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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Di 9. Jan 2018, 00:08
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Joyce Nica Gerdes

Ich hatte nicht bemerkt, dass der Fremde von den Wassermassen, die meine Angst erzeugt hatten, mitgezogen war, aber als ich ein Husten und Würgen hinter mir vernahm drehte ich mich panisch um. Er lag auf dem kalten und harten Boden, völlig durchnässt durch meine Dummheit.
Meine Augen waren vor Angst weit aufgerissen und ich kam nicht umhin zu ihm zu rennen. Ich kniete mich vor ihn und wusste nichts recht mit mir anzufangen.
Berühren sollte ich ihn nach solch einem Fiasko sicher nicht...
"Es... Es... Es tut mir so Leid...", sagt ich stotternd und meine Stimme klang so verängstig. "Ich... Ich wollte das nicht.", fügte ich hinzu.
Ich schloss die Augen und konzentrierte mich. Wenn ich das Wasser bändigen kann, kann ich es sicher auch seiner Kleidung und seinen Haaren entziehen.
Beim ersten Versuch klappte es natürlich nicht, aber der zweite Anlauf schließlich.
Schuldbewusst sah ich zu Boden. Ich hatte an seinem Blick vorhin, als ich auf ihn zugerannt war, gesehen, wie sauer er auf mich war.
"Okay. Wenn du mich bestrafen willst, bitte...", sagte ich ängstlich.
Ich wollte mein Tuch zurecht rücken, doch griff ich panisch ins Leere. Suchend sah ich mich um, doch ich sah es nicht. Die Wassermassen mussten es fort gerissen haben...
Und so wurde aus der Schönen das Biest. So verglichen es meine Eltern zumindest immer...
Die Narbe entstellte nicht nur meinen Rücken, sondern auch meinen Hals...
Wortlos blickte ich wieder zu Boden.
Wenn er mich umbringt, täte er meinen Eltern wenigstens einen Gefallen und würde die Schande aus ihrem Leben nehmen...
Selbst wenn die Beiden immer wieder versuchten Stolz auf mich zu sein, blieb es doch immer bei jenem Versuch. Aber vielleicht konnte ein schöner, großer Tiger ihr Leid lindern und sie von ihrem Elend erlösen? Sie befreien und so den Blick für die Tugend und Kraft schärfen, die in Gestalt meines Bruders auf dieser Erde wandelte. Vielleicht war ich genau hierfür bestimmt. Für das Ende in meinem Element.
Wassertropfen glitten an mir hinunter und ich fühlte mich so stark und so schwach zugleich. Ich hatte den Geruch von Wasser in der Nase und wenn ich die Augen schloss, so hörte ich das Element, welches mir mal mehr mal weniger zu folgen schien, so wie das Wasser mal im Überfluss und mal im Mangel herrschte. Wie Ebbe und Flut.
Eigentlich ist das ein schöner Ort... Nein der richtige Ort um zu sterben.


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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Di 9. Jan 2018, 16:08
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Castiel

Als ich von der Küche zurückgekehrt war und nun ihrer Antwort lauschte, konnte ich bloß nicken und griff dann zu ihrem Geschirr das ich wegbrachte. Ich war nun einmal leider ein kleiner Ordnungsfanatiker, was in der heutigen Zeit nicht wirklich ein praktischer Charakterzug zu sein schien. Als ich wieder zu dem Werwesen an meinem Tisch stiefelte und mich niederließ um mir durch die Haare zu fahren, überfiel sie mich förmlich mit der Frage auch welche ich nur gewartet hatte, es war wohl nur eine Frage der Zeit gewesen bis sie sich vortastete. „Arbeitest du für jemand besonderen dass du deine Identität so sehr geheim halten musst?“. Als ich ein amüsiertes Grinsen auf meine Züge legte und ein leises Lachen von mir gab, schwebte Mazikeen davon und machte keine Anstalten wieder zurück zu kommen. "So kann man es nennen, ja. Es hängt jedenfalls sehr viel davon ab", antwortete ich mit etwas mehr Information als zuvor, strich mir kurz über den Arm als jener anfing zu kribbeln. Ich konnte ihr bei Gottes Willen nicht mehr erzählen und ehrlich gesagt wollte ich es nicht. Meine Identität behielt ich grundsätzlich für mich immerhin hing ja viel davon ab. "Also Evelyn, was ist der andere Teil von dir für ein Wesen?", zugegeben war ich neugierig welche Wesen ich hier vor mir hatte. Selbst als Engel traf man außergewöhnliche Personen nicht jeden Tag. Bessergesagt solche die auch, nennen wir es mal kontaktfreudig waren.

