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Welches Wesen soll neu bei uns im Internat aufgenommen werden?
Umfrage endete am Di 15. Aug 2017, 18:48
Wasserwesen (Nixen & Meerjungfrauen/-männer) 0%  0%  [ 0 ]
Geister 28%  28%  [ 5 ]
Halb Engel und Halb Dämonen 67%  67%  [ 12 ]
Shadowhunter 6%  6%  [ 1 ]
Abstimmungen insgesamt : 18
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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: Sa 22. Apr 2017, 21:35
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WR: MarieTillion(ID: 325377)
Genevieve Williams

"Nein, das war Löcher in die Luft starren und nachdenken, ein kleiner Unterschied" Dieser Typ war echt sowas von seltsam. Ich erhob mich wieder und wischte die Grasreste, die an mir klebten ab. "Du bist echt bescheuert.", meinte ich schmunzelnd und sah in die Richtung, aus der mein Schwan gerade angeflogen kam. Ich ließ Nevra auf meinem Arm Platz nehmen und drehte mich dann nochmal kurz in die Richtung des Vampirs. "Und das schlimmste ist, dass man dich extrem schlecht einschätzen kann.", fügte ich dem soeben gesagten noch hinzu. "N' bisschen schon. War so ziemlich überall außer im Feenturm, in den Werwolfturm hab ichs nicht weit geschafft" - "Und du? Was spannendes gesehen? Vielleicht nen wütenden Köter?" Es wunderte mich wirklich, dass er so schlecht über die hundeartigen Wesen sprach und dabei eine Wölfin auf seinem Schoß liegen hatte. Noch verwunderlicher war aber, dass seine Äußerungen der Wölfin anscheinend sogar egal waren. "Im Feenturm warst du ja Gestern schon, dank mir.", korrigierte ich Kellan und blickte dann auf die zu schlafen scheinende Wölfin. "Dass du sowas sagst, obwohl du gerade deine Beschützerin, eine Wölfin, auf deinem Schoß schlafen lässt." Mein Blick wanderte zu Kellan. Anstatt weiter darauf einzugehen, zuckte ich nur die Schultern und wendete mich dann Nevra zu. "Und was ist so wichtig, dass du dich aus deinem gemütlichen Nest herausbewegst?" Skeptisch betrachte ich den Vogel. "Es ist wieder so weit.", krächtzte er. Nein...

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: Sa 22. Apr 2017, 22:36
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Kellan Kyle

Ich gluckste bloß belustigt und fuhr mir dann durch die Haare. "Danke das du so nett bist", meinte ich ironisch und beobachtete skeptisch den Schwan der sich auf der Fee niederließ. Und das schlimmste ist, dass man dich extrem schlecht einschätzen kann. Das ließ mich mit den Schultern zucken. "Wär doch langweilig wenn man jeden meiner Schritte vorhersehen könnte", so langsam verstand ich nicht ganz was die junge Fee eigentlich von mir wollte. Nicht das sie mir nicht sympathisch war. "Ja das war ich allerdings. Und da werd ich auch erst einmal nicht mehr reingehen", meinte ich bestimmt. Dass du sowas sagst, obwohl du gerade deine Beschützerin, eine Wölfin, auf deinem Schoß schlafen lässt. Augenblicklich versteifte ich mich und stoppte mitten in meiner Bewegung und warf der Wölfin unter mir einen Blick zu. Lexy erhob sich und streckte sich ehe sie die braunhaarige vor sich anblickte. "Ich kann mich selbst wehren wenn es mich stören sollte, aber danke Genevieve. Außerdem meint er das sowieso nicht ernst", gab die Wölfin von sich und setzte sich dann neben mich auf ihren Hintern. Verräterin. "Ich hab dich auch lieb Lexy", antwortete ich. "Da bin ich wohl die einzige Ausnahme", mit diesen Worten machte sie sich davon und ließ mich Kopfschüttelnd zurück. Und was ist so wichtig, dass du dich aus deinem gemütlichen Nest herausbewegst? Es ist soweit. Erstaunt beobachtete ich wie die Fee plötzlich total blass und geschockt schien. "Was ist soweit?", fragte ich und legte den Kopf schief ehe ich mich aufrichtete und ein Grashalm von meiner Jeans zupfte.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 00:00
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WR: MarieTillion(ID: 325377)
Genevieve Williams

