während ich an den Verschlüssen der Rampe herum zog, bis ich die beiden Metallstücke samt Schlössern endlich gelöst hatte. Schon kam mir die metallene Rampe welche mit Rutschfestem Gummi oben überzogen war, entgegen geflogen bis ich sie abfing um sie sanft niederzulassen. Ein Blick auf den Parkplatz ein Stück weiter verriet mir das ich wohl einen wirklich wirklich großen Anhänger besaß, welcher vorne eine kleine Tür bot, in welcher so etwas wie eine kleine Sattelkammer war. Außerdem bot sie die Möglichkeit scheue Pferde von vorne aus dem Hänger zu führen, ohne sich der Gefahr zu stellen vielleicht von hinten einen Tritt ab zubekommen da sich das Pferd erschreckt hatte.

Die Fahrt über hatte ich ziemlich Glück gehabt denn meine beiden hatten nichts von sich hören lassen, was im Stall etwas anderes war. Izzy hatte ich im Auto eingesperrt, das Fenster aber zumindest offen gelassen. Denn eine aufgedrehte Hündin konnte ich hier wirklich nicht gebrauchen. Als ich kurz in Gedanken versunken war, vernahm ich von dem Palominohengst ein lautes Wiehern. Ein Grinsen schlich sich auf meine Züge und ich beeilte mich ihn endlich auszuladen. Mit einem Klicken öffnete ich die Seitentüre, trat ein und atmete zufrieden den Geruch von daheim ein - Texas. Der würde hier wohl immer festsitzen. Ich beugte mich unter der Eisenstange durch und stand dann vor dem großen Hengst welcher mich freudig begrüßte, es sich aber nicht nehmen ließ so fest anzustupsen das ich etwas ins Wanken geriet. Mit meinen kühlen Fingern löste ich die Eisenkette, danach den richtigen Strick mit dem die beiden einzeln hier drinnen befestigt waren, denn auf so einer langen Fahrt würde ich es nicht riskieren sie einfach so umher laufen zu lassen.

Den weißen Strick nahm ich fest in die Hände, begann dann Castiel rückwärts zu richten bis genug Platz war und ich ihn wenden konnte. Ein lautes Schnauben tönte von Blue her als ich Castiel langsam die Rampe hinunter führte. "Give me a Moment Sweetheart", rief ich zu der Grauen. Nachdem der Hengst mit allen Vieren auf dem Boden stand, sah ich ihn mir gründlich an, konnte aber bis auf ein paar verirrte Strohhalme nichts auffälliges finden was mir Sorgen machen würde. Langsam lief ich los, zerrte dabei aus meiner Hosentasche ein etwas zerknülltes Papier, welches sich als Karte entpuppte. Hengst- Wallachstallungen stand in großen fetten Buchstaben darauf. Ein Blick hinauf sagte mir das es wohl das Gebäude vor mir sein müsste. Gerade als ich wieder schneller laufen wollte, stoppte mich mein Hengst und erhob seinen hübschen Kopf um sich selbst ein Bild von seiner neuen Umgebung zu machen. "What are you waiting for Cass? Come on", lockte ich den Palomino der sich nun langsam wieder in Bewegung setzte.

Nach wenigen Metern erreichten wir den Hengststall, in welchem es wider meiner Erwartungen verdammt still war. Mit prüfendem Blick betrachtete ich die Schilder an den Boxen, darauf bedacht Castiel nicht zu nah an die Fremden Pferde zu lassen. Ziemlich weit hinten fand ich schließlich seinen Namen vor und zog die halb geöffnete Boxentüre ganz auf um seinen neuen Bewohner hineinzulassen. Kurz sträubte er sich, setzte dann doch einen Huf nach dem anderen auf das Stroh. Ich beugte mich nach unten nachdem ich die Türe verschlossen hatte und machte mich daran die Transportbandagen von seinen Beinen zu wickeln, rieb danach ein paar Mal wie zur Massage darüber um seine vielleicht müden Beine wieder in Takt zu bekommen. Castiel nahm jedoch nicht wirklich Notiz von mir und widmete sich lieber dem Heunetz über meinem Kopf. Kurz bevor ich den Hengst in seinem neuen Thingy ließ, zupfte ich ihm ein paar Strohhalme aus der Mähne, wanderte dann seufzend zum Anhänger zurück um auch der Stute ihre neue Box zu zeigen.