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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Di 9. Jan 2018, 17:02
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WR: Quellwasser(ID: 184449)
Evelyn

Es war mir schon klar gewesen dass ihn meine Frage nicht unbedingt überraschte, dennoch verzog ich mein Gesicht. In seiner Antwort lang nicht viel was mir etwas verraten konnte, im Gegenteil; sie warf nur noch mehr Fragen auf. Idiot. Besonders dieses Grinsen was er an den Tag legte und sein dazugehöriges durch die Haare streichen, regten mich auf. Er wusste dass ich ihn nicht so leicht durchschauen würde, aber er wusste auch dass ich nicht so schnell nachgegeben würde. Obwohl ich zugeben musste dass dieses Spiel langsam langweilig wurde, doch drängte mich das Tier in mir es weiter zu versuchen.
"Also Evelyn, was ist der andere Teil von dir für ein Wesen?"
Jetzt war ich es, die diese eine Frage schon erwartet hatte und nun war ich dran mit einem schelmischen Lächeln. Wenn ich raten musste was er wahr, sollte er genau das gleiche tun. „Der andere Teil ist in Tier.“, war meine Antwort. „Ein weißes.“

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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Di 9. Jan 2018, 21:35
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Castiel

Meine grünen Augen behielten die junge Dame fest im Blick, als jene mir ein freches Grinsen schenkte. Ich setzte mich auf meinem Stuhl etwas zurück und verschränkte dann meine muskulösen Arme vor meiner Brust um etwas gemütlicher zu sitzen. Obwohl gemütlich relativ war denn gab es nicht besseres als mit ausgestreckten Flügeln durch den Himmel zu rauschen und die Menschen zu beobachten, der Wind der durch die Flügel strich. Für einen kurzen Moment wurde ich wehmütig, denn ich war schon eine ganze Weile nicht mehr durch die Lüfte geflogen. Die Funken die das Gespräch von mir und Evelyn zuvor noch hatten, schienen langsam zu verschwinden. Zwar gab ich mir die Schuld, konnte aber nun einmal nichts daran ändern. Ihre Stimme ließ mich schließlich wieder aus meinen Gedanken zurückkehren und ihren Worten lauschen. „Der andere Teil ist in Tier. Ein weißes.“ Meine rechte Augenbraue zog sich langsam nach oben, während mein Gehirn seine tiefsten Erinnerungen durchforstete. Doch fielen mir nicht viele ein, oder jedenfalls welche die ich mir bei ihr vorstellen konnte. "Ich kann bloß raten", gab ich dann offen zu und zuckte unwissend mit den Schultern. "Ein Tiger, vielleicht irgendein Vogel, oder irgendetwas anderes. Aber ich stelle dich mir sehr schlecht als Schwan oder ähnliches vor. Vor allem keine Katze", erklärte ich meine karge Antwort während dann mein Blick über ihre wunderlichen Haare fiel die wirklich ungewöhnlich weiß waren.

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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Di 9. Jan 2018, 22:07
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WR: Quellwasser(ID: 184449)
Eveyln

Eben diese Reaktion hatte ich erwartet; zuckende Schultern, ein verwirrter Blick. Zufrieden legte ich mich ein Stück nach hinten um meinen Rücken zu entspannen und beobachtete ihn dabei wie er nachdachte, man könnte seinen Kopf förmlich arbeiten sehen. Aber ich konnte es ihm nicht verübeln, wann sah man schon mal einen weißen Raben? „Ein Tiger, vielleicht irgendein Vogel, oder irgendetwas anderes. Aber ich stelle dich mir sehr schlecht als Schwan oder ähnliches vor. Vor allem keine Katze.“ Ich lachte kurz auf. „Kein Schwan? Ich hoffe das war keine Beleidigung.“ meinte ich und verschwendete einen kurzen Gedanken an die Tiere. Ich fand sie wirklich hübsch, solange sie nicht flogen. In der Lift sahen sie einfach nur lächerlich aus, wie fliegende .. keine-Ahnung-was. Aber diese langen Hälse.. naja. „Bist nah dran, das mit dem Vogel stimmt schon einmal.“ sprach ich weiter und ließ ihn nun weiter raten.