Noch bevor ich Antworten konnte begann mein gesamter Körper an zu krampfen. Mit aller Kraft versuchte ich noch irgendwie wegzurennen, damit Kellan sich das nicht mit ansehen musste, schaffte es allerdings nur bis hinter einen Busch. "Guck weg und halt dir die Ohren zu, wenn du nicht taub werden willst.", rief ich Kellan zu, solange ich noch die Kontrolle über meine Stimme hatte, die kurz nachdem ich ihn gewarnt hatte zu kreischen begann. Vom Ansatz bis in die Spitzen begannen meine Haare sich erneut schwarz zu färben. Bei der Verwandlung meiner Hände, presste ich meine Lippen und Augen zusammen. Tatsächlich war diese Verwandlung - anders als bei anderen Feen - schmerzhaft. Als ich meine Augen wieder öffnete hatten sie sich bereits in ihr übliches blutrot gefärbt. Die Kleider, die ich eben noch angehabt habe, waren nun nicht mehr als Fetzen. Dennoch bedeckten sie die nötigsten Bereiche. Meine Verwandlung war vollendet und auch die Kontrolle über meine Stimme hatte ich zurück. Vorsichtig blickte ich über den Busch hinaus und sah, dass Kellan noch immer dort stand, ich verschwand jedoch wieder hinter dem Busch und ließ mich dort auf dem Boden nieder. "Ich hoffe dir sind die Ohren nicht abgefallen... Gott wie ich das hasse.", teilte ich Kellan mit und wartete nun auf meinen Schwan, der ganz langsam um die Ecke gewartschelt kam. "Wo? Wer?", fragte ich Nevra genervt. "Glücklicherweise nicht weit von hier. Enkel der Großcousine dritten Grades.", beschrieb Nevra mir mein nächstes Opfer. "Ein Kind?", fragte ich entsetzt. Nevra schwieg erst, er wusste genau, wie sehr ich es hasste, die Verluste von Kindern anzukündigen. "Ja...", murmelte er leise. "Oh nein...", seufzte ich mit weinerlicher Stimme und legte mich zurück ins Gras. Die Tränen liefen mir bereits über die Wangen, das war jedoch normal, in dieser Gestalt war ich ein wenig überemotional.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 09:52
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Kellan Kyle

Verdutzt trat ich einen Schritt zurück als die Fee plötzlich Schmerzen zu haben schien, ehe sie hinter das nächste Gebüsch raste. "Genevieve?", rief ich ihr fragend hinter her. Guck weg und halt dir die Ohren zu, wenn du nicht taub werden willst. Taub? Wieso sollte ich- . Als ein lautes Kreischen ertönte glaubte ich das mein Kopf anfing zu platzen. Ich presste meine Handflächen an meine Ohren und wartete bis endlich wieder Ruhe herrschte. Als mein Gehör sich endlich wieder beruhigt hatte, schüttelte ich den Kopf um auch das letzte Pfeifen in den Ohren loszuwerden. Ich hoffe dir sind die Ohren nicht abgefallen... Gott wie ich das hasse. "Nein alles gut", gab ich von mir. Jedoch schien die Fee sich immer noch nicht zeigen wollen. Ihr Schwan folgte ihr und dann redeten die beiden über Dinge, die mir mehr als rätselhaft erschienen. "Ähm, Genevieve? Was machst du denn die ganze Zeit dahinten?", rief ich ihr zu und machte Anstalten näher zu kommen.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 16:58
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WR: MarieTillion(ID: 325377)
Genevieve Williams

Erleichtert atmete ich auf, als mir Kellan versicherte, dass er sein Gehör von meinem gekreische nicht verloren hatte. Er schien jedoch ein wenig verwirrt, verständlich. Er hatte wahrscheinlich gedacht ich wäre auch so eine "Blumenfee" die auf ihrem Einhorn durch die heile Welt ritt. "Ähm, Genevieve? Was machst du denn die ganze Zeit dahinten?", fragte er mich schließlich. Ich hörte seine Schritte, wie er näher kam und blickte in die Richtung, aus der er kam und schnell stand er nur noch wenige Meter von mir entfernt. "Nein. Bitte komm mir nicht näher. Sieh mich nicht an.", flehte ich Kellan an und versuchte in die entgegengesetzte Richtung zu schauen und meine Hände zu verstecken. So sah er nur meine schwarzen Haare, meine totenbleiche Haut und ein paar Kleiderfetzen. "Ich... muss gehen.", murmelte ich leise, stand auf und konnte dabei nicht verhindern, dass meine Krallen für ihn sichtbar wurden. "Vielleicht sehen wir uns später...", fügte ich dem noch leise hinzu und rannte dann davon. Nevra folgte mir in den Wald hinein und leitete mir dann schließlich den Weg bis zu dem Mädchen, dessen Tod ich ankündigen musste.