Im Gegensatz zu Castiel jedoch, sträubte sie sich zuerst aus dem Hänger zu kommen und bestand dann darauf etwas vom dem Gras am Straßenrand zu knabbern bevor sie sich wieder mir widmete. Ihre verrutschte Transportdecke hatte ich mit ein paar Handgriffen gelöst, während sie am Hänger festgebunden war. Eilig legte ich sie dürftig zusammen und verfrachtete sie zurück an ihren eigentlichen Platz, ließ dann auch endlich Izzy frei welche sich bellend von dem Autositz mir in die Arme warf und so fast zu Boden warf. "Whoa calm down Izzy", lachte ich und hielt sie mit der Hand davon ab mein Gesicht komplett zu durchnässen. Mit einer Hand löste ich dann den Strick von Blue, mit der anderen setzte ich den Hut auf meinem Kopf zurecht und wollte mich aufmachen zum Stutenstall.





Sky folgt gleich noch.

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Me? I“m Mrs. Dean Winchester


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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Do 1. Mär 2018, 14:04
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WR: Isabella_(ID: 152407)
Aria Paine

Sanft fuhr ich mir durch meine silbernen Haare, ehe ich den Stuhl zurück schob, aufstand und das Tablett wegbrachte. Um ehrlich zu sein hatte ich keine Ahnung, was ich für den heutigen Tag planen sollte, aber höchstwahrscheinlich würde es wie immer beim Pferd enden. Ich hatte eben meine Verpflichtungen, so wie jeder andere auch. Ein Pferd brachte nicht nur Kosten mit sich, sondern auch Pflichten und diese galt es zu erfüllen. Und vor allem beanspruchten diese Tiere eine Menge Zeit. Somit musste ich also meine Stunden aufopfern, welche andere in meinem Alter in der Stadt vertreiben würden. Seufzend betrachtete ich meine Schuhe, dann verließ ich die Cafeteria und lief den elend langen Flur entlang. Vor allem bei diesem Wetter verspürte ich absolut keine Lust in den Stall zu gehen. Es war mir einfach viel zu kalt draußen, all die ganzen Minusgrade, die ständigen dicken Klamotten und dann auch noch mehrere Stunden in der Kälte beim Pferd sein. Ja, auch ein Pferdebesitzer hatte hin und wieder mal keine Lust auf diesen Alltag und doch blies mir im nächsten Moment der eisige Wind ins Gesicht, als ich durch die Tür trat.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Do 1. Mär 2018, 18:55
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WR: Milumorle(ID: 341805)
Julie Handrix

Als ich am Putzplatz ankam, band ich meinen Wallach an. Ich zog meine Jacke fester zu, da ich draußen am Putzplatz war und ich keine Lust hatte drinnen zu putzen. Ich holte also nacheinander meine dinge aus dem Putzkasten die ich zum Putzen brauchte. Nun begann ich also mit dem Striegeln. Zu guter letzt kratzte ich die Hufe aus, somit war ich zum glück fertig. Ich begutachtete mein Pferd kurz, steckte ihm ein Leckerchen in seinen Mund und schloss den Putzkasten wieder. Völlig zufrieden ging ich zur Sattelkammer. Zuerst musste ich die Tür öffnen, welche mich sowieso immer hasste da ich mir ständig irgendwelche Verletzungen zuzog. Meistens lag es daran, das ich zu doof war die Tür zu öffnen. In der Sattelkammer suchte ich mir passend zu meinem Sattel eine Satteldecke und eine passende Trense aus. Dazu zog ich meinen Reithelm an und steckte noch ein paar kleine leckerein ein, damit ich mein Pferd nach dem Reiten auch loben konnte, ohne das ich nocheinmal weglaufen musste. Jetzt hakte ich nocheinmal nach, ob ich alles hatte und versuchte alles zu meinem Pferd zu schleppen, welches noch immer angebunden am Putzplatz stand.

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Trakehner Zucht SSS Niveau: Whisper's Pferdename
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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Do 1. Mär 2018, 19:21
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WR: Isabella_(ID: 152407)
Aria Paine