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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Mi 10. Jan 2018, 19:50

Kiroka

Als wäre es ein Wunder gewesen, dass ich von ihrer dämlichen Aktion mitgerissen wurde, stolperte sie geschockt auf mich zu. Genau so sah sie mich auch an, als sie sich vor mir ihn die Hocke begab. Angewidert beobachtete ich sie. Wie gerne hätte ich einfach eines meiner Schwerter gezückt, ihr die Pulsschlagader aufgeschnitten und sie Stück für Stück ausbluten lassen. Langsam, qualvoll, gerecht. Alles Worte, die in diesem Moment wie ein Lied in meinen Ohren klangen.
"Es... Es... Es tut mir so Leid..." Nervös zuckten ihre Hände umher und wirklich zu wissen was Sache war, schien sie auch nicht zu haben."Ich... Ich wollte das nicht." Mit einem Augenrollen schloss ich meine Augen und rubbelte heftig mit geballten Fäusten über meine Augenlieder. Wasser tropfte über mein Gesicht und somit auch in mein Gesicht. Es brannte und es hörte einfach nicht auf. Ein weiterer guter Grund, das Leben der Frau hier und jetzt verenden zu lassen. Doch plötzlich war alles um mich rum wieder trocken und selbst der Juckreiz meiner Augen beruhigte sich wieder, bis sie so gut wie gar nicht mehr brannten. Trotzig sah ich Joyce wieder ins Gesicht, wenn auch nur gezwungen als gewollt."Okay. Wenn du mich bestrafen willst, bitte..." So wie sie zu Boden sah, sich ihrer Schuld bewusst wurde, hatte sie es beinahe geschafft, ein gewisses Maß von Mitleid in mir zu wecken. Doch ganz schaffte sie es nicht, also regte sich meine Mimik kein Bisschen. Was?Ich sah an ihr vorbei, entlang des Ufers bis zu einem Stein, an dem, wenn man genauer hinsah, ein kleiner Fetzen Stoff flatterte. Auch wenn es mich nicht mal ein bisschen interessierte, was dort an diesem Felsen zu flattern vermag, sah ich genauer hin und konnte das Tuch erkennen, das sich vorher noch am Hals von Joyce befand. Ich konnte mir nicht den Blick an ihren Hals verkneifen. Innerlich erschrak ich kurz, als ich die Narbe erkannte, die sich entlang des Halses und wohl auch hinab zum Rücken schlängelte. Sie war dick und noch gut zu erkennen, doch das sie wie die meisten meiner Narben von Kämpfen kam, konnt ich mir beim zierlichen Körper der Frau nicht wirklich vorstellen. Sie musste durch einen anderen Grund entstanden sein. Doch ich durfte und wollte nicht nachgeben, immerhin war ich wirklich angepisst. Ich stand auf, ging zwei große Schritte hinter sie und nahm eines meiner Schwerter von meinem Rücken. Verhor jedoch war ich bis zu diesem Felsen geschlichen, welcher dicht am Ufer ragte. Ich nahm das leichte Tuch und ließ es meinen Arm hinab fallen, sodass es an meinem Unterarm umher wehte. Sie schien es nicht bemerkt zu haben, was auch gut so war, sonst wäre das sehr schnell sehr unangenehm geworden. Ich trat zurück und als ich dicht hinter ihrem Rücken zum Stehen kam, legte sich ein gemeines Lächeln auf meine Züge. Ich würde ihr nichts tun, nur Angst machen. Das wars. Dieses typische Geräusch ertönte, das dann hieß, dass ich mein Schwert gezogen hatte. Beide Hände umfassten den Griff so fest, dass sich die Knöchel schneeweiß abbildeten. Ich hob mein Schwert. Das kleine Bisschen der Sonne, die fast gar nicht mehr am Himmel zusehen war, spiegelte sich in ihm. Alles kam mir wie in Zeitlupe vor, der Moment stand praktisch still. Ich hielt die Luft an. Und ich hatte das Gefühl, dass sie das auch tat.
Doch ich ließ es wieder sinken. Den Drang zu töten, hatte ich schon lange gebändigt. Wahrscheinlich.. Doch man sollte sich nicht drauf verlassen. Ich trat wieder an ihr vorbei, ruckelte kurz am Kragen meines Hemdes und schob das Schwert wieder zurück in die Scheide. Ich sah über die Schulter zu ihr. Arrogant würde ich meinen."Jeder hat so seine Geheimnisse" Ich öffnete meine Faust und ließ das Tuch los, das im leichten Wind davon in ihre Richtung flog. Ich zögerte keine Minute und nach zwei schnellen Schritten rannte ich, nachdem ich mich im Flug wieder zu einem Tiger verwandelt hatte, davon und in Richtung Wald.