[Zeitsprung]

5 Stunden lang hatte ich nun geweint und geheult, bis der Auftrag endlich für erfüllt angesehen wurde. Während des Prozesses der Ankündigung hatte Nevra sich verzogen. Auch er konnte diese Heuler- und Kreischerei kaum ertragen und blieb nur in äußersten Nöten bei mir. Nun allerdings kam er wieder angeflattert und begleitete mich auf meinem Heimweg. "Kinder werden mir wohl niemals egal sein...", murmelte ich emotionslos und erschöpft. Ich hatte nicht einmal mehr die Kraft mich zurück zu verwandeln. Dass mich nun andere in meiner Verwandelten Gestalt sehen konnten war mir völlig egal und die seltsamen Blicke meiner Schüler entgingen mir zwar nicht, interessierten mich jedoch nicht. Ohne ein Wort zu sagen ging ich ohne Umwege auf den Feenturm und mein Zimmer zu. Dort angekommen ließ ich mich auf mein Bett fallen. Augenblicklich verwandelte ich mich von selbst zurück. Erst jetzt hatte ich bemerkt, dass Kellan in meinem Zimmer stand. Meine Augen wanderten kurz zu ihm hin, jedoch ging ich nicht weiter auf seine Anwesenheit ein. Ich war einfach zu erschöpft und schlief schnell ein.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 17:26
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Kellan Kyle

Nein. Bitte komm mir nicht näher. Sieh mich nicht an. Ich konnte gar nicht wirklich hinsehen, so schnell war die junge Fee verschwunden. Und das blieb sie auch für die nächsten paar Stunden die ich in ihren Zimmer wartete. Ich hatte mir davor noch etwas Blut gegönnt, und schien nun schon Ewigkeiten an ihren Schrank zu lehnen bis sich endlich die Türe öffnete und die Fee eintrat. In dem Moment in welchen sie allerdings ihr Bett berührte war sie auch schon eingeschlafen und ich sank wieder zurück an den Schrank. Genevieve schlief einige Stunden und auch ich schloss irgendwann die Augen während ich darauf wartete das die zierliche braunhaarige ihre Augen wieder öffnete.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 17:43
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WR: MarieTillion(ID: 325377)
Genevieve Williams

Einige Stunden schlief ich nun, bis ich meine Augen wieder öffnete. Als ich mich streckte und in meinem Zimmer nach Nevra ausschau hielt erschreckte ich mich extrem, als ich Kellan erblickte. "Kellan!", rief ich, da er anscheinend auch eingenickt schien - im stehen. Augenblicklich öffnete er die Augen. Ich zog meine Decke als Sichtschutz ein wenig höher. "Was machst du hier? Seit wann stehst du da?" Fragen über Fragen. An den gestrigen Tag konnte ich mich nur noch teilweise erinnern und nach dem ich meinen Auftrag erledigt hatte, konnte ich mich an garnichts mehr erinnern. "Nevra?", rief ich meinen Schwan, der sogleich in meine Richtung geflogen kam, wie aus dem Nichts. Als ich einen Blick auf meine Kleidung warf wurde mir allerdings einiges klar. Ich sank wieder zurück in mein Bett und starrte die Decke an. "Hast du mich verwandelt gesehen?", fragte ich und seufzte. "Wenn ja, dann Herzlichen Glückwunsch. Das ist, was ich wirklich bin. Fee ja, aber alles andere als Prinzessin Lillie Fee.", seufzte ich lachend und verdrehte meine Augen.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: So 23. Apr 2017, 20:01
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WR: Lunaka(ID: 299156)
Lora Grey

Der junge Vampir trat näher an mich heran und senkte dann seinen Blick auf mich ehe er lossprach. Und was sagt es dann über mich aus, dass ich einer von ihnen bin?. Ich runzelte die Stirn und griff dann nach seiner Hand. "Das ich dich mag und du definitiv mehr bist für mich als nur ein Trainingspartner. Du bist definitiv kein Trainingspartner, aber ich hab einfach wieder etwas Bewegung gebraucht", erwiderte ich und versuchte irgendwie das Ruder umzureißen, wobei mich die Situation innerlich die Augenbrauen hochziehen ließ. Ich wollte ihn wirklich nicht angreifen, aber dauernd scheint es so als würde das Monster das der fremde Vampir früher aus mir gemacht hatte, zwischendurch Besitz von mir zu ergreifen. Zwar waren die Erinnerungen verschleiert oder auch undeutlich, dennoch war ich das gewesen. Irgendwie hatte er mich damals kontrolliert, und irgendwie ergriff mich diese Wut die ich damals verspürt hatte. Ich blickte den jungen Mann vor mir entschuldigend an. "Ich wollte das wirklich nicht Nate. Verzeih mir". Bettelte ich wirklich gerade um Entschuldigung? Ja, anscheinend schon. Der junge Mann schien mir mehr zu bedeuten als es gut war. Ich hatte ehrlich gesagt nicht ganz verstanden was er mit seinen Worten meinte und deshalb versucht mich irgendwie dafür zu entschuldigend das ich ihn doch tatsächlich an der Kehle gepackt hatte.