Bei der Kälte hatte ich keine Lust auf Training. Wahrscheinlich würde ich eher stocksteif im Sattel sitzen und meine Stute würde das sofort merken. Er war einfach ein sensibles Pferd, aber ihm würde ich sogar zutrauen im Regen Motivation zu haben. Ein kleines Lächeln verließ meine Lippen, als ich über den Hof lief und den Gedanken ans anstehende - wenn überhaupt - Training beiseite warf. Wortlos betrat ich den Stall und suchte sogleich die Box meines Hengstes auf. Er kam mir einen großen Schritt entgegen und beäugte mich neugierig, als hätte er die Hoffnung, dass ich eine kleine Überraschung in einer der Jackentaschen bereithielt. ,,Da muss ich dich wohl enttäuschen“, flüsterte ich leise lachend und strich sanft über seine breite Stirn.
Es hatte zum Glück auch gar nicht lange gedauert Indian Summer fertig zu machen. Sein Fell war zwar ein wenig staubig gewesen, aber mir machte auch ausnahmsweise mal kein Stroh die Arbeit schwerer. Zufrieden betrachtete ich den Schecken und klopfte kurz seinen muskulösen Hals, ehe ich das Zaumzeug über seinen Kopf zog und sorgfältig die wenigen Riemchen verschloss. Im Gegensatz zu den Trensen bei der englischen Reitweise, musste sich mein Pferd nicht mit einem Nasenriemen oder Sonstigem rumschlagen. Wiederum hatte ich das Glück, dass ich ein gesundes Westernpferd hatte und nicht eines dieser Pferde, welche mit Medikamenten vollgepumpt wurden, um noch mehr an Muskeln zuzulegen. Solche Menschen verstand ich einfach nicht, es war reine Tierquälerei. Kopfschüttelnd nahm ich die Zügel in die Hand und verließ langsamen Schrittes den Stall, wo ich an einem nahegelegenen Putzplatz ein fremdes Mädchen erblickte, welches gerade ihr Pferd fertig machte.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Sa 3. Mär 2018, 12:19
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WR: Panpino(ID: 228956)
Nicolai-Damon Verusco

Mir war bewusst, dass ich nun mal nicht wirklich gesprächig war. Niemand kannte wirklich irgendetwas von mir. Araline wusste nichts über meine Vergangenheit, mein Leben, meine Familie oder meine Tattoos. Ich hielt mich einfach ruhig, da ich eben fand, dass diese Dinge niemanden etwas angingen. Besonders Araline nicht nach der ganzen Aktion und nach der Trennung. Wahrscheinlich wusste sie wer mein Bruder war, aber der Rest meiner Vergangenheit lag immer noch in tausend Stücke auf dem Boden verteilt,glich fast einem gebrochenen Spiegel, aber mit den Jahren lernte man dazu.
Ich wusste jetzt wie ich mich nicht an den Scherben meiner Vergangenheit verletzte und dies war wahrscheinlich auch gut so. Nebenbei bemerkte ich wie mein Handy in meiner Hosentasche brummte, aber dies ignorierte ich, ließ es einfach außen vor. Wahrscheinlich war es eh nur Lorena oder mein Bruder, der meinte mir nun über Whatsapp einen Rat zu geben.
Als würden mich solche Worte in irgendeiner Art interessieren.
Ich war eben ein Mensch, der sich von kaum jemanden etwas sagen ließ. Tief atmete ich durch und bemerkte, wie sich mein Brustkorb langsam hebte, ehe er sich wieder langsam legte und somit sank. Selbstverständlich ging die Trennung von Araline nicht spurlos an mir vorbei, aber mittlerweile konnte ich damit umgehen und hatte kein Problem ihr gegenüber zu stehen.
Wobei ich damit wohl nie wirkliche Probleme haben würde. Nachdem sie wirklich diesem Kerl mehr geglaubt hatte als mir...ehrlich gesagt war ich geschockt, aber gut wenn sie mir nicht vertraute dann war es eben so. Und dieser Vorgang hatte wohl in den letzten drei Jahren gefehlt.
Ich hatte dieses Bild gesehen und es war wirklich schön älter gewesen, aber gut wenn sie selbst nicht mal sowas unterscheiden konnte war es nicht mein Problem.
Schließlich veränderte man sich ja in den Jahren, aber anscheinend hatte sie dies nicht gesehen. Jedoch traf mich dieser Vertrauensmangel schon auf einer Art und Weise mit der ich wohl niemals gerechnet hatte. Ehrlich gesagt dachte ich schon, dass Araline mir immer glaubte und niemals an meinen Worten zweifelte, aber gut ich wurde nun belehrt. Sie glaubte eben Menschen, die ihr Elternhaus angezündet hatten mehr. Traurige Wahrheit, aber dann war es eben so.
Deswegen dürfte sie sich wohl kaum über mein Verhalten wundern.
Schließlich verschwand Araline und suchte wohl den Verbandskoffer, also kramte ich mein Handy aus der Hosentasche hinaus und tippte nur einmal kurz mit meinem Daumen auf das Display. Augenblicklich sah ich die verpassten Anrufe und die Nachrichten auf WhatsApp. Logischerweise müssten sie eigentlich wissen, dass ich diesen Menschen erstmals nicht antworten würde.
Deswegen drückte ich auf den Knopf an der Seite und sperrte mein Handy wieder, ehe ich es in meiner Hosentasche verschwinden ließ. Ich hatte -meiner Meinung nach- besseres zutun, als mich mit diesen beiden Personen auseinander zu setzen.
Nach einer Zeit war Araline dann mit dem Koffer zu mir gekommen, sah sich mich erstmal an. Ja, ich wusste das ich nun nicht wirklich in Bestform war, aber was sollte ich schon machen? Einfach durchatmen. Bei ihren kleinen Kommentar zuckte ich nur kurz mit den Schultern. „Ich bin schlimmeres gewohnt.“ Kommentierte ich lediglich ihre Aussage und sah sie mit meinen hellblauen Augen an. Mein Rücken sprach seine Geschichte wohl mittlerweile alleine. Als sie schließlich nachdem Desinfektionsmittel griff blieb ich recht unbeeindruckt und wartete einfach ab, bis sie damit fertig war. Es brannte zwar, aber gut es war nur etwas unangenehm. Kein Schmerz, der jetzt untragbar war.
Nach einigen Minuten war Araline wohl mit ihrem Werk zufrieden gewesen, also richtete ich mich wieder etwas auf. Als sie mich dann am Kinn packte und es nach links und rechts zog, interessierte es mich nicht. Zunächst musste ich ihr erstmals ihre Frage beantworten. „Ich bin von Junks gefallen. Sind nur ein paar blaue Flecke, nichts dramatisches.“ Beantwortete ich ihre Frage und verhielt mich danach erstmals nur stumm und sah die junge Frau vor mir mit meinen hellblauen,klaren Augen an.