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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Mi 10. Jan 2018, 22:18
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Joyce Nica Gerdes

Mein Blick war auf die Steine gerichtet. Konnte ich ihm doch nicht in die Augen sehen. Ich spürte förmlich, wie er meine Narbe anstarrte. Ich wusste wie sie mich entstellte. Ich hatte deswegen schon so viele abstoßende Blicke gefangen. Ich wusste wie die Reaktionen waren. Nicht mein Talent, nicht meine Gabe, bescherten mir Schwierigkeiten, machten mich zu einem Freak. Sondern eben jene Narbe. Sie machte mich zum Außenseiter.
Ich atmete relativ ruhig. Wenngleich meine Gedanken an meiner Narbe hingen.
Vor langer Zeit hockte ich eben so vor vielen anderen Menschen, die auch überlegten, ob ich des Lebens wert sei. Sie entschieden sich, mir eine zweite Chance zu geben... Doch natürlich nicht ohne Lektion. Doch bewirkten ihre Schläge und Tritte und alles andere nicht. War ich doch eben jenes von Zuhause gewöhnt. Manchmal sogar Schlimmeres. Strafen durch meine Muter ausgeführt waren die schlimmsten... Blutbändiger waren geborene Folterknechte... Doch die Männer hatten noch eine härtere Bestrafung. Feuer... Feuer, das Gegenelement zu meinem und beinahe absolut tödlich. Das Element meines Bruders durch diese Schandtat beschmutzt. Seitdem konnte ich Feuer nicht mehr sehen und manchmal träumte ich davon, dass mein Bruder der erbarmungslose Feuerbändiger...
Ich hörte die Schreie, die ich damals für andere gehalten hatten. Durften sie doch nicht meine sein. So volmer Angst, voller Schmerz.
Sie schallten auch jetzt in meinen Ohren wieder, gepaart mit dem Klatschen der versengenden Peitsche. Ich spürte den Schmerz auf meinem Rücken, doch wusste ich, dass jener nun in Erinnerung so viel leichter war, als damals.
Tränen stiegen in meine Augen. Ich hatte keine Angst, auch wenn es wahrscheinlich normal oder gar klüger gewesen wäre. Mein Herz raste zwar, doch wartete ich mit... nun ja beinahe Erfüllung auf den Gnadenstoß. Würde er mein Leiden lindern? Ja. Würde er die Schande meiner Vergangenheit tilgen? Vielleicht.
Eine einzelne Träne des salzigen Meeres in meinen Augen fiel zu Boden und eben jener schien zu verschwimmen.
Mit einem Mal waren all das Leid und der Schmerz meiner Vergangenheit wieder präsent...
Ich hörte, wie das Schwer zischend wie eine Schlange aus seiner Halterung genommen wurde und war der Meinung das Ächzten des Metalls zu hören. Der Moment stand stilm und ich wollte schreien, nicht vor Trauer, nicht vor Angst, sondern vor Schmerzen, die mir gerade keiner zufügte...
Ich sah das zurückgeworfene Licht des Schwertes zu meinen Knien. Er stand so nah, dass ich seinen warmen in meinem Nacken spürte. Ich atmete flach und wartete auf meine Erlösung. Doch vielleicht genoss er jenen Moment gerade und es war eine Art Ritual? Ich ließ es zu. Ich hatte kein Recht Ansprüche zu stellen...
Schließlich hatte ich das Gefühl, dass es mir die Kehle zuschnürrte und so konnte ich nicht mehr atmen...
Doch dann... ich hörte Schritte. Doch hob ich den Blick nicht. Ich hörte, wie er das Schwert zurück steckte. Ich wollte aufblicken, aber tat es nicht. Mein Blick war zu verschwommen...
'Jeder hat so seine Geheimnisse', lies der Fremde vernehmen. Dann hörte ich nur noch zwei Schritte, die schließlich so klangen, als würde er als Tiger weglaufen.
Und mit einem Mal flog mir mein Tuch an die Knie. Mit Tränen in den Augen sah ich auf, doch er war tatsächlich weg...
Ich band mir das Tuch um doch blieb an Ort und Stelle. Ich sah mich um, doch wusste ich nicht, wie ich wieder nach Hause kam. Tränen rannen mir über die Wangen... und ich legte mich auf den Boden. Sachte Wellen stießen an meinen Körper. Doch ich blieb wo ich war...
Meine Tränen vermischten sich mit dem See. Noch immer sah er so einladend aus... Schließlich besann ich mich und stand auf. Doch statt den Heimweg anzutreten, ging ich den Wellen entgegen. Ich wollte wieder zu meinem Element... Völlig benebelt stieg ich ins Wasser doch schien immer wieder zu schwanken...