Kellan Kyle


"Kellan!". Erstaunt riss ich die Augen auf und war in der nächsten Sekunde aufgesprungen ehe ich mich hektisch umsah, aber nichts wichtiges fand. "Was machst du hier? Seit wann stehst du da?". "Ich... sitze hier schon eine ganze Weile", antwortet ich und fuhr mir dann durch die vollkommen zerzausten Haare, schaffte es aber nicht im geringsten sie wieder in Ordnung zu bringen. So als hätte sie nichts an verdeckte sie sich mit ihrer Decke vor mir. Und da sie so gesehen nicht mehr als ein paar Fetzten am Körper hatte, warf ich ihr kurzerhand mein T-Shirt zu und verschränkte dann die Arme vor meinem freien Oberkörper. Zwar hätte ich auch nach einem in ihrem Schrank kramen können, aber das würde ich definitiv machen, kein normaler Mensch würde einfach in einem fremdem Schrank herumkramen. "Hast du mich verwandelt gesehen?. Wenn ja, dann Herzlichen Glückwunsch. Das ist, was ich wirklich bin. Fee ja, aber alles andere als Prinzessin Lillie Fee." Geduldig wartete ich bis sie fertig gesprochen hatte und seufzte dann. "Ich hab schon schlimmeres gesehen. Auch wenn dass zugegeben wirklich...krass war", gab ich von mir und hielt ihr ein Glas Wasser hin, ehe ich mich am anderen Ende des Bettes niederließ, sodass die Matratze unter meinem Gewicht nachgab. "Ich werd gerne so tun als hätte ich das nie gesehen, aber das hab ich nun mal. Ich denke jeder hat so seine Geheimnisse", sagte ich zu ihr und blickte dann ihren Schwarm an. Warum zur Hölle war ich eigentlich gerade so nett? Ich ekelte mich ja beinahe vor mir selbst.

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Zuletzt geändert von Lunaka am Fr 28. Apr 2017, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: Di 25. Apr 2017, 16:35
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Mercedes