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Re: [RPG]Das Reitinternat - Gut Iyllenburg I Krankheiten S.2
Verfasst: Sa 3. Mär 2018, 13:02
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WR: Isabella_(ID: 152407)
Araline Skyritch

Mehr denn je versuchte ich meine Gefühle zu kontrollieren. Mittlerweile hatte ich es zumindest geschafft, dass man einen Großteil nicht mehr in der Mimik sah, auch wenn der verletzte Schimmer nicht aus meinen grauen Augen verschwand. Umso mehr versuchte ich die Nähe von Damon und Nathan zu vermeiden. Es tat mir nicht gut, wenn ich Damon ständig über den Weg lief und seine Stimme, seinen Geruch und seine Provokationen ertragen musste, wenn es mich innerlich einfach nur kaputt machte. Nathan trug seinen Teil seit Monaten wieder bei, aber das war eine Sache, die ich vollkommen geheim hielt. Nicht einmal Juna wusste davon, wie oft er mich aufsuchte. Gut, es war vielleicht, wenn überhaupt, zweimal im Monat, aber ich hielt dem nicht mehr stand. Normalerweise hätte ich auch nie zugeschlagen, aber da schien mir die Laune übergestiegen zu sein.
Damons Verhalten mir gegenüber verletzte mich nur umso mehr, auch wenn ich das nicht zeigen wollte. Wenn er schon so berechtigt kalt zu mir war, dann war ich das eben auch - nur eben aus reinem Selbstschutz. Trotzdessen, dass er nicht mein aller erster Freund gewesen war, aber dafür der erste Mann, den ich so liebte, nahm mich die Trennung ziemlich mit. Im Gegensatz zu Damon machte es mir noch immer etwas aus in seiner Nähe zu sein, während er ohne Probleme mit mir sprechen konnte. Ein Hoch auf diese Fassade.
Seine Worte nahm ich wortlos hin, denn immerhin bräuchte ich mir keine Sorgen zu machen. Es war nur ein Sturz vom Pferd gewesen und da hatte er eben diese blauen Flecken her. Andere brachen sich direkt den Arm oder starben sogar.
Wenigstens war ich schnell fertig geworden und richtete meinen Blick für einen Moment auf den jungen Mann, da ich seine blauen Augen auf mir ruhen spürte. Ich wusste nicht warum sie mich überhaupt so faszinierten. Vielleicht lag es an dem Licht, welches stets und ständig das Blau anders wirken ließ. Mal heller, mal dunkler. Ich hingegen trug einfach nur dieses helle Grau, als würde ich jemanden mit einem bloßen Blick durchdringen wollen. Allerdings verwarf ich diesen lächerlichen Gedanken direkt, griff nach dem benutzten Material und wollte mich noch einmal an Damon wenden, verwarf dieses Vorhaben allerdings und schluckte den Kommentar hinunter. Eine Ansage brauchte ich nun wirklich nicht zu machen, denn so wie sein Bruder auf dem Hof gewirkt hatte, würde er das schon übernehmen.

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