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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 20:10

Kiroka

Ich konnte selbst aus der Ferne das Schluchzen der Frau hören, die immer noch am Ufer des Sees saß. Meine Tatzen trugen mich über das hohe Gras. Ich gab ihnen einfach freien Lauf, denn es machte keinen Sinn gegen sie anzukämpfen. Sie hatten schon lange ein Eigenleben entwickelt, ich war da irrelevant. Doch ich spürte das ich bei jeder weiteren Sekunde langsamer wurde. Zwar lief ich noch immer auf den Wald zu, doch nach ein paar Metern, bei denen mich die harte Erde schon begrüßt hatte, blieb ich stehen. Ich drehte mich nach kurzer Stille um und sah wieder zurück. Wieso tat ich es überhaupt? Sie war verschwunden. Ich kniff die Augen zusammen und wollte wissen wo sie so schnell hingegangen war. Doch im selben Moment kämpfte ich gegen meine Neugier, was sich jedoch als sehr unnötig herausstellte. Weit und breit konnte ich nicht mehr das helle Haar erkennen, nur das Wasser funkelte noch von dem letzten Strahlen Sonne. Ich sprang mit einem Hieb in die Lüfte und rammte meine Krallen in die harte Rinde von einem der Bäume, die gerade in der Nähe standen. Sägespäne flatterten durch die Kraft meiner Krallen und aufgrund meines Gewichts, musste ich mir Mühe geben, nicht gleich wieder herunter zurutschen. Ast um Ast kletterte ich weiter hinauf, bis ich die Spitze erreicht hatte. Ich schlug meine Krallen in das Holz und konnte mich somit gut festhalten. Mir pfiff eine Leicht Brise strich mir um die Nase. Ich sah wie ein Vogel über das weite Land und hatte einen recht guten Ausblick von hier oben. Da es oder besser sie ja der Grund meines Auftritts war, suchte ich nach der Frau mit den hellen Haaren. Doch gleichzeitig genoss ich die frische Luft in vollen Zügen. Nicht alles so stickig und mal nicht das Gefühl, im Gebrabbel der anderen zu ertrinken. Es gab einem das Gefühl klein und zerbrechlich zu sein. Es gab einem das Gefühl für immer gefangen zu sein.
Ich atmete durch und sah hinab zum See, wo mich dann auch gleich das kalte Gesicht der Frau erwartete. Wie sie da am Wasser lag. Es sah irgendwie aus, als würde sie schlafen. Schlafen und nie wieder aufwachen. Woran sie wohl gerade dachte? Dachte sie überhaupt an was? Ich schweifte ab, doch hatte ich mich schnell wieder gefangen und richtete meinen Blick wieder aufs Wasser, wo nun eine torkelnde Frau ins Wasser schreitete. Es sah schon etwas witzig aus, doch war mir am diesen Tag nicht zum Lachen zumute. Ich legte den Kopf mit einem Seufzen etwas schief und beobachtete das Schauspiel von hier oben.