**Übersprung**
So langsam hatte ich mich, so insofern wie es eben möglich war, nun eingelebt. Ich stand morgens auf und ich half den Fähen bei ihren täglichen Aufgaben. Wie auch schon in meinem Geburtsrudel war alles sehr traditionell angehaucht, doch da ich es nicht anders kannte, regte es mich in keinster Weise auf. Im Gegenteil, zum Teil war ich sogar froh etwas zu haben, dass ich kannte und an dem ich mich festhalten konnte. Schon nach den ersten Tagen hatte ich mich mit einigen der Werwölfinnen angefreundet. Als ich heute in das Hauptzelt eintrat, in welchem die meiste Arbeit, vor allem das Kochen verrichtet wurde, empfing mich das fröhliche Geschnatter der Mädchen. Ein Moment verharrte ich im Eingang und es versetzte mir einen Stich, sie wirkten so sehr wie eine Familie. Es erinnerte mich schmerzlich daran, dass ich keine mehr hatte. „Mercedes!“, rief eine der Fähen, sie war wohl etwa in meinem Alter, sie lächelte breit und winkte mich herbei. Dankbar lächelte ich zurück und gesellte mich zu ihr. Ihr Name war Delilah. Einer der einzigen die ich mir merken konnte. Ein kleines Mädchen, vielleicht fünf, sprang vom Boden aus, es hatte etwas abseits mit einer hölzerneren Figur gespielt. Es lief auf mich zu und ich schloss sie in die Arme und hob sie hoch. Schwarze Locken umrahmten ihren Kopf und ihre großen dunklen, ja fast schwarzen Augen strahlten. Sie hatte etwas engelgleiches mit den langen dichten Wipern, dem kleinen Mund und der lieblichen Spitznase. Die Kleine, Lana, spielte mit einer meiner Locken wärend ich mich wieder den Erwachsenen zu wandte. Jael, die wohl älteste des Dorfes, eine kleine Frau mit langen silbernen Haaren und einem trotz des Alters noch erstaunlich schönem Gesicht mit wachen blauen Augen, erzählt von ihrer ersten Jagd. Sie erzählte von Werwölfen die Mercedes nie getroffen hatte, benutzte Namen, die wohl den meisten hier Fremde waren, doch die Begeisterung mit der Jael berichtete war für jeden greifbar. Lana lauschte nun ebenfalls und spielte mit meinen langen, weißen Locken. Jael war gerade bei dem Teil der Geschichte angekommen, wo sie sich auf ihr erstes Beutetier stürzte, ein Feldkaninchen, als die Zeltwand erneut aufschwang und eine kleine Frau mit dunkelen Haaren und ebenso dunkelen Augen eintrat. Nun herrschte Stille, selbst die alte Jael ließ die Frau verstummen. Ehrfürchtig machte man ihr Platz, von ihr ging eine Kälte aus und ihr langes Haar war streng zurückgenommen. Waheela. Waheela ließ ihren Blick über alle Gesichter huschen und blieb schließlich an meinem hängen. Es kam mir vor, als würde sich ihr Mundwinkel etwas hoch zucken, doch ich konnte mir das auch eingebildet haben. Sie kam zu mir und stellte sich neben mich, sanft legte sie ihre Hand auf meinen Arm. Es fiel mir schwer nicht durch die ungewohnte Nähe zusammenzuzucken, doch ich schaffte es und unterdrückte jegliche Gefühle. Mit einem Nicken bedeutete sie mir ihr zu folgen, dann verschwand sie und das Geschnatter setzte wieder ein. Ich setzte Lana ab, wuschelte ihr kurz über den Kopf. Ich sah ihr nah wie sie zurück zu ihren Puppen lief. Nachdenklich wand ich mich Delilah zu, in Gedanken ging ich schon die verschiedensten Szenarios durch, irgendetwas musste schließlich Waheela zu ihrem Besuch bewegt haben. „Ich bin gleich wieder da…“ Delilah nickte nur und ihr Blick war besorgt, als sie mir nachblickte.
Vor der Hütte stand Waheela, ohne auf mich zu Warten, drehte sie sich um und lief in Richtung des Hauptzeltes. Dem größten und prächtigsten, welches sein Lager in der Mitte, umringt von allen anderen aufgeschlagen hatte. Es war das Zelt des Anführerpaares. Zwar war nun eigentlich Jaromil ihr Anführer und dies sollte meine Unterkunft sein, doch hatten Waheela und Cekarius sich noch nicht von ihrem Heim trennen können oder wollen. Ich war nur eine Fremde, mir stand kaum ein Recht zu, mein oder viel mehr Jaromils Besitz einzufordern. Also hatte ich es des Friedenwillens auf sich beruhen lassen.
„Hallo, meine Tochter“, sagte Cekarius und seine Stimme klang erstaunlich fröhlich. Es schien mir absolut unangebracht solche gute Laune angesichts Jaromils Lage zu haben. Ganz zu schweigen, dass es mir immer noch irgendwie nicht behagte, als seine Tochter zu gelten oder so genannt zu werden. „Setzt dich doch zu mir fuhr er fort und zeigte einladen auf den Stuhl zu seiner Linken, während sich Waheela schweigsam Rechts von ihm niedersinken ließ. Ich nahm seine Einladung oder wohl eher seinen Befehl an und setzte mich auf den Stuhl aus schwerem Eichenholz.

So endlich, nach viel zu langer Zeit komme ich auch mal wieder zum posten... Es tut mir wirklich leid Jolin...

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TirilJaceJaroCedes


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Re: Internat für magische Wesen
Verfasst: Do 27. Apr 2017, 23:08
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WR: Mini Malli(ID: 319228)
Jonathan Milan Cerastur

Und mit Mal sah ich alles. Ich sah sie. Sie und mich. Mich wie sie mich sah. Ich sah die schönen und die aufregenden Momente meines Lebens mit mir an mir vorbeiziehen. Und doch wusste ich, dass es nicht meine Erinnerungen waren. Es waren ihre. Wie auch immer sie das machte, es war so intensiv. Ich sah nicht nur was sie gesehen hatte, ich fühlte wie sie und für einen winzigen Moment konnte ich ihre Gedanken hören. Die Gedanken, die sie in genau diesem Moment hatte. Ich war ihr so nah, wie noch nie jemanden zuvor. Worte allein konnten nicht beschreiben, welche Energie zwischen uns herrschte. Welche Magie. Worte schienen mit einem Mal bedeutungslos. Völlig Kraftlos.
Ich sah uns im Park, unsere erste Begegnung, ohne die das hier nie entstanden wäre. Ich sah Jerry. Dann sah ich den Maskenball. Uns beim Maskenball und kurz darauf mich. Mich beim Trainingscamp. Völlig Blutüberströmt. Ich spürte ihre Angst, ihre Trauer und ihre Sorge. Ich wollte sie trösten, doch es war nur ein Schatten. Ein Schatten der Vergangenheit, welchen wir heute bereits überwunden hatten. Dann sah ich sie in Russland. Ich spürte ihre unendliche Trauer, ihre Ratlosigkeit. Und diesen einen Wunsch. Den Wunsch, den ich in jener Zeit mit ihr teilte. Der Wunsch, der mich verrückt gemacht hatte, krank gemacht hatte. Der Wunsch nach ihr. Das Verlangen den anderen wieder zu sehen. Und dieses Verlangen war so groß... Es zerriss mich beinahe. Wie damals. Wie konnte ich nun noch bestreiten, dass sie mich liebte? Wie konnte ich bezweifeln, dass es kein WIR mehr geben konnte? Ich konnte es nicht. Ich konnte es einfach nicht. Es musste noch ein WIR geben. Wie ich noch Gefühle für sie hatte, hatte sie noch Gefühle für mich. Und SO durfte es nicht zu Ende gehen.
Und dann sah ich uns. In jener Nacht. In jener Nacht, die ich nie wieder vergessen werde. Als wir uns berührten, uns küssten, und zeigten wie sehr wir den Anderen vermisst hatten. Wie sehr wir uns nach ihm gesehnt hatten. Seitdem wir uns mit anderen Augen sahen.

Als ich meine Augen öffnete, sah sie mich an. Verwundert, fragend. "Ich weiß.", sagte ich ruhig. "Ich weiß. Ich habe dich auch vermisst und ich liebe dich. Ich liebe dich Tiril. Mehr als Worte beschreiben können. Und was auch immer geschieht, möge die Welt untergehen und das Universum platzen, möge sich alles ändern, aber das. DAS wird sich nie ändern." Und dann küsste ich sie. Ich wollte sie küssen. Ich wollte sie in meine Arme ziehen, vor der grausamen, kalten, trügerischen Welt dort draußen beschützen, sie nie wieder los lassen, aber ich wusste, dass das nicht möglich war.
Also ließ ich sie los. "Ich gehe mich mal bewegen.", ich küsste sie sanft auf die Stirn und verschwand.

Ich hatte meine Hunger gestillt und saß noch im Wald. Ich wusste, sie würde kommen. Ich wusste es. Es war ein Gefühl. Doch als sie in meine Nähe kam, fehlte dieses Gefühl. Dieses bestimmte Gefühl, dass bei ihr sonst immer fühlte.
"Was machst du hier?", fragte ihre Stimme. "Das habe ich dir doch gesagt.", stellte ich skeptisch fest. "Ach ja. Tut mir Leid. Das habe ich schon wieder vergessen.", sagte sie. "Wie hast du das vorhin gemacht?", fragte ich. Ich konnte nicht sagen, dass ich das Tiril fragte, denn es war nicht Tiril. Was auch immer es war, es sah so aus wie meine Freundin, aber es war sie nicht. "Was?", fragte sie. "Du weißt was ich meine.", gab ich zurück.
"Nein Jace, ich weiß nicht was du meinst.", sagte sie. "Schau mich mal kurz an." Und da war er wieder der ockerfarbene Schimmer.
Ich stad von dem Baumstumpf, auf dem ich gesessen hatte auf, baute mich vor ihr auf und funkelte sie an. "Vielleicht weißt du es ja nicht, weil du gar nicht Tiril bist?", versuchte ich sie bloß zu stellen. Sie sah mich nur skeptisch an.
Und dann handelte ich. Blitzschnell schoss ich nach vorn, packte sie am Hals und drückte sie gegen einen Baum. "Jace, was tust du? Ich kriege keine Luft.", röchelte sie. Doch ich ließ nicht locker. "Jace." Und noch immer ließ ich nicht locker.
Und mit einem Mal flackerte ihr Erscheinungsbild.Ich ließ erst los, als sie ihr wahres Erscheinungsbild der Sonne zeigte. Ein schönes, junges Mädchen kam zum Vorschein.
Ich war bereit, sie noch einmal anzugreifen, falls das nötig war.
"Wer bist du?", fragte ich sie ohne sie wirklich zur Luft kommen zu lassen. Sie fing an zu husten. Doch in ihrem Husten, konnte ich einen Namen heraushören. 'Valentina'.
Sie sah nicht gefährlich aus. Sie sah mich hilflos an. Und dann... Dann fing sie an zu weinen. "Es tut mir Leid. Ich wollte das nicht.", schluchzte sie unter Tränen. Und ich entspannte mich. Sie tat mir Leid. Doch noch zweifelte ich. Vielleicht spielte sie das nur?
Und dann fing sie an alles zu erzählen. Dass sie Kira angeheuert hatte, unter dem Versprechen, ihr zu helfen. Sie war ein Waisenkind ohne jegliche Chancen je ein gutes Leben zu führen. Und sie dachte, Kira war ehrlich und gut.
Das sie sich in ihr getäuscht hatte, war ihr erst vor wenigen Tagen klar geworden. Sie tat mir Leid. Ich wusste nicht was ich tun sollte, also setzte ich mich zu ihr. Und dann fing sie an.
Sie erzählte mir, sie sei ein Gestaltenwandler. Sie konnte jeden kopieren. Nur der ockerfarbene Schimmer würde immer bleiben.
Und mir kam eine Idee...
Ich blieb noch lange bei ihr sitzen. Wir unterhielten uns lange. Und sie war so freundlich. Ich wollte ihr helfen.