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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: Do 11. Jan 2018, 21:58
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Joyce Nica Gerdes

Mit verschommenen Blick trat ich weiter in den See. Doch noch lange war ich nicht am Ziel...
Schließlich ließ ich mich nach hinten fallen und von den Wellen in die Mitte tragen. Ich vertraute dem Wasser. Es war mein Element. Konnte es mir doch nichts anhaben. Hoffte ich zumindest.
Noch immer rollten mir die Tränen über die Wangen. Ich wusste selbst nicht wieso. Er hatte mir nichts getan. Ich kannte ihn nicht, er war ein Fremder. Also hatte ich weder Grund zu weinen, weil ich Schmerzen hatte, noch weil ich ihm nachtrauerte.
Ich sah in den Himmel. Der eisblaue Himmel mit weißen Zuckerwattewolken. Er sah so ruhig aus, im Gegensatz zu meinem Inneren. Ich war aufgewühlt. Und der Grund war mir schleierhaft. Ich weinte, weil er mich verschont hatte. Er hatte meinen Eltern nicht von ihrer Schande befreit, von ihrem Monster...
Monster... Ein Begriff, denn ich schon viel zu gehört hatte. Viele Männer standen schon vor unserer Tür und hatte um mich geworben oder meine Eltern hatten von Ihnen von mir erzählt und somit Interesse geweckt. Doch wie auch der junge Mann, dessen Wesen eher dem Tiger in seinem Inneren glich, waren sie beim Anblick meiner Narbe geflüchtet.
Der Einzige, der mich noch so nahm, wie ich war, war mein Jang. Mein Bruder. Er liebte mich irgendwie immer noch.
Ich atmete ruhig und verduchte den Tränenfluss zu stoppen. Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich. Ich erschuff eine Wasserkupel über mir und ließ sie schließlich einstürzen, während ich abtauchte. Das Wasser kühlte meine wunde Seele. Ich sah mich um. Der Stoff meines Kleides war zu schwer um ihn weiterhin am Leib zu tragen. Ich ließ mich von den Wellen ans Ufer tragen. Nahezu paranoid sah ich mich erneut um und stülpte den schweren Stoff ab. Ich ließ ihn am Ufer liegen, ebenso meine Strümpfe und Schuhe. Nun stand ich in meinem leichten Unterhemd da, welches mir beinahe bis zu den Knie ging und meiner Unterhose. Beide klebten an meinem Körper und ich war froh, dass sie die Farbe meiner Seele hatten oder eher, wie meine Seele sein sollte... schwarz.
Man sah nichts durch sie hindurch, aber dennoch sah man alles. Der leichte Stoff klebte schließlich an meiner Haut wie eine zweite.
Ich ka. Nicht herum, mich noch einmal umzusehen. Ich band mir das Unterhemd hoch, so das es nur noch meine Oberweite überdeckte.
Wie gut meine Narbe nun zu sehen war, konnte ich nur erahnen. Doch in diesem Moment war es mir egal. Mit einer leichten Handbewegung entzog ich meinen Haaren das Wasser und hatte sie mir schnell zu einem Zopf geflochten.
Ich lief den Wellen wieder entgegen, bis ich Hüfttief im Wasser stand. Mein Rücken war dem Ufer zugewand und ich konzentrierte mich.
Langsam stieg eine Schlangenähnliche Form empor, die immer höher wurde und schließlich meinen Bwegungen folgte. Ich lächelte. Mit einem Mal, ohne ein kritisches Auge war es einfacher. Auch die Wand stand nun besser, doch erneut ließ ich sie einstürzen und genoß die Wellen, die meinen Bauch berührten.


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Re: [RPG] Das Königreich von Arigondra
Verfasst: So 14. Jan 2018, 13:38
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WR: Antonia_-(ID: 343110)
@Verlac: Erst mal tut es mir soo unendlich leit das so lange nichts von mir kam.
Ich bin derzeit leider so im Stress das ich nicht dazu gekommen bin dir eine Antwort zu schreiben.

Mara

der junge Mann erzählte mir das er auch nicht von hier kam und das er seit dem er klein war hier lebte. "Ja die Stadt kenne ich, da habe ich für 3 Tage gelebt" meinte ich als antwort auf seine Erzählung. Als er mich dann fragte als was ich arbeitete überlegte ich schnell was denn sin machen könnte. "Dadurch das ich so viel reise musste ich Händlerin werden. Es ist echt interessant zu sehen wie unterschiedlich die Angebote in den verschiedenen Stätten sind. Meine Schwester lebt in Northbury und ich reise umher und bringe ihr dinge mit die sie dann verkauft." kam es dann aus mir heraus. Mit der aussage war ich sogar recht zufrieden, es klang recht logisch und man würde es mir bestimmt abkaufen können.

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