Und irgendwann standen wir gemeinsam auf und gingen. Ich hatte beschlossen ihr Tiril vorzustellen. Ja, sie war die Böse in diesem Spiel... Obwohl nein... es war Kira. Und sie war ihre Puppe...




Jaromil Dajan Cerastur

Ich lag da. Alles war schwarz, mir war heiß und eiskalt zugleich. Wann hatte ich das letzte Mal etwas gegessen? Ich wusste es nicht. Und wann etwas getrunken? Auch diese Erinnerung war längst verblast. da waren nur diese Schmerzen. Ich wusste nicht, wie ich aussah, doch sicherlich schrecklich. Immer wieder ging mir Mercedes Stimme durch den Kopf. 'Du begehst einen Fehler, wenn du ihm vertraust.' Und dann immer meine Antwort. 'Ich vertraue ihm nicht. Alles wird gut.' Ich hatte gelogen. Schon damals. Ich hatte sie angelogen, damit sie in Sicherheit gebracht werden konnte. Ich hatte schon damals gewusst, dass nichts mehr gut werden würde. Zumindest nicht so, wie wir es uns beide wünschten.
Und immer wieder, wie bei einer kaputten Schallplatte wiederholten sich die Worte. 'Du begehst einen Fehler, wenn du ihm vertraust.' 'Ich vertraue ihm nicht. Alles wird gut.' 'Du begehst einen Fehler, wenn du ihm vertraust.' 'Ich vertraue ihm nicht. Alles wird gut.'
Mein Kopf schien beinahe zu zerbersten.
"Jetzt lass dich doch nicht so hängen.", sagte eine bekannte Stimme. Sie klang leicht amüsiert. Und obwohl es nichts zu Lachen gab, musste ich lächeln. Ich schlug die Augen auf und sah Joao. Ein mittlerweile nur allzu bekanntes Gesicht. Er leistete mir schon seit mehreren... Schon seit längerer Zeit immer wieder Gesellschaft, hielt mich wach und erinnerte mich. Er erinnerte mich immer wieder an Mercedes und dieser Gedanke, sie eines Tages vielleicht doch wiederzusehen trieb mich an. Ich konnte sie nicht vergessen, aber langsam war es schwer noch Hoffnung zu finden. Doch er redete mir immer wieder gut zu.
"Du dreckiger Hund.", lachte ich. "Du wirst ja auch nicht dauernd zusammen geschlagen.", verteidigte ich mich. "Ja, das stimmt.", gab er zu und sein Blick schien kurz traurig.
"Heute Abend ist es soweit. Bis dahin musst du es noch aushalten. Sie gehen davon aus, dass du zu schwach bist zu fliehen und die alten Traditionen besagen, dass eine Gemeinschaftsjagd ansteht mal wieder. Sie werden eine maximal zwei Wachen aufstellen. Das wird deine Chance sein. Und das wird auch die Letzte sein. Du hast nur noch zwei Nächte.", sagte er. Und ich war ihm so unglaublich dankbar. "Komm mit.", röchelte ich, während ich mich aufsetzte. "Meine Zeit wird kommen, aber nicht in dieser Nacht. Irgendjemand muss aufpassen, dass du auch wirklich fort kommst. Aryton wird dein Fehlen sicher schnell bemerken." "Und denk ja nicht, ich mache das, weil ich das mache. Ich mache das für meine Schwester.", schob er hinterher und musste augenblicklich grinsen. Ich wusste, das er mich mindestens tolerierte, wenn nicht vielleicht doch mochte.
"Wenn du hier irgendwann abhaust, komm zu uns. Okay?", fragte ich. "Wir werden sehen wohin der Wind mich trägt. Und jetzt iss auf. Wenn die Sonne untergeht, halte dich bereit." sagte er und verschwand.

Ich war bereit. Ich sehnte die Sonne untergehen zu sehen. Doch nur quälerisch langsam näherte sie sich dem Horizont und ich drohte verrückt zu werden. Ich wollte weg hier. Ich wollte Mercedes wieder sehen und rief ihr in Gedanken immer wieder zu. Ich rief ihren Namen, ich rief, dass ich bald wieder da wäre und ich sah sie. Ich sah sie überall. In den Schatten der Bäume, in der Formation der Steine auf dem Boden. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Und nur dieses Liebe hielt mich am Leben. Wieder einmal. 1000 Fragen gingen mir durch den Kopf. Ob sie mich erkennen würde? Mit den ganzen Wunden und offenen Stellen am Körper, mit der kratzigen rauen Stimme? Vermisste sie mich auch so, wie ich sie? Dachte sie viel an mich? Weinte sie um ich? Wusste sie, dass ich noch lebte?
Zu viele Fragen. Keine Antworten. Oder eher nur meine Antworten. Schwere Schritte näherten sich meinem Zelt und ich wusste, was passieren würde. Aryton wollte sicher gehen, dass hier nicht fort kam. Doch verstand er diese Sehnsucht nicht. Diesen Wunsch nach ihr. Er verstand die Liebe nicht.

Meine Sachen klebten an mir. Teilweise wegen des frischen Blutes, teilweise wegen meinem Schweiß. Und jener brannte höllisch in den offenen Wunden. Aber es war egal. Es war nur noch wenig Zeit, bis sie Sonne untergehen würde. Ich wusste nicht, ob Joao Wort halten würde. Ob er es ernst meinte oder es eine Falle war. Aber es war mir egal. Es war die einzige Chance die ich hatte.
Und ich spürte, dass er mir helfen wollte. Ich wusste, er hätte meine Wunden auch gerne versorgt, aber das wäre aufgefallen.
Meine Fesseln waren lockerer als sonst. Es dämmerte. Bald würde ich bei ihr sein. Es war ein vielleicht auch zwei Schläge, eine Strecke und ein Heulen. Es war so simpel. Ich spürte das Kribbeln. Der Wolf in mir war bereit. Meine Hände ballten sich nahezu allein zur Faust. Mein Körper schrie nach Rache und nach ihr. Ich wollte sie in den Arm nehmen, sie küssen, sie einfach bei mir haben. Und das würde nicht mehr lange dauern. Bald... bald...

Die Sonne war untergegangen. Ich vernahm das Geheul der Jagd. Ich spürte die Erde beben. Unter den Pfoten der anderen neigte sich die Erde der Nacht. Noch einen Augenblick. Nur noch das Zeichen.

'JETZT', schrie Joao in meinem Kopf. Augenblicklich war ich wach. Die Ketten barsten, meine Hände ballten sich zu Fäusten und ich rannte hinaus. Die Luft. Die frische Luft begrüßte mich wie einen alten Freund und ich sah die Sterne. Nach Wochen, Monaten, wie lange es auch immer war, ich war frei.
Ich drehte mich zum Eingang des Zeltes. Ein Kinnhaken, zwei Kinnhaken und sie lagen am Boden.
Das Kribbeln erfasste meinen Körper und der Wolf in mir erwachte. Ich war wieder der geliebte Vierbeiner, für den ich vor langer Zeit alles aufgegeben hätte. Doch nun gab es nur eine Sache für die ich alles, sogar mein Leben lassen würde. Mercedes.
Mich hielt hier nichts mehr. Ich rannte. Ich rannte schneller als je zuvor ohne mich umzublicken oder auf meine Schmerzen zu hören. Es war mir egal. Alles war mir egal. Ich flog über den Waldesboden und niemand konnte mich im Schatten der Bäume sehen.
Ich hatte bereits einiges an Strecke hinter mir, als ich erneut ein Heulen hörte. Ein warnendes, bösartiges Heulen, dass das Rudel zurück rufen sollte, sie auf meine Fährte locken sollte, doch es war zu spät. Ich war weg. Ich war frei.
Ich spürte sie hinter mir. Weit hinter mir und rannte noch schneller. Ich wollte nach Hause. Nach Hause zu Mercedes.
Ich stoppte auch nicht, als ein grauer Wolf vor mir stand, gekonnt sprang ich über ihn und rannte weiter. Ein Kampf hätte zu viel Zeit gekostet. Und dann war da eine Schlucht. Doch auch das war mir egal. Ich sprang, flog und setzte wieder auf. Und ich spürte, wie Arytons Rudel vor ihr anhielt. Sie war wohl doch sehr weit. Ich hörte ein Knurren, ein warnendes Heulen, doch alles war mir egal. Ich wollte nur noch zu IHR.
'Gut gemacht.', hörte ich Joaos Stimme und heulte kurz auf. Ich war auf dem Weg nach Hause. Endlich.

Es war eine weite Strecke, aber als ich Cekarius Lager, oder eher meines erreicht, ging die Sonne noch immer nicht auf. Ich rannte direkt auf das Hauptzelt zu, sprang, verwandelte mich und trat ein. Ein arrogantes Lächeln nahm mein Gesicht ein. "Wer hat mich vermisst?"